Unilever hat ein schwieriges Jahr hinter sich — und das Schlimmste könnte noch bevorstehen. Die geplante Fusion der Foods-Sparte mit McCormick & Company trifft auf Skepsis, die Aktie notiert rund 21 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Am 30. April folgt das Q1-Trading-Statement: der erste echte Stimmungstest seit der Deal-Ankündigung.
Kursrückgang zieht sich durch das gesamte Jahr
Die Aktie verlor seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent und handelt aktuell bei 49,83 Euro — knapp vier Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 48,12 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 54,99 Euro, also fast zehn Prozent über dem aktuellen Kurs. Ein klares Zeichen: Der Markt hat noch nicht auf Erholung umgeschaltet.
Den Höhepunkt erreichte die Aktie im Februar 2026 bei 63,08 Euro, kurz nach den Q4-Zahlen. Dann sickerten Gerüchte über den Foods-Spinoff durch. Als der Deal im März bestätigt wurde, fiel der Kurs innerhalb von 24 Stunden um 3,29 Pfund je Aktie.
Warum der McCormick-Deal Anleger nicht überzeugt
Das Kernproblem: Viele Investoren glauben nicht, dass der Verkauf der Foods-Sparte den erhofften Wert freisetzt. Die Division ist groß und wirft verlässlich Cashflows ab. Wer sie abgibt, verliert einen stabilen Ergebnisanker — zumindest bis die Transaktion abgeschlossen ist.
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Hinzu kommt der regulatorische Weg. Der Deal braucht grünes Licht von der britischen CMA, der EU-Kommission und US-Behörden. In Kategorien wie Würzmittel, Saucen und Fertiggerichte könnten die Behörden Marktkonzentration kritisch prüfen. Auflagen zur Veräußerung einzelner Marken sind möglich — was die Attraktivität der Transaktion weiter mindern würde. Der Abschluss ist für Mitte 2027 geplant.
Analysten uneinig, Rückkaufprogramm als Stütze
Das Bild unter Analysten ist gespalten. RBC Capital stufte die Aktie Ende April auf "Hold" hoch, nachdem DZ Bank-Analyst Axel Herlinghaus am 9. April mit einem Kursziel von 5.250 Pence auf "Buy" gegangen war und verbesserte Marktstimmung als Grund nannte. Auf der anderen Seite steht Jefferies mit "Underperform". Weiss Ratings senkte Ende März auf "Sell", Deutsche Bank bereits im Februar von "Buy" auf "Hold".
Ein konkreter Unterstützungsfaktor: Unilever plant, im zweiten Quartal 2026 ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Euro zu starten. Langfristig sollen aus den Transaktionserlösen des McCormick-Deals insgesamt sechs Milliarden Euro in Rückkäufe zwischen 2026 und 2029 fließen.
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Q1-Zahlen als nächster Prüfstein
Das Trading-Statement am 30. April wird zeigen, ob das operative Geschäft trotz Umbau stabil geblieben ist. Das Management erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum am unteren Ende der Zielspanne von vier bis sechs Prozent. Schwäche in Schwellenländern wie China, Indonesien und Brasilien bremst, während Nordamerika gut läuft. Bis regulatorische Signale aus London, Brüssel oder Washington mehr Klarheit bringen, bleibt die Aktie anfällig für jeden neuen Schlagzeile rund um den Deal.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 49,695 € | 49,035 € | 0,66 € | +1,35% | 24.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| GB00BVZK7T90 | A41NM1 | 63,45 € | 46,99 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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49,695 € | +1,35% | 24.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 57,56 $ | +2,24% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 49,67 € | +1,35% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 49,505 € | +1,23% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 49,59 € | +1,14% | 24.04.26 |
| Xetra | 49,57 € | +1,00% | 24.04.26 |
| Hamburg | 49,56 € | +0,98% | 24.04.26 |
| Hannover | 49,56 € | +0,98% | 24.04.26 |
| München | 49,145 € | +0,08% | 24.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 644 | unilever plc | 12.04.26 |








