Der Labordiagnostik-Konzern hat heute Abend die Anleger kalt erwischt. Eine deutlich gesenkte Jahresprognose und schwache Quartalszahlen schicken die Aktie im nachbörslichen US-Handel um knapp vier Prozent nach unten.
Der Knackpunkt: QuantiFERON bricht ein
Das Kernproblem lässt sich auf ein einziges Produkt zuspitzen. QuantiFERON, der Tuberkulose-Test, verlor im ersten Quartal 2026 fünf Prozent an Umsatz — und das liegt nicht etwa an medizinischen Trends, sondern an der US-Einwanderungspolitik. Die stark gesunkene Nachfrage nach Immigrationstests in den USA und im Nahen Osten reißt ein spürbares Loch in die Kasse. Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 503 Millionen Dollar für dieses einzelne Produkt ist der Hebel enorm.
Hinzu kommt die spürbare Kaufzurückhaltung amerikanischer Life-Sciences-Kunden, die das Management auf geopolitische Unsicherheiten und das Zollumfeld zurückführt. Das Ergebnis: Die Wachstumsprognose für 2026 rutschte von mindestens fünf Prozent auf nur noch ein bis zwei Prozent — gemessen in konstanten Wechselkursen. Den bereinigten Gewinn je Aktie schraubt das Unternehmen von bisher mindestens 2,50 Dollar auf mindestens 2,43 Dollar herunter.
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Wo die Zahlen funktionieren
Das Bild ist nicht durchweg düster. Der Bereich Probentechnologien legte im ersten Quartal um neun Prozent zu, angetrieben durch automatisierte Verbrauchsmaterialien und die Übernahme von Parse, die nach eigenen Angaben besser als geplant läuft. QIAcuity Digital PCR erzielte zweistelliges Wachstum, und die Bioinformatik-Sparte QIAGEN Digital Insights wuchs ebenfalls solide. Selbst bei QIAstat-Dx stiegen die Verbrauchsmaterialumsätze — neue Panels für Magen-Darm-Erkrankungen und Meningitis belebten das Geschäft trotz einer schwachen Erkältungssaison.
Der Gesamtumsatz für das erste Quartal lag bei 492 Millionen Dollar, auf berichteter Basis ein Plus von zwei Prozent — beim bereinigten Gewinn je Aktie von 54 Cent traf man die eigene Prognose punktgenau. Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von rund zwei Prozent auf 534 Millionen Dollar, bei einem stabilen bereinigten Ergebnis je Aktie von mindestens 60 Cent.
Für die zweite Jahreshälfte setzt das Management auf Erleichterung durch den vollständigen Wegfall der eingestellten Produktlinien NeuMoDx und Dialunox sowie auf neue Produkteinführungen und eine schrittweise Erholung bei QuantiFERON. Ob die Immigration-Nachfrage tatsächlich nur eine vorübergehende Delle ist — wie das Management argumentiert — oder ob die politischen Rahmenbedingungen in den USA diesen Testmarkt dauerhaft verkleinern, wird sich in den kommenden Quartalsberichten zeigen.
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NL0015002SN0 | A41HBE | 49,50 € | 31,27 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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31,27 € | -3,70% | 08:54 |
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| Xetra | 32,635 € | +0,17% | 27.04.26 |
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