Premiere verkaufen




14.05.09 10:17
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Premiere-Aktie unverändert mit "verkaufen" ein.

Die Umsätze im 1. Quartal 2009 seien leicht über den Erwartungen der Analysten ausgefallen. Zwar sei die Anzahl der Abonnenten zurückgegangen, dies sei vor allem bedingt durch den Wegfall von für Premiere weniger attraktiven Abonnementstrukturen (z.B. Premiere-Flex). Das vermehrt auf Verträge mit höheren Preisen Wert gelegt werde, unterstreiche nicht zuletzt, dass der durchschnittliche Umsatz je Kunde von 23,86 EUR auf 24,85 EUR gestiegen sei. Zudem seien die Kosten geringer ausgefallen, als von den Analysten erwartet worden sei.

Dennoch sei durch ungünstige steuerliche Effekte ein Nettoverlust oberhalb der Marktschätzungen aufgezeigt worden. Die Planung der zukünftigen Entwicklung sei bestätigt worden. Im letzten Quartal 2010, so sei die Planung, solle der Break-even bei EBITDA und Cash-flow gezeigt werden. Ob dies gelingen werde, lasse sich nach Erachten der Analysten im momentanen Umfeld nicht sagen.

Neben den Zahlen sei zudem kommuniziert worden, dass das Unternehmen seinen Namen, vorausgesetzt der Zustimmung der Hauptversammlung, in "Sky Deutschland" umwandle. Diese Option sei schon seit längerem am Markt gespielt worden. Die Analysten seien bisher davon ausgegangen, dass man von solch einem Schritt absehe, da es dadurch zu Abschreibungen in Höhe von 331,6 Mio. EUR komme (nach Steuern 256,1 Mio. EUR). Die cash-unwirksamen Abschreibungen würden im zweiten Quartal erfolgen.

Ob das Unternehmen damit Vorteile erhalte, sei nach Erachten der Analysten unsicher. Die Marke "Premiere" habe sich ihres Erachtens beim Kunden gut etabliert und stehe für ein qualitativ hochwertiges Programm. "Sky Deutschland", das noch im Juli starten solle, müsse sich dieses Image erst aufbauen. Mehr Details zum neuen Namen und gegebenenfalls des neuen Programmaufbaus sollten Anfang Juni folgen.

Folgende positive und negative Effekte sollten beachtet werden: Die Cash-Guidance sei bestätigt worden. Der Wettbewerb mit der Telekom dürfte härter werden. Das Nettoergebnis habe unter den Erwartungen gelegen. Der operative Break-Even werde frühestens in mehr als 1,5 Jahren erreicht. Im zweiten Quartal komme es zu Abschreibungen auf den Markennamen "Premiere".

Insgesamt würden die Analysten einen Einstieg in diesen Wert aktuell als für verfrüht ansehen. Zuletzt sei die Kundenzahl rückläufig gewesen. Dies sollte sich im Jahresverlauf (vor allem im 2. Halbjahr) ändern. Wie hoch der Zuwachs an Kunden dann ausfalle, bleibe abzuwarten.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Premiere-Aktie weiter mit "verkaufen" ein. Das Kursziel bleibe bei 1,50 EUR. (Analyse vom 14.05.2009)
(14.05.2009/ac/a/d)








 
 
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