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Nach Ansicht der Analysten des Bankvereins Werther AG bietet die TUI-Aktie (ISIN DE000TUAG000 / WKN TUAG00) überdurchschnittliche Chancen.
Die TUI AG habe die kanadisch-britische Reederei CP Ships übernommen. Mit dem inklusive Schuldenübernahme rund zwei Mrd. Euro teuren Kauf vollziehe der Konzern aus Hannover einen Strategieschwenk: Das Geschäft solle zukünftig auf zwei starken Säulen ruhen, dem Tourismus und der Containerschifffahrt.
Bisher habe die TUI alleine ihre Touristiksparte stärken wollen. Durch den Kauf von CP Ships engagiere sich das DAX-Unternehmen jetzt verstärkt in einer weiteren konjunktursensitiven Branche. Die Frachtraten für Übersee-Transporte würden traditionell stark schwanken. Da derzeit viele neue Schiffe gebaut würden, befänden sich die Preise nach Einschätzung von Experten bereits im Abschwung.
Die Übernahme habe eine Kapitalerhöhung im Verhältnis fünf zu zwei notwendig gemacht. Darüber hinaus würden die Schulden der TUI voraussichtlich um bis zu eine Mrd. Euro steigen. Beide Faktoren würden zunächst die Bilanzrelationen beeinträchtigen und den Gewinn pro Aktie schmälern. Analysten hätten deshalb kaum ein gutes Haar an der Transaktion gelassen. Die Kritik habe in dem Vorwurf gegipfelt, das Management habe den Kauf nur deshalb eingefädelt, um nicht selbst Opfer einer feindliche Übernahme zu werden.
Vor diesem Hintergrund überrasche es nicht, dass die TUI-Aktie in den vergangenen Wochen stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Das sei eine Chance für antizyklisch denkende Anleger, denn das operative Geschäft laufe längst wieder rund. Die Börse bewerte TUI derzeit mit lediglich 4,2 Mrd. Euro, einem Bruchteil des Umsatzes.
Vorstandschef Michael Frenzel erwarte für das laufende Jahr einen prozentual zweistelligen Gewinnzuwachs in der Touristik, die mit derzeit 13 Mrd. Euro Umsatz die bedeutendste TUI-Sparte bleiben werde. Gemeinsam mit CP Ships würde der Bereich Schifffahrt zunächst auf 5,7 Mrd. Euro Umsatz kommen. Hapag Lloyd solle seine Erträge in diesem Jahr auf dem derzeitig hohen Niveau halten; CP Ships alleine habe im 1. Halbjahr einen operativen Gewinn von 76 Mio. US-Dollar erlöst. Die Kosten für die Integration der Reederei würden auf einmalig 100 Mio. Euro veranschlagt. Später wolle die TUI Synergien von jährlich 180 Mio. Euro heben, was den Konzernertrag mittelfristig beflügeln dürfte.
Erreiche das Unternehmen seine Ziele und würden sich die Tarife für Containerfrachtgut auf dem derzeitigen Niveau festigen, dürfte die TUI auch zukünftig Gewinne von mehr als 2 Euro pro Aktie einfahren. Bei einer Börsennotiz von derzeit rund 16,65 Euro könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis somit auf Werte unter acht fallen. Für die TUI spreche darüber hinaus die hohe Dividendenrendite von 4,6 Prozent.
Die TUI-Aktie bietet damit überdurchschnittliche Chancen, so die Analysten des Bankvereins Werther AG, denen naturgemäß auch Risiken gegenüber stehen. So könnten rückläufige Frachtraten, ein weiter steigender Ölpreis oder Terrorängste in Urlaubsgebieten die schwankungsfreudige Aktie empfindlich treffen. Wer investiere, sollte bei 14,45 Euro einen Stoppkurs zur Risikobegrenzung setzen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die TUI AG habe die kanadisch-britische Reederei CP Ships übernommen. Mit dem inklusive Schuldenübernahme rund zwei Mrd. Euro teuren Kauf vollziehe der Konzern aus Hannover einen Strategieschwenk: Das Geschäft solle zukünftig auf zwei starken Säulen ruhen, dem Tourismus und der Containerschifffahrt.
Bisher habe die TUI alleine ihre Touristiksparte stärken wollen. Durch den Kauf von CP Ships engagiere sich das DAX-Unternehmen jetzt verstärkt in einer weiteren konjunktursensitiven Branche. Die Frachtraten für Übersee-Transporte würden traditionell stark schwanken. Da derzeit viele neue Schiffe gebaut würden, befänden sich die Preise nach Einschätzung von Experten bereits im Abschwung.
Die Übernahme habe eine Kapitalerhöhung im Verhältnis fünf zu zwei notwendig gemacht. Darüber hinaus würden die Schulden der TUI voraussichtlich um bis zu eine Mrd. Euro steigen. Beide Faktoren würden zunächst die Bilanzrelationen beeinträchtigen und den Gewinn pro Aktie schmälern. Analysten hätten deshalb kaum ein gutes Haar an der Transaktion gelassen. Die Kritik habe in dem Vorwurf gegipfelt, das Management habe den Kauf nur deshalb eingefädelt, um nicht selbst Opfer einer feindliche Übernahme zu werden.
Vorstandschef Michael Frenzel erwarte für das laufende Jahr einen prozentual zweistelligen Gewinnzuwachs in der Touristik, die mit derzeit 13 Mrd. Euro Umsatz die bedeutendste TUI-Sparte bleiben werde. Gemeinsam mit CP Ships würde der Bereich Schifffahrt zunächst auf 5,7 Mrd. Euro Umsatz kommen. Hapag Lloyd solle seine Erträge in diesem Jahr auf dem derzeitig hohen Niveau halten; CP Ships alleine habe im 1. Halbjahr einen operativen Gewinn von 76 Mio. US-Dollar erlöst. Die Kosten für die Integration der Reederei würden auf einmalig 100 Mio. Euro veranschlagt. Später wolle die TUI Synergien von jährlich 180 Mio. Euro heben, was den Konzernertrag mittelfristig beflügeln dürfte.
Erreiche das Unternehmen seine Ziele und würden sich die Tarife für Containerfrachtgut auf dem derzeitigen Niveau festigen, dürfte die TUI auch zukünftig Gewinne von mehr als 2 Euro pro Aktie einfahren. Bei einer Börsennotiz von derzeit rund 16,65 Euro könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis somit auf Werte unter acht fallen. Für die TUI spreche darüber hinaus die hohe Dividendenrendite von 4,6 Prozent.
Die TUI-Aktie bietet damit überdurchschnittliche Chancen, so die Analysten des Bankvereins Werther AG, denen naturgemäß auch Risiken gegenüber stehen. So könnten rückläufige Frachtraten, ein weiter steigender Ölpreis oder Terrorängste in Urlaubsgebieten die schwankungsfreudige Aktie empfindlich treffen. Wer investiere, sollte bei 14,45 Euro einen Stoppkurs zur Risikobegrenzung setzen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 7,526 € | 7,156 € | 0,37 € | +5,17% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000TUAG505 | TUAG50 | 9,56 € | 6,17 € | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
7,54 € | +4,61% | 17.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 8,2353 $ | +14,38% | 13.04.26 |
| Xetra | 7,526 € | +5,17% | 17.04.26 |
| Frankfurt | 7,548 € | +5,13% | 17.04.26 |
| Hamburg | 7,484 € | +4,09% | 17.04.26 |
| Stuttgart | 7,498 € | +4,05% | 17.04.26 |
| Düsseldorf | 7,474 € | +4,01% | 17.04.26 |
| Hannover | 7,456 € | +2,93% | 17.04.26 |
| München | 7,168 € | -0,39% | 17.04.26 |
= Realtime
Aktuell
|
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