AMD Fortsetzung positiven Trends erw.




01.02.06 12:51
Bank Hofmann

Felix Csajka, Analyst der Bank Hofmann, rechnet bei der Aktie von AMD (ISIN US0079031078 / WKN 863186) mit einer Fortsetzung des positiven Trends an der Börse.

Advanced Micro Devices, kurz AMD, sei 1969 in Sunnyvale (Kalifornien) gegründet worden und sei ein Halbleiterproduzent mit etwa 10.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen sei nach seinem Rivalen Intel der zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren für Computer und in Zusammenarbeit mit Fujitsu ein bedeutender Produzent von Flash-Speichern. Die Speicherchip-Sparte sei am 20. Dezember 2005 unter dem Namen Spansion an die Börse gebracht worden; AMD behalte eine Beteiligung von 38%. Die Firma habe letztes Jahr einen Umsatz von 5,8 Mrd. USD und einen Reingewinn von 166 Mio. USD erzielt. Ohne Speicherchip-Sparte hätte der Umsatz bei 3,9 Mrd. USD gelegen.

AMD habe dank seiner modernen Prozessortechnologie wie dual core (Prozessor mit zwei Rechenkernen) den Marktanteil bei PCs und besonders bei Servern deutlich erhöhen können. Im zweiten Halbjahr 2005 habe das Unternehmen auf Kosten Intels etwa fünf Prozentpunkte Marktanteil bei PC-Prozessoren gewonnen. Ein weiterer günstiger Faktor sei der Börsengang des volatilen Speicherchip-Geschäfts, der die strukturell höheren Margen des Kerngeschäfts offen lege. AMD habe im 4. Quartal 2005 laut Geschäftsbericht eine operative Marge von 11,2% erzielt. Wenn man die Speicherchip-Sparte abziehe, ergebe sich sogar ein Wert von 19,8%, also ein Margensprung von 8,6 Prozentpunkten.

Man glaube, dass AMD im technischen Vergleich mit dem mächtigen Konkurrenten Intel bei Serverund Desktop-Prozessoren gut abschneide. Das PC-Wachstum werde Ende 2006 durch die Lancierung des Betriebssystems Windows Vista einen Schub erhalten. Die Inbetriebnahme der neuen 300 mm-Fabrik in Dresden sei ein wichtiger Schritt für das Unternehmen, um die Stückzahl zu steigern.

Man erwarte dieses Jahr für AMD ohne Speicherchip-Sparte ein Umsatzwachstum von 48% und einen Reingewinn von 700 Mio. USD. Zum Kundenportfolio würden die Schwergewichte Hewlett-Packard Co. und Fujitsu Siemens, aber auch Unternehmen in Wachstumsmärkten wie Chinas Nummer eins und drei, Lenovo und Tsinghua Tongfang gehören. Die Bilanz habe sich in den letzten Monaten durch die Abspaltung der Speichersparte und die neulich erfolgte Kapitalerhöhung deutlich verbessert. Außerdem sei das Unternehmen ein attraktiver Fusionskandidat: Synergien mit einem Graphikchip-Spezialisten wie NVIDIA, ATI Technologies oder sogar einem IT-Giganten wie Samsung
Electronics seien durchaus plausibel und würden den Marktwert der Firma erhöhen.

Selbst Intels Chairman Craig Barrett habe kürzlich am Davoser Weltwirtschaftsforum lobende Worte zu AMD gefunden.

Die Analysten der Bank Hofmann erwarten eine Fortsetzung des positiven Trends bei der AMD-Aktie an der Börse.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US0079031078 863186 279,33 $ 83,75 $
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