Zwei neue Führungskräfte in einer Woche, ein Rekordquartal in Sichtweite — und trotzdem notiert die Aktie mehr als 54 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Bei AeroVironment klaffen Wachstumsstory und Kurswirklichkeit gerade weit auseinander.
Doppelter Führungswechsel mit klarer Botschaft
Am 13. April übernahm Dr. Robert Smith das neu geschaffene Amt des Chief Operating Officers. Smith kommt von Raytheon, wo er das Radar- und Elektronik-Kampfportfolio verantwortete, und bringt zwölf Jahre Lockheed-Martin-Erfahrung mit. Seine Aufgabe: die Fertigungskapazitäten hochzufahren, während die Auftragsbücher überlaufen.
Nur wenige Tage später folgte die CFO-Neubesetzung. Sean Woodward, 44, tritt das Amt am 1. Mai an — ein Eigengewächs, das seit 2010 im Unternehmen ist und zuletzt als CFO des Autonomous-Systems-Segments fungierte. Sein Jahresgehalt beträgt 515.000 Dollar, dazu kommt ein Bonusziel von 70 Prozent des Grundgehalts sowie ein Aktienpaket aus Performance- und zeitbasierten Einheiten. Amtsinhaber Kevin McDonnell begleitet den Übergang bis Ende Juli in beratender Funktion.
Die Botschaft hinter den Personalentscheidungen ist eindeutig: AeroVironment will operative Schlagkraft und Finanzdisziplin gleichzeitig stärken — genau dann, wenn beides gefragt ist.
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Wachstum ja, Margen nein
Die Zahlen des dritten Fiskalquartals zeigen das Dilemma scharf. Der Umsatz kletterte auf 408 Millionen Dollar — ein Plus von 143 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Buchungen von 2,1 Milliarden Dollar und ein Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Dollar signalisieren anhaltend starke Nachfrage.
Die Kehrseite: Die Bruttomarge kollabierte von 38 auf 24 Prozent. Treiber sind der gestiegene Anteil von Serviceumsätzen aus der BlueHalo-Akquisition sowie erhöhte Abschreibungen. Obendrein musste das Unternehmen einen Goodwill-Abschreiber von 151 Millionen Dollar verdauen — ausgelöst durch einen Stop-Work-Order beim BADGER-Antennenprogramm für die US Space Force.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet AeroVironment Erlöse zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Dollar bei einem bereinigten EBITDA von 265 bis 285 Millionen Dollar.
Kurs weit unter Druck
An der Börse spiegelt sich die Wachstumsfantasie kaum wider. Die Aktie schloss die Woche bei 162,55 Euro — rund 31 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt, der RSI liegt bei 27 und signalisiert überverkauftes Terrain. Auf Jahressicht steht ein Minus von knapp 26 Prozent zu Buche.
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KeyBanc Capital Markets senkte nach den Q3-Zahlen das Kursziel auf 295 Dollar, behielt aber das Overweight-Rating. Das impliziert aus heutiger Sicht erhebliches Aufwärtspotenzial — sofern das vierte Quartal hält, was das Management verspricht.
Das neue 140.000-Quadratfuß-Werk in Salt Lake City mit einer Produktionskapazität von rund 2 Milliarden Dollar jährlich und das frisch vorgestellte MAYHEM-10-System mit einer Zielkapazität von 240 Einheiten pro Monat sind die Wetten auf genau dieses Szenario. Ob das Q4-Rekordversprechen eingelöst wird, zeigen die Jahreszahlen Ende April.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 196,31 $ | 201,77 $ | -5,46 $ | -2,71% | 24.04./22:16 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US0080731088 | A0MJX7 | 416,71 $ | 143,23 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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167,90 € | -2,81% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 175,00 € | +1,39% | 24.04.26 |
| AMEX | 208,89 $ | 0,00% | 22.04.26 |
| Düsseldorf | 168,40 € | -1,49% | 24.04.26 |
| München | 175,28 € | -2,44% | 24.04.26 |
| Nasdaq | 196,31 $ | -2,71% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 167,05 € | -2,88% | 24.04.26 |
| NYSE | 196,08 $ | -2,91% | 24.04.26 |
| Hamburg | 171,15 € | -4,04% | 24.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 26 | Dronen, sollte man hier nicht in. | 19.03.26 |








