Petrobras hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Neue strategische Weichen, ein überarbeitetes Governance-Modell bei der Tochter Braskem und ein regulatorisches Ultimatum — das alles verdichtet sich zu einem Bild, das zeigt, wie viel der brasilianische Staatskonzern gerade gleichzeitig bewegt.
Kooperation mit Mexiko
Am 24. April traf CEO Magda Chambriard in Mexiko mit Präsidentin Claudia Sheinbaum und Pemex-Vertretern zusammen. Thema: gemeinsame Tiefseebohrprojekte im Golf von Mexiko. Die Gespräche knüpfen an Kooperationsinitiativen an, die bis ins Jahr 2005 zurückreichen. Petrobras will seine Expertise in der Ultratiefseeförderung exportieren — Pemex bringt die Konzessionen mit. Ob daraus konkrete Projekte werden, ist offen.
Braskem: Neue Spielregeln
Einen Tag zuvor, am 23. April, einigte sich Petrobras mit dem Finanzinvestor IG4 auf ein neues Aktionärsabkommen für Braskem. Petrobras hält weiterhin 36,1 Prozent am Gesamtkapital, IG4 kommt auf 34,3 Prozent.
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Das Abkommen schreibt geteilte Kontrolle fest. Strategische Entscheidungen erfordern künftig Konsens beider Seiten. Aufsichtsrat und Führungsebene sollen paritätisch besetzt werden. Das ist kein Selbstläufer: Braskem schrieb 2025 erhebliche Verluste und trägt Schulden von 9,4 Milliarden US-Dollar. Die neue Governance soll den Umbau des Petrochemiekonzerns strukturieren — ein Prozess, der Zeit braucht.
Regulatorische Frist
Die brasilianische Erdölbehörde ANP hat Petrobras eine Nachfrist gesetzt. Bis zum 1. Juni 2026 muss das Unternehmen einen Zeitplan vorlegen, wie die Gasaufbereitungsanlage UTGCA in Caraguatatuba den Methangehalt im verarbeiteten Gas von 80 auf 85 Prozent steigern soll. Die Anlage verarbeitet täglich rund 20 Millionen Kubikmeter Erdgas aus dem Santos-Becken. Verpasst Petrobras die Frist, droht ein formelles Sanktionsverfahren.
Kurs und Dividende
Die Petrobras-Aktie schloss die Woche mit einem leichten Minus. Mit einem RSI von knapp 30 nähert sich der Titel technisch überverkauftem Terrain — das spiegelt auch den schwächeren Ibovespa wider, der in der Berichtswoche um 2,55 Prozent nachgab. Auf Jahressicht steht die Aktie dennoch rund 57 Prozent im Plus. Am 24. April lief der Ex-Dividendentag für eine Quartalsdividende von 0,12 US-Dollar je ADR-Anteil; die Auszahlung ist für Ende Mai geplant.
Intern gab Petrobras außerdem bekannt, mehreren Führungskräften — darunter CFO und Chief Upstream Officer — Phantom Shares aus dem unternehmenseigenen Vergütungsprogramm zuzuteilen. Die Anteile sind an den Kurs der Stammaktie gekoppelt und werden in vier Jahrestranchen fällig. Das Ziel: Managementinteressen langfristig mit denen der Aktionäre verzahnen.
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| 7,784 € | 7,94 € | -0,156 € | -1,96% | 24.04./21:58 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| BRPETRACNPR6 | 899019 | 8,18 € | 4,72 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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7,784 € | -1,96% | 24.04.26 |
| München | 7,887 € | +2,12% | 24.04.26 |
| Hamburg | 7,761 € | -0,69% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 7,70 € | -2,91% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 7,67 € | -2,91% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 7,485 € | -4,09% | 24.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 234 | PETROLEO | 23.12.25 |








