Volle Auftragsbücher treffen auf massive Leerverkäufe. Bei Stadler Rail klaffen operatives Geschäft und Börsenstimmung weit auseinander. Der Zughersteller sammelte diese Woche gleich zwei wichtige Aufträge ein. Die Aktie gab am Freitag dennoch fast drei Prozent nach.
Neue Straßenbahnen für Sachsen
Die Verkehrsbetriebe in Görlitz und Zwickau bestellen 14 Niederflurbahnen vom Typ TINA. Stadler setzte sich in der Endrunde gegen mehrere Konkurrenten durch. Die Sachsen hatten den Auftrag ursprünglich an ein anderes Konsortium vergeben, das jedoch finanziell ins Straucheln geriet und übernommen wurde.
Die Folge: Stadler fertigt die neuen Züge nun ab 2028 in Polen. Sie erhalten moderne Klimaanlagen und Kollisionswarnsysteme. Der Bahntyp fährt bereits erfolgreich in Städten wie Rostock, Darmstadt oder Basel.
Digitalisierung im Heimatmarkt
Parallel dazu stärkt das Unternehmen sein Signalling-Geschäft in der Schweiz. Die Baselland Transport AG rüstet ihr Kernnetz mit dem Zugsicherungssystem NOVA Pro aus. Das System übernimmt die Geschwindigkeitsregelung und die Steuerung der Bahnübergänge vollkommen automatisch. Der Fahrer muss die Strecke dafür nur noch freigeben.
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Die Technik bewährt sich bereits auf der Waldenburgerbahn. Dort erreichen die Züge eine Pünktlichkeit von über 99 Prozent. Ab diesem Jahr erhalten Dutzende Basler Trams das neue System, bevor in drei Jahren ein erster Testbetrieb auf der Linie 11 startet. Die Züge kommunizieren dabei über das öffentliche 5G-Mobilfunknetz.
Leerverkäufer wetten dagegen
An der Börse dominiert indes Skepsis. Die Aktie notierte am Freitagabend bei 23,38 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit noch ein Plus von knapp sechs Prozent auf der Kurstafel. Mitte April erreichte das Papier noch ein Jahreshoch bei gut 25 Euro.
Aktionäre blicken nun auf den 7. Mai. An diesem Tag wird das Papier ex-Dividende gehandelt. Für das abgelaufene Jahr zahlt Stadler planmäßig 0,50 Schweizer Franken je Anteilsschein.
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Trotz der vollen Auftragsbücher wetten viele Investoren gegen den Konzern. Laut UBS-Daten weist Stadler eine der höchsten Leerverkaufsquoten im gesamten Schweizer Markt auf, weshalb aktuell nur einer von neun Analysten zum Kauf der Aktie rät.
Der nächste Härtetest folgt im August. Dann präsentiert das Management den Halbjahresbericht. Investoren fordern klare Beweise, dass der teure Kapazitätsaufbau die finanzielle Gesundheit des Unternehmens nicht belastet. Stadler peilt für das Gesamtjahr einen Umsatz von über fünf Milliarden Franken an. Die operative Marge soll die Marke von fünf Prozent übertreffen.
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| CH0002178181 | A2ACPS | 26,98 € | 19,09 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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23,56 € | -2,32% | 24.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 26,50 $ | +8,30% | 27.01.26 |
| München | 24,22 € | -0,82% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 24,08 € | -2,11% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 23,54 € | -2,24% | 24.04.26 |
| Hamburg | 23,90 € | -2,45% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 23,40 € | -3,62% | 24.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 20 | Stadler Rail AG - Thread! | 14.11.24 |








