Premiere verkaufen




07.08.08 16:21
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Premiere von "halten" auf "verkaufen" herab.

Heute habe Premiere die Zahlen zum zweiten Quartal bekannt gegeben. Bis auf die Umsatzerlöse, die durch einmalige Erlöse erhöht worden seien, seien die Zahlen unter den Erwartungen der Analysten ausgefallen. Vor allem habe sie enttäuscht, dass sich auch in diesem Quartal die Zahl der Abonnenten gegenüber dem Vorquartal rückläufig entwickelt habe.

Für das zweite Halbjahr plane die Gesellschaft, wie bereits mehrfach erwähnt, das Piraterieproblem zu lösen, was zu steigenden Abonnentenzahlen führen sollte. Sekundiert werde diese Entwicklung durch die aktuelle Werbekampagne des Unternehmens, die bis zu 40 Mio. EUR kosten werde.

Durch den Umstand bedingt, dass das Piraterieproblem voraussichtlich erst im dritten Quartal gelöst werde, würden die Analysten davon ausgehen, dass es frühestens im ersten Quartal 2009 zu spürbar höheren Umsätzen sowie positiveren Gewinnreihen kommen werde. Somit sollten auch das dritte sowie vierte Quartal 2008 eher schwache Ergebnisse aufweisen. Dies sollte sich nach Erachten der Analysten in den folgenden Monaten negativ auf den Kurs der Gesellschaft auswirken.

Nach Erachten der Analysten seien bei dieser Aktie folgende Punkte zu beachten: News Corp. könnte an einer Übernahme des Unternehmens interessiert sein. Im 2. Halbjahr werde die Lösung des Piraterieproblems angestrebt und der Start der Werbeoffensive. Zu den Punkten würden auch ein Abonnentenrückgang im ersten Halbjahr (auch bedingt durch die Piraterie) und Unsicherheit über den Erhalt und den zukünftigen Kosten der Bundesliga-Rechte gehören. Das Piraterieproblem setze der Gesellschaft weiterhin zu; bis zu 1,5 Mio. Haushalte würden Premiere nutzen, ohne zu zahlen. Die Umsatzdynamik sollte erst im ersten Quartal 2009 an Schwung gewinnen.

Nach den schwachen Zahlen zum zweiten Quartal würden die Analysten ihre Modelle nach unten anpassen. Sie würden nun nicht mehr von einem positiven Jahresüberschuss ausgehen. Für 2008 würden sie ihre EPS-Schätzung von 0,22 EUR auf -0,16 EUR und für 2009 von 0,39 EUR auf 0,07 EUR verringern.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe ermitteln anhand ihres DCF-Modells ein Kursziel von 10,00 EUR (alt 12,50), woraus sich das Anlageurteil "verkaufen" für die Aktie von Premiere ableitet. (Analyse vom 07.08.2008) (07.08.2008/ac/a/d)








 
 
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