Aluminiummarkt: Russisches Verbot ab 31. Dezember




26.04.26 11:40
Börse Global

Aluminiummarkt: Russisches Verbot ab 31. Dezember

Die Ära des uneingeschränkt verfügbaren Aluminiums in Europa nähert sich ihrem Ende. Während der Preis an der London Metal Exchange (LME) am Freitag leicht auf 3.607,75 USD nachgab, zeigt der längerfristige Trend steil nach oben. Seit Jahresbeginn hat das Leichtmetall bereits um knapp 23 Prozent an Wert gewonnen.


Mit einem Plus von rund 15 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage bewegt sich der Kurs weiterhin nahe seinem 52-Wochen-Hoch. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 51,8 eine neutrale Marktlage. Dies deutet darauf hin, dass der jüngste Preisanstieg trotz der hohen Dynamik bisher nicht zu einer massiven technischen Überhitzung geführt hat.


Regulatorischer Druck auf russisches Metall

Der Markt stellt sich derzeit auf den schrittweisen Abschied von russischem Material ein. Seit Februar gelten verschärfte Nachweispflichten für Bestände in EU-gelisteten Lagerhäusern. Diese Maßnahmen bereiten das vollständige Einfuhrverbot vor, das am 31. Dezember 2026 in Kraft tritt.


Indes sinken die Bestände an russischem Aluminium in europäischen Depots bereits spürbar. Marktbeobachter achten in der kommenden Woche besonders auf neue Lagerberichte. Diese geben Aufschluss darüber, ob Umschichtungen in Regionen außerhalb der EU an Fahrt aufnehmen.

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Dekarbonisierung schafft neue Preisstrukturen

Neben geopolitischen Faktoren verändert die ökologische Transformation die Preisbildung. Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der EU verpflichtet Produzenten zunehmend zur Offenlegung ihrer Emissionsdaten. In der Folge etabliert sich eine „Grüne Prämie“ für kohlenstoffarm produziertes Metall.


Vor allem die Automobilindustrie treibt diese Entwicklung voran. Schätzungen gehen davon aus, dass der Transportsektor im laufenden Jahr rund 28 Prozent des weltweiten Verbrauchs beansprucht. Der Bedarf an spezialisierten Legierungen für Elektrofahrzeuge stützt dabei die langfristigen Prognosen.


In der neuen Handelswoche rücken die Einkaufsmanagerindizes aus den USA und China in den Fokus. Diese Daten gelten als wichtige Frühindikatoren für die Nachfrage aus der Bau- und Verpackungsindustrie. Parallel dazu liefern die LME-Positionierungsdaten Einblicke in das Verhalten institutioneller Investoren.

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Indes bleibt die physische Verfügbarkeit das zentrale Thema für kurzfristig orientierte Akteure. Die täglichen Berichte über die On-Warrant-Bestände in den LME-Lagern werden zeigen, wie stark der Markt tatsächlich unterversorgt ist. Analystenmodelle taxieren das Preisniveau zum Quartalsende auf etwa 3.643 USD pro Tonne. Voraussetzung dafür bleibt ein stabiles makroökonomisches Umfeld ohne neue logistische Engpässe an den globalen Handelsrouten.


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