ROUNDUP: Russland greift Ukraine mit Raketen und Drohnen an
25.04.26 08:54
dpa-AFX
KIEW (dpa-AFX) - Russland hat in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen ukrainische Städte gestartet. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet; auch die Hauptstadt Kiew und eine Reihe anderer Städte wurden angegriffen. Allein in Dnipro seien mindestens 18 Zivilisten verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mit.
Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer Marschflugkörper abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.
580 russische Drohnen abgefangen
In ihrer Bilanz am Morgen sprach die ukrainische Luftwaffe von 619 feindlichen Drohnen sowie 47 Raketen und Marschflugkörpern verschiedener Typen. 580 Drohnen seien abgefangen worden. Von den Marschflugkörpern Ch-101 und ballistischen Raketen Kalibr seien die meisten ausgeschaltet worden. Kein wirksames Mittel hat die Ukraine gegen Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander-M.
Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das russische Militär hält knapp ein Fünftel des Nachbarlandes besetzt, daneben versetzen immer neue Luftangriffe vor allem die ukrainische Bevölkerung in Schrecken.
Ukrainische Drohnenangriffe am Ural
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der Nacht seien 127 angreifende ukrainische Drohnen abgefangen worden. Gemeldet wurden Angriffe auf die Wolga-Region, aber auch weit im Osten auf die Städte Perm und Jekaterinburg am Ural. In Jekaterinburg seien sechs Menschen verletzt worden, teilte Gebietsgouverneur Denis Pasler mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Angaben zu angegriffenen Militärzielen oder Industrieanlagen gab es nicht./cha/DP/he








