Advanced Micro Devices: (C)hip (C)hip Hurra - Aktienanalyse




19.06.24 17:40
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Advanced Micro Devices-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN: US0079031078, WKN: 863186, Ticker-Symbol: AMD, NASDAQ-Symbol: AMD) nach wie vor zu kaufen.

Der Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2% auf USD 5,47 Mrd. erhöht, womit die Konsensschätzungen von USD 5,46 Mrd. marginal hätten übertroffen werden können. Getrieben worden sei der Zuwachs vor allem durch die robuste Nachfrage nach KI Prozessoren. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sei um 4% auf USD 1,0 Mrd. gestiegen und habe somit ebenfalls über den Erwartungen der Analyst:innen von USD 985,4 Mio. gelegen. Dementsprechend habe sich der bereinigte Gewinn je Aktie auf USD 0,62 belaufen.

KI: AMD profitiere aufgrund seiner Positionierung in der Sparte Data-Center auch von dem anhaltenden KI-Hype. Ganz konkret beliefere AMD die im KI-Bereich handelnden Unternehmen mit hochmodernen KI- und Datenserver-Chips. Diese seien für den Ausbau der für die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz benötigten Rechenzentren unverzichtbar. Zudem werde laut CEO Lisa Su die Forschung und Entwicklung auf diesen Bereich ausgeweitet.

Talsohle der PC-Nachfrage erreicht, für 2024 werde Besserung erwartet: Für AMD würden PCs knapp ein Viertel des Umsatzes ausmachen und seien damit ein wichtiger Teil des Geschäfts. Die weltweite Nachfrage nach Heim- und Firmencomputern habe sich im ersten Quartal 2024 auf insgesamt 59,8 Mio. Stück belaufen, was einem Zuwachs von 1,5% zum Vorjahresquartal entspreche. Somit habe der Markt endlich wieder das Vor-Corona Niveau erreicht. Für das Gesamtjahr 2024 werde, nach dem historische gesehen stärksten Rückgang der PC-Auslieferungen von -14,8% in 2023, wieder ein deutliches Wachstum von etwa 5% erwartet.

Mitbewerb: AMD liege weiterhin deutlich hinter dem Platzhirschen NVIDIA im KI Chip-Segment zurück. Durch einen Software-Stack, der bei vielen Entwickler:innen tief integriert sei, habe das Unternehmen von CEO Jen-Hsun Huang bislang nämlich seine Vormachtstellung erfolgreich verteidigen können. AMD habe dies jedoch erkannt und eine Überarbeitung der Softwareplattform eingeleitet, wodurch sich auf längere Sicht die Absatzzahlen verbessern und Marktanteile dazugewonnen werden dürften. Somit würden sich für AMD Chancen ergeben, Marktanteile des KI-Hegemons für sich zu beanspruchen. Es werde davon ausgegangen, dass bereits ein Marktanteilsgewinn von nur einem Prozentpunkt dem Unternehmen Einnahmen in Milliardenhöhe bescheren könnte.

China: Vor kurzem hätten die USA bekannt gegeben, das Verbot für den Export hochmoderner Computerchips nach China weiter zu verschärfen. Konkret gehe es um die Prozessor Architektur "Gate All-Around" (GAA). Diese steigere die Leistungsfähigkeit von Halbleitern und verringere den Strombedarf. In einem Interview mit Bloomberg hätten Verantwortliche auch über einen Bann für Hochleistungspeicherchips, "High Bandwidth Memory" (HBM) gesprochen. Diese Marktinterventionen sollten dazu dienen, den technologischen und militärischen Aufstieg Chinas zu bremsen. Zuletzt würden sich die Verbote auf Produkte rund um die zukunftsträchtige Künstliche Intelligenz (KI) konzentrierten. Von diesen sei natürlich neben anderen großen Halbleiterherstellern auch AMD betroffen, da voraussichtlich in den kommenden Monaten mit der Massenproduktion von Prozessoren auf Basis der GAA-Architektur begonnen werde.

Ausblick: AMD prognostiziere für das laufende Quartal einen Umsatz von USD 5,7 Mrd. plus oder minus USD 300 Mio. Im Rahmen der an die Zahlenveröffentlichung angeschlossenen Telefonkonferenz habe der Chiphersteller für das Gesamtjahr 2024 zudem einen KI-Chip-Umsatz von rund USD 4 Mrd. in Aussicht gestellt, was USD 500 Mio. über der vorherigen Schätzung liege.

AMD profitiere wie viele andere Unternehmen von den aktuellen Entwicklungen rund um das Thema KI. Dabei seien im derzeitigen Zyklus vor allem Halbleiterhersteller gefragt, welche die aus dem Boden sprießenden Datenzentren mit leistungsstarken Chips ausstatten würden. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen aus dem Sektor weise AMD jedoch lediglich eine einstellige Prozentrendite YTD vor. Dadurch bestehe aber, trotz der durchaus hohen Bewertung, noch deutliches Aufholpotenzial für den Halbleiterhersteller gegenüber seinen Kontrahenten.

Alles in allem sieht Alexander Frank, Analyst der RBI, aufgrund einer Vielzahl von Faktoren noch deutliches Potenzial für die Aktie von AMD. Daher gehe Frank weiterhin davon aus, dass sich der Kurs in den nächsten zwölf Monaten auf USD 200,00 erhöhen werde und behalte somit seine "Kauf"-Empfehlung bei. Das Kursziel ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf Multiples und Konsensschätzungen für die nächsten zwölf Monate auch einen im historischen Vergleich angemessenen Bewertungsaufschlag zum Sektor berücksichtige. (Analyse vom 19.06.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze AMD-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs AMD-Aktie:
141,94 EUR -1,42% (19.06.2024, 17:31)

NASDAQ-Aktienkurs AMD-Aktie:
154,63 USD -2,38% (18.06.2024, 22:00)

ISIN AMD-Aktie:
US0079031078

WKN AMD-Aktie:
863186

Ticker-Symbol AMD-Aktie:
AMD

NASDAQ-Symbol AMD-Aktie:
AMD

Kurzprofil Advanced Micro Devices Inc.:

Advanced Micro Devices Inc. (ISIN: US0079031078, WKN: 863186, Ticker-Symbol: AMD, NASDAQ-Symbol: AMD) ist ein in den USA beheimateter Produzent von Mikroprozessoren, Chipsätzen, Grafikchips und System-on-Chip-Lösungen. Die von AMD hergestellten Grafikkarten sind in Spielekonsolen ebenso wie in PCs zu finden. (19.06.2024/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
278,28 $ 278,25 $ 0,03 $ +0,01% 17.04./23:44
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US0079031078 863186 279,33 $ 83,75 $
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
236,00 € -0,08%  17.04.26
München 236,15 € +2,14%  17.04.26
Hannover 235,00 € +0,90%  17.04.26
Frankfurt 235,85 € +0,79%  17.04.26
Xetra 235,30 € +0,68%  17.04.26
Düsseldorf 235,55 € +0,45%  17.04.26
Stuttgart 236,30 € +0,30%  17.04.26
Hamburg 234,95 € +0,11%  17.04.26
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