An diesem Wochenende verschwindet die Marke Santander aus weiten Teilen des polnischen Straßenbildes. Die Erste Group flaggt Hunderte Filialen auf ihr eigenes Design um und vollzieht einen der größten Rückzüge einer ausländischen Bank aus Mitteleuropa. Für Aktionäre rückt indes ein ganz anderes Datum in den Fokus: Am Dienstag präsentiert das Management die finanzielle Rechnung für diese Expansion.
Teurer Umbau drückt auf die Bilanz
Das Privatkunden- und KMU-Geschäft der Santander Bank Polska geht nun endgültig in der österreichischen Bankengruppe auf. Der Umbau hat seinen Preis. Auf Konzernebene fallen Integrationsaufwendungen von rund 180 Millionen Euro an. Hinzu kommt eine Einmalbelastung von 300 Millionen Euro aus der Portfoliobewertung.
Parallel dazu belasten externe Faktoren das Zahlenwerk. Das Management rechnet für das laufende Jahr mit regulatorischen Abgaben und Bankensteuern von rund 450 Millionen Euro, schwerpunktmäßig in Ungarn und Rumänien. In Letzterem trübt sich das makroökonomische Umfeld spürbar ein. Analysten der Bank prognostizieren für Rumänien ein mageres Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent.
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Harter Stresstest für die Kapitaldecke
Wie tief diese Faktoren ins Kontor schlagen, zeigt der anstehende Quartalsbericht. Er liefert erstmals voll konsolidierte Zahlen inklusive der polnischen Tochter. Die harte Kernkapitalquote wird im ersten Quartal voraussichtlich um 460 Basispunkte einbrechen. Ausgangspunkt war ein solider Jahresendstand von 19,3 Prozent.
Trotz des Kapitalrückgangs hält der Vorstand an seinen ambitionierten Jahreszielen fest. Der bereinigte Nettogewinn soll die Marke von vier Milliarden Euro knacken. Die angestrebte Eigenkapitalrendite liegt bei rund 19 Prozent. Die operative Basis dafür steht: Im vergangenen Jahr kletterte der Gewinn dank eines starken Kreditgeschäfts bereits auf 3,5 Milliarden Euro.
Aktie sucht nach Boden
An der Börse sorgte zuletzt der Dividendenabschlag vom Wochenanfang für Bewegung. Die Aktie rutschte ab und beendete den Freitagshandel bei 99,70 Euro. Auf Wochensicht steht damit ein Minus von knapp sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Damit klammert sich der Titel derzeit hauchdünn an seinen mittelfristigen Trenddurchschnitt.
Am 30. April liefert der Quartalsbericht die harten Fakten zur tatsächlichen Kapitalbelastung. Bestätigen die Zahlen den kalkulierten Rahmen der Integrationskosten, rücken die operativen Jahresziele der Bank wieder in den Vordergrund.
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| AT0000652011 | 909943 | 111,90 € | 58,45 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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99,85 € | -0,25% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 99,65 € | +0,71% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 100,00 € | +0,50% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 99,95 € | +0,10% | 24.04.26 |
| Xetra | 99,70 € | -0,30% | 24.04.26 |
| Hamburg | 99,65 € | -0,75% | 24.04.26 |
| Hannover | 99,65 € | -0,75% | 24.04.26 |
| München | 99,40 € | -1,39% | 24.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 118,35 $ | -1,69% | 23.04.26 |
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