In wenigen Tagen endet die Frist für einen historischen Rüstungsauftrag. Kanada sucht Ersatz für seine alten U-Boote der Victoria-Klasse. Das Volumen des Programms liegt bei bis zu 37 Milliarden Euro. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) bringt sich dafür in Position. Der deutsche Marineschiffbauer hat eine strategische Partnerschaft mit der BlackBerry-Tochter QNX geschlossen.
Lokale Expertise als Schlüssel
Die Kooperation erfüllt eine zentrale Vorgabe der kanadischen Regierung. Ottawa verlangt für den Großauftrag die Einbindung der lokalen Industrie. QNX liefert nun das Echtzeit-Betriebssystem für das arktistaugliche U-Boot-Design von TKMS. Die Software soll die Cybersicherheit der künftigen Flotte erhöhen. Im gleichen Schritt verbessert sie die Kommunikation mit verbündeten Marinen. TKMS tritt hierbei als Systemintegrator auf und stärkt sein Profil über den reinen Schiffbau hinaus.
Investitionen an der Ostsee
Ein Selbstläufer wird das Projekt nicht. TKMS liefert sich ein enges Rennen mit dem südkoreanischen Konzern Hanwha Ocean. Bis zum 29. April 2026 müssen die überarbeiteten Angebote vorliegen. Parallel dazu baut das deutsche Unternehmen seine Infrastruktur für den Ernstfall aus. Rund 200 Millionen Euro fließen in die Werft in Wismar. Dort entsteht eine moderne Hybridanlage für U-Boote und Überwasserschiffe. Erhält TKMS den Zuschlag, fertigt das Unternehmen komplette Boote an der Ostsee.
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Volle Auftragsbücher
Finanziell hat der Schiffbauer Rückenwind. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz auf 545 Millionen Euro. Der Gesamtauftragsbestand überschritt die Marke von 20 Milliarden Euro. Das Management hob daraufhin die Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht an.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 83,50 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein solides Plus von rund 20 Prozent auf der Anzeigetafel. Kurzfristig konsolidiert der Kurs. Der RSI-Wert von 32 deutet auf eine leicht überverkaufte Situation hin.
Im Mai veröffentlicht TKMS detaillierte Quartalszahlen. Investoren achten dann auf die Profitabilität des Rekord-Auftragsbestands. Am 24. Juni folgt bereits die nächste Weichenstellung. Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt über die Finanzierung der neuen F127-Luftverteidigungsfregatten ab. TKMS ist der einzige verbliebene Bieter für das Programm mit einem geschätzten Volumen von 26 Milliarden Euro.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 82,80 € | 84,50 € | -1,70 € | -2,01% | 24.04./09:54 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000TKMS001 | TKMS00 | 107,00 € | 57,00 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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82,60 € | -1,08% | 10:08 |
| München | 84,40 € | +1,20% | 08:00 |
| Hannover | 84,10 € | +0,60% | 08:16 |
| Nasdaq OTC Other | 98,50 $ | -0,51% | 23.04.26 |
| Frankfurt | 82,70 € | -0,96% | 09:47 |
| Stuttgart | 82,70 € | -0,96% | 09:46 |
| Hamburg | 83,30 € | -1,77% | 09:02 |
| Düsseldorf | 82,10 € | -1,91% | 09:32 |
| Xetra | 82,80 € | -2,01% | 09:50 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 202 | TKMS, ThyssenKrupp Marine S. | 22.04.26 |








