Heute fließen 0,75 Euro je Aktie auf die Depots der Erste-Group-Aktionäre. Doch der eigentliche Blickfang der Woche liegt wenige Tage später: Am 30. April veröffentlicht die österreichische Bank ihr erstes Quartalsergebnis mit der vollständig integrierten polnischen Tochter.
Ausschüttung bewusst niedrig gehalten
Die Hauptversammlung hat die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen. Mit 307,9 Millionen Euro Gesamtausschüttung entspricht das einer Quote von 9,1 Prozent des Nettogewinns — absichtlich konservativ.
Der Grund: die polnische Akquisition. Im Mai 2025 kommunizierte das Management eine temporäre Obergrenze von maximal 10 Prozent, um die Transaktion vollständig aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Die Dividende liegt klar darunter.
Aufsichtsrat wird internationaler
Parallel tritt der auf der Hauptversammlung vom 17. April neu gewählte Aufsichtsrat in Kraft. Drei neue Mitglieder ergänzen das Gremium: Dorota Snarska-Kuman, frühere Deloitte-Partnerin mit Schwerpunkt Finanzberichterstattung und Regulatorik. Roeland Louwhoff, Experte für digitale Transformation mit Stationen bei Standard Chartered und ING. Jernej Omahen, langjähriger Goldman-Sachs-Partner und heutiger Senior Adviser bei Oliver Wyman.
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Das Gremium besteht künftig aus neun Frauen und elf Männern — ein Zuschnitt, der die gewachsene Größe der Gruppe widerspiegelt.
Der 30. April wird zum Doppeltest
Der Quartalsbericht Ende April liefert erstmals konkrete Zahlen zur integrierten polnischen Einheit. Die Deutsche Bank erwartet einen Anstieg des Gewinns vor Risikovorsorge um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einmaleffekte bei den Risikokosten könnten den Nettogewinnanstieg auf rund 15 Prozent drücken — trotzdem ein klares Wachstumssignal.
Das Management hält an seinen Jahreszielen fest: Eigenkapitalverzinsung von rund 19 Prozent, Gewinn je Aktie mehr als 20 Prozent höher, Kreditvolumen über 285 Milliarden Euro. Auf der Kostenseite stehen Bankenabgaben und Regulatorik mit rund 450 Millionen Euro zu Buche, dazu Integrationskosten für Polen von etwa 180 Millionen Euro.
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Der Aktienkurs notiert bei rund 100,70 Euro — knapp 60 Prozent über dem Tief vom Mai 2025, aber noch etwa neun Prozent unter dem Februar-Hoch. Am 30. April entscheidet außerdem die EZB über den weiteren Zinspfad. Für eine Bank, die stark von Zinserträgen abhängt, fällt dieser Termin mit dem Q1-Bericht auf denselben Tag — das macht die Veröffentlichung zum echten Stresstest für die Jahresziele.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 100,00 € | 101,10 € | -1,10 € | -1,09% | 23.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| AT0000652011 | 909943 | 111,90 € | 58,45 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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100,00 € | -1,09% | 23.04.26 |
| Hamburg | 100,40 € | -0,10% | 23.04.26 |
| Hannover | 100,40 € | -0,10% | 23.04.26 |
| Stuttgart | 99,85 € | -1,04% | 23.04.26 |
| Frankfurt | 99,50 € | -1,19% | 23.04.26 |
| Xetra | 100,00 € | -1,28% | 23.04.26 |
| München | 100,80 € | -1,47% | 23.04.26 |
| Düsseldorf | 98,95 € | -1,54% | 23.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 120,38 $ | -5,06% | 22.04.26 |
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