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TUI: Kreuzfahrtschiffe am 19. April befreit




24.04.26 21:37
Börse Global

TUI: Kreuzfahrtschiffe am 19. April befreit

Der Iran-Krieg kostet TUI Millionen — und das spürt die Aktie. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 28 Prozent verloren, allein in den vergangenen sieben Tagen rund 15 Prozent. Am Freitag notiert die Aktie bei 6,42 Euro und damit gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 6,15 Euro.


Östliches Mittelmeer bricht ein

Der gebuchte Umsatz im Segment Märkte und Airline liegt für den Sommer sieben Prozent unter Vorjahr. Haupttreiber: rückläufige Buchungen für die Türkei, Zypern und Ägypten seit Ausbruch des Konflikts — plus die Nachwirkungen eines Hurrikans in der Karibik. Allein im März kostete der Krieg TUI rund 40 Millionen Euro durch Rückholaktionen und Betriebsbeeinträchtigungen.


Kunden buchen zögerlicher und näher am Abflugtermin. Das zwingt TUI, Kapazitäten kurzfristig umzuschichten — weg vom östlichen Mittelmeer, hin zu Spanien, Portugal und der nordafrikanischen Atlantikküste. Solche Umschichtungen drücken auf die Margen, weil Hotelkontingente und Flugrechte in Echtzeit teurer eingekauft werden müssen.

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Kreuzfahrtschiffe wieder in Fahrt

Ein konkretes Krisenkapitel ist abgeschlossen. Nach dem Konfliktausbruch Ende Februar repatriierte TUI rund 10.000 Gäste, darunter etwa 5.000 Passagiere der Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5, die in Abu Dhabi und Doha festlagen. Alle Fahrten bis Mitte Mai 2026 wurden abgesagt. Am 19. April verließen beide Schiffe während einer Kampfpause den Persischen Golf — ab Mitte Mai sollen sie ihre Mittelmeer-Routen aufnehmen.


Q2 besser als gefürchtet — Prognose trotzdem ausgesetzt

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet TUI ein bereinigtes EBIT zwischen plus 5 und plus 25 Millionen Euro — eine deutliche Verbesserung gegenüber minus 207 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Vorstand führt das auf strukturelle Kosteneinsparungen im Bereich Märkte und Airline zurück.


Die Jahresumsatzprognose hat TUI dennoch ausgesetzt. Bernstein Research hält die Einstufung „Market-Perform" mit einem Kursziel von 9,20 Euro aufrecht. Analyst Richard J. Clarke betont, dass es sich nicht primär um ein Treibstoffproblem handle — 83 Prozent des Kerosins für den Sommer seien bereits abgesichert. Das Problem ist die Nachfrageseite.


Der RSI liegt bei 27 — ein technisch überverkauftes Niveau. Ob das eine Erholungsbasis bildet, hängt maßgeblich davon ab, was TUI am 13. Mai mit den Q2- und H1-Zahlen liefert — und wie sich die Lage im Nahen Osten bis dahin entwickelt.


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