Der Jenaer E-Commerce-Softwareanbieter hat heute seine Quartalszahlen für die ersten drei Monate 2026 vorgelegt — und die Botschaft ist klar: Das eingeleitete Sparprogramm zeigt Wirkung. Trotz eines Umsatzrückgangs auf 7,9 Millionen Euro (nach 9,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum) dreht das operative Ergebnis mit 0,1 Millionen Euro ins Plus. Die Aktie reagierte mit einem kräftigen Kurssprung von rund 7,8 Prozent auf 1,18 Euro.
40 Stellen gestrichen — und das Ergebnis hält sich
Das Kostensenkungsprogramm war, wie die Finanzvorständin selbst formulierte, alles andere als sanft. Betriebliche Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 3,8 Millionen Euro. Im Vertrieb wurden die Ausgaben um 19 Prozent gekappt, in Forschung und Entwicklung um 11 Prozent. Innerhalb eines Jahres schrumpfte die Belegschaft um 40 Personen auf rund 220 Mitarbeiter — durch Kündigungen und nicht nachbesetzte Stellen, und das nicht nur am Standort Jena, sondern auch in Nordamerika.
Der operative Cashflow verbesserte sich dabei deutlich: Statt eines Mittelabflusses von 0,1 Millionen Euro im Vorjahr flossen im ersten Quartal 2026 netto 2,9 Millionen Euro ins Unternehmen. Die liquiden Mittel stiegen bis Ende März um 25 Prozent auf 10,9 Millionen Euro.
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Cloud wächst — doch der ARR gibt nach
Im strategisch zentralen Cloud-Segment läuft es zweigespalten. Auf der positiven Seite: Die Clouderlöse legten um 3 Prozent auf 5,3 Millionen Euro zu, ihr Anteil am Gesamtumsatz kletterte um elf Prozentpunkte auf 67 Prozent. Der Cloud-Auftragseingang stieg um 8 Prozent auf 4,2 Millionen Euro.
Weniger erfreulich ist der Blick auf den jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR): Dieser sank zum 31. März 2026 um 4 Prozent auf 19,6 Millionen Euro. Der Net New ARR — also Neugeschäft abzüglich Kündigungen — rutschte auf minus 0,6 Millionen Euro, nach plus 0,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ursache sind hauptsächlich nicht verlängerte Kundenverträge aus 2025, die nun auslaufen. Das Neukundengeschäft bleibt das eigentliche Sorgenkind: Viele mittelständische Unternehmen halten angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit ihre Investitionsbudgets zurück.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management ein ausgeglichenes EBIT an — bei einem erneut leicht rückläufigen Umsatz. Als möglicher Impulsgeber gilt das für Mai geplante Spring Release 2026: KI-Agenten sollen Geschäftsprozesse bei Kunden automatisieren und Intershop im wachsenden Segment des sogenannten Agentic-B2B-Commerce positionieren. Ob die neue Software-Generation das stockende Neukundengeschäft wieder in Schwung bringt, wird sich spätestens in den Zahlen des zweiten Quartals zeigen.
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| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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1,15 € | -2,54% | 24.04.26 |
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