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Canopy Growth: 21% Sprung auf Reclassification




23.04.26 14:45
Börse Global

Canopy Growth: 21% Sprung auf Reclassification

Die US-Regierung bereitet die bedeutendste Drogenpolitik-Reform seit über 50 Jahren vor — und Cannabis-Aktien reagieren prompt. Berichte, wonach die Trump-Administration Marihuana von Schedule I auf Schedule III herabstufen will, trieben Canopy Growth am Mittwoch um mehr als 19 Prozent nach oben.


Was die Umstufung bedeutet

Eine Reklassifizierung würde Marihuana in dieselbe Kategorie wie verschreibungspflichtige Schmerzmittel einordnen: anerkannter medizinischer Nutzen, aber gewisses Missbrauchspotenzial. Legalisierung bedeutet das nicht. Wer wegen Besitzes inhaftiert ist, käme dadurch nicht frei.


Für die Branche wäre der Schritt dennoch erheblich. Aktuell greift Section 280E des US-Steuerrechts: Cannabis-Unternehmen dürfen gewöhnliche Betriebsausgaben nicht absetzen — eine strukturelle Kostenbremse, die bei einer Umstufung entfallen würde. Außerdem würden DEA-Hürden für medizinische Forschung sinken, was klinische Studien und die Entwicklung neuer Therapien erleichtern dürfte.


Parallel dazu läuft ein weiteres Programm an: Medicare erstattet im Rahmen eines Pilotprojekts erstmals bestimmte CBD-Produkte — bis zu 500 Dollar pro Patient und Jahr für teilnehmende Anbieter.

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Canopy USA wartet auf den Startschuss

Canopy Growth selbst kann den US-Markt bislang nicht direkt betreten. Als Nasdaq-notiertes Unternehmen darf es erst dann US-Cannabis-Betriebe direkt halten, wenn Marihuana auf Bundesebene legalisiert ist. Die wirtschaftliche Beteiligung läuft über das Vehikel Canopy USA, dessen Zahlen bisher nicht in den Konzernabschluss einfließen. Canopy USA hält Beteiligungen an Marken wie Jetty, Wana und Acreage.


Das Unternehmen begrüßte die Entwicklung ausdrücklich. Die Umstufung markiere „einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der föderalen Cannabis-Politik" und schaffe „einen rationaleren, wissenschaftsbasierten Rahmen, der den Forschungszugang erweitert, die Patientenversorgung verbessert und den Übergang zu regulierten Vertriebskanälen stärkt", so Canopy in einer Stellungnahme.


Kurssprung auf schwachem Fundament

Der breite Sektor zog mit. Der AdvisorShares Pure Cannabis ETF MSOS, der US-Unternehmen wie Curaleaf und Trulieve bündelt, legte am Mittwoch über 21 Prozent zu.

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Die finanzielle Ausgangslage von Canopy bleibt allerdings angespannt. Rund 371 Millionen kanadische Dollar Kassenbestand stehen etwa 225 Millionen kanadischer Dollar Langfristschulden gegenüber. Der operative Cashflow ist zwar noch negativ, verbesserte sich im Neunmonatszeitraum bis Dezember 2025 aber deutlich — von minus 132,6 Millionen auf minus 45,5 Millionen kanadische Dollar.


Offen bleibt, welchen konkreten Schritt die Administration als nächstes unternimmt. Die DEA-Anhörungen, die für eine formelle Reklassifizierung gesetzlich vorgeschrieben sind, wurden bereits für Januar 2025 angesetzt — und dann nach Amtsantritt Trumps ins Stocken geraten. Ob das angekündigte Exekutivdekret den Prozess neu anstoßen oder beschleunigen kann, entscheidet darüber, wie schnell aus politischem Signal regulatorische Realität wird.


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