Constantin nicht billig, aber gut




29.03.00 00:00
Prior Börse

Egbert Prior und seine Kollegen spekulieren bei der Präsentation der Zahlen von Constantin Film (WKN 580080) im Mai auf eine positive Überraschung.

Vor Steuern und Zinsen wolle Firmenchef Bernd Eichinger im laufenden Jahr nun 4,6 Mio. Euro verdienen. Doch selbst die neue Projektion könnte sich noch als konservativ erweisen. Denn Eichingers Pipeline sei gut gefüllt, bis Weihnachten sollen dem Börsen-Experten zufolge fünf weitere Kassenschlager folgen. Vielversprechend erscheine auch ein Output-Deal mit der amerikanischen Escape Artists. Constantin sichere sich dadurch den Zugriff auf etwa zwanzig Kinofilme in den nächsten sechs Jahren.

Constantin plane spezielle Angebote für Familien. Hier dürfte die strategische Beteiligung des Depottitels EM.TV, der 17% an Constantin halte, erste Früchte tragen. Schließlich würden die Unterföhringer über ein hochkarätiges Lizenzportfolio verfügen. Die Partner tüftelten schon an zwei internationalen Kinoprojekten, sie wollten unter anderem dem Drachen Tabaluga zu einem Comeback verhelfen. Zudem habe sich Eichinger eine Option auf eine Mehrheitsbeteiligung am Trickfilmspezialisten Hahn gesichert, der bereits die Comic-Helden Werner und Asterix erfolgreich auf die Leinwand gebracht habe.

Die Analysten von Crédit Agricole empfehlen laut Prior die Aktien mit einem Kursziel 80 Euro zum Kauf. Auch das Prior-Team traut dem Filmproduzenten noch einiges zu. Jedoch sollte man beachten, dass die aktuelle Börsenbewertung von knapp 700 Mio. Euro bereits einige Vorschußlorbeeren enthalte.

Auf Basis des für 2001 erwarteten Ergebnisses je Aktie von 0,78 Euro errechne sich ein strammes KGV von 70. Die Aktie sei nicht billig, aber gut.








 
 
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