Erweiterte Funktionen
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, rät nach wie vor zum Verkauf der Premiere-Aktie.
Premiere habe am 16. Februar die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Diese seien wie folgt ausgefallen: Umsatz: 941,1 Mio. Euro, EBITDA: -57 Mio. Euro, EBIT: -156,2 Mio. Euro, Ergebnis je Aktie: -2,39 Euro.
Die Zahlen von Premiere seien am unteren Ende der bereits reduzierten Guidance ausgefallen. Der Vergleich mit den Vorjahreszahlen stelle sich schwierig dar, da das Unternehmen die Tochtergesellschaft "Home of Hardware" verkauft habe. Ohne den Verkauf hätte der Umsatz bei 1,017 Mrd. Euro gelegen und damit leicht über der im November ausgegebenen Guidance von mindestens 1,015 Mrd. Euro. Auf der EBITDA-Ebene habe die Gesellschaft nur am unteren Ende ihrer Guidance auslaufen können und -57,0 Mio. Euro erwirtschaftet (Guidance -40 bis -60 Mio. Euro). Unterm Strich sei ein Minus von -269,4 Mio. Euro geblieben. Dies entspreche 60% des Betrages, den das Unternehmen durch die beiden Kapitalerhöhungen in 2009 einnehmen wolle.
Die Entwicklung der Abonnentenzahl habe einen faden Beigeschmack. Im letzten Quartal sei die Zahl um 12.000 auf 2,399 Mio. zurückgegangen, obwohl das vierte Quartal als das vertriebsstärkste gewertet werde. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl der Abonnenten um 135.000 zurückgegangen.
Der Ausblick bleibe weiter ernüchternd. Die Zahl der Abonnenten solle im ersten Halbjahr 2009 stabil bleiben und erst im 2. Halbjahr ansteigen. Hintergrund seien die Marketingmaßnahmen, die in der zweiten Jahreshälfte nach der Kapitalerhöhung starten würden. Erste operativ positive Cash-flows würden im letzten Quartal 2010 erwartet.
Der CEO habe nochmals betont, dass Premiere ohne die Kapitalerhöhungen in diesem Jahr nicht überlebensfähig sei. Als nächsten kritischen Schritt sehe das Management die außerordentliche Hauptversammlung am 26. Februar, bei der eine weitere Kapitalerhöhung beschlossen werden solle. Das Unternehmen wolle dabei etwas mehr als 400 Mio. Euro erlösen. Bei der aktuellen Marktkapitalisierung entspreche dies einer starken Verwässerung von zukünftigen Gewinnen.
Folgende positive und negative Effekte sollten beachtet werden: Mit der News Corp. habe das Unternehmen einen erfahrenen Hauptaktionär. Ohne die anstehende Kapitalerhöhung sei Premiere nicht überlebensfähig. Operative bessere Zahlen seien frühestens Ende 2009 zu erwarten. Gewinne würden von der Gesellschaft frühestens 2010 erreicht.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihr Anlageurteil "verkaufen" für die Premiere-Aktie bei. Die Unsicherheiten bezüglich der Kapitalerhöhung und dem operativen Umfeld scheinen ihnen zu groß. Das Kursziel belasse man bei 2,00 Euro. (Analyse vom 16.02.2009) (16.02.2009/ac/a/d)
Premiere habe am 16. Februar die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Diese seien wie folgt ausgefallen: Umsatz: 941,1 Mio. Euro, EBITDA: -57 Mio. Euro, EBIT: -156,2 Mio. Euro, Ergebnis je Aktie: -2,39 Euro.
Die Zahlen von Premiere seien am unteren Ende der bereits reduzierten Guidance ausgefallen. Der Vergleich mit den Vorjahreszahlen stelle sich schwierig dar, da das Unternehmen die Tochtergesellschaft "Home of Hardware" verkauft habe. Ohne den Verkauf hätte der Umsatz bei 1,017 Mrd. Euro gelegen und damit leicht über der im November ausgegebenen Guidance von mindestens 1,015 Mrd. Euro. Auf der EBITDA-Ebene habe die Gesellschaft nur am unteren Ende ihrer Guidance auslaufen können und -57,0 Mio. Euro erwirtschaftet (Guidance -40 bis -60 Mio. Euro). Unterm Strich sei ein Minus von -269,4 Mio. Euro geblieben. Dies entspreche 60% des Betrages, den das Unternehmen durch die beiden Kapitalerhöhungen in 2009 einnehmen wolle.
Der Ausblick bleibe weiter ernüchternd. Die Zahl der Abonnenten solle im ersten Halbjahr 2009 stabil bleiben und erst im 2. Halbjahr ansteigen. Hintergrund seien die Marketingmaßnahmen, die in der zweiten Jahreshälfte nach der Kapitalerhöhung starten würden. Erste operativ positive Cash-flows würden im letzten Quartal 2010 erwartet.
Der CEO habe nochmals betont, dass Premiere ohne die Kapitalerhöhungen in diesem Jahr nicht überlebensfähig sei. Als nächsten kritischen Schritt sehe das Management die außerordentliche Hauptversammlung am 26. Februar, bei der eine weitere Kapitalerhöhung beschlossen werden solle. Das Unternehmen wolle dabei etwas mehr als 400 Mio. Euro erlösen. Bei der aktuellen Marktkapitalisierung entspreche dies einer starken Verwässerung von zukünftigen Gewinnen.
Folgende positive und negative Effekte sollten beachtet werden: Mit der News Corp. habe das Unternehmen einen erfahrenen Hauptaktionär. Ohne die anstehende Kapitalerhöhung sei Premiere nicht überlebensfähig. Operative bessere Zahlen seien frühestens Ende 2009 zu erwarten. Gewinne würden von der Gesellschaft frühestens 2010 erreicht.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihr Anlageurteil "verkaufen" für die Premiere-Aktie bei. Die Unsicherheiten bezüglich der Kapitalerhöhung und dem operativen Umfeld scheinen ihnen zu groß. Das Kursziel belasse man bei 2,00 Euro. (Analyse vom 16.02.2009) (16.02.2009/ac/a/d)
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
= Realtime
Aktuell
|
Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
| Antw. | Thema | Zeit |
| +++Morgenbericht mit Termine. | 25.04.21 | |
| +++Morgenbericht mit Terminen. | 25.04.21 | |
| 22 | Unmittelbarer Charttechnischer A. | 24.08.09 |
| 36 | SKY startet neue HD-Programm. | 08.06.09 |
| Löschung | 03.06.09 |








