Rund 1.700 Stellen streichen, 1.400 neue schaffen — und trotzdem die Umsatzprognose anheben. ASML hat in dieser Woche gleich mehrere Weichen gestellt, die das Bild des niederländischen Chipausrüsters neu justieren.
Umbau von innen
Der Stellenabbau ist kein klassisches Sparprogramm, sondern ein gezielter Eingriff in die Hierarchie. Betroffen sind Abteilungsleiter, Projektverantwortliche, Scrum Master und Architekten — also genau jene Koordinationsebenen, die in schnell gewachsenen Technologieunternehmen oft zur Bremse werden. Rund 1.400 der wegfallenden Stellen liegen in den Niederlanden. Die Zahl der betroffenen US-Positionen wurde zuletzt von 300 auf 185 nach unten korrigiert.
Parallel dazu plant ASML, 1.400 neue Ingenieursstellen zu besetzen, um die Nachfrage nach Halbleiterfertigungsanlagen bedienen zu können. Für den Sommer ist ein sechswöchiger Einstellungsstopp vorgesehen, um den Übergang zu managen. Der Umbau kommt nicht aus dem Nichts: Im März 2026 legten mehr als 1.000 Mitarbeiter am Hauptstandort Veldhoven die Arbeit nieder.
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TSMCs Nein zu High-NA trifft den Kurs
Der stärkere Kurstreiber dieser Woche war eine Meldung aus Taiwan. TSMC, ASMLs größter Kunde, will die neuesten High-NA-EUV-Systeme frühestens 2029 in der Massenproduktion einsetzen — beim Start des A13-Knotens. Als Hauptgrund nannten TSMC-Manager den Preis: Ein einzelnes Gerät kostet mehr als 400 Millionen Dollar.
Bis dahin bleibt TSMC bei der bewährten Low-NA-EUV-Technologie, auch für den kommenden N2U-Knoten. Intel geht einen anderen Weg und setzt die High-NA-Systeme bereits ein. Die TSMC-Ankündigung drückte die ASML-Aktie am Dienstag zeitweise um bis zu 5,5 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei rund 1.223 Euro — ein Minus von gut zwei Prozent gegenüber dem Vortag, aber noch deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 961 Euro.
Prognose hoch, Geopolitik bleibt Risiko
CEO Christophe Fouquet hob trotz allem die Umsatzprognose für 2026 an. ASML erwartet nun Jahreserlöse zwischen 36 und 40 Milliarden Euro. Rückenwind liefert die anhaltend starke Nachfrage nach KI-Speicherchips.
Auf der anderen Seite bleibt China ein strukturelles Risiko. Der Anteil am Gesamtumsatz ist von rund 46 Prozent Ende 2023 auf etwa 20 Prozent gesunken. Im US-Repräsentantenhaus brachte ein Ausschuss zudem den sogenannten MATCH Act voran — ein parteiübergreifendes Gesetz, das Schlupflöcher bei Exportkontrollen schließen soll. Konkret könnte es den Verkauf und die Wartung von DUV-Immersionssystemen an chinesische Hersteller weiter einschränken. Ob das Gesetz den Kongress passiert, entscheidet darüber, wie stark dieser Gegenwind noch werden kann.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1.220,2 € | 1.233,8 € | -13,60 € | -1,10% | 23.04./19:09 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NL0010273215 | A1J4U4 | 1.327 € | 564,10 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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1.220,2 € | -1,10% | 19:09 |
| Frankfurt | 1.227,2 € | +2,61% | 17:43 |
| Hamburg | 1.233,6 € | +1,15% | 16:22 |
| Stuttgart | 1.222,8 € | -0,81% | 18:31 |
| Düsseldorf | 1.235,6 € | -1,25% | 16:31 |
| Nasdaq OTC Other | 1.429,21 $ | -1,69% | 18:22 |
| Xetra | 1.227,2 € | -1,82% | 17:35 |
| Hannover | 1.221 € | -1,96% | 08:03 |
| München | 1.212,6 € | -2,74% | 11:18 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 415 | ASML Holding | 20.04.26 |
| 9 | VanEck Vectors Semiconductor. | 25.04.21 |








