Der Explosionsschutz-Spezialist aus Waldenburg hat heute seinen Geschäftsbericht 2025 vorgelegt — und die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der Umsatz brach um 9,1 Prozent auf 313,0 Millionen Euro ein, der Auftragseingang fiel auf 306,5 Millionen Euro. Dass die Aktie zuletzt bei rund 13 Euro notiert und damit in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs von 12 Euro dümpelt, überrascht kaum.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen hielt sich stabil bei 34,4 Millionen Euro — doch dieser Wert trügt. Er wurde durch temporäre Einmaleffekte im vierten Quartal sowie kurzfristig erhöhten Projekterlösen im Dezember gestützt. CEO Dr. Klaus Bischof räumte selbst ein, dass diese Entwicklung nicht die eigentliche Geschäftslage widerspiegelt. Deutlicher wurde er beim freien Cashflow: Der rutschte auf minus 0,3 Millionen Euro — nach plus 14,8 Millionen Euro im Vorjahr. „Definitiv nicht akzeptabel", so seine Einschätzung.
Rot in allen Regionen
Besonders beunruhigend: Die Umsatzschwäche war geografisch breit gestreut. In Deutschland sanken die Erlöse um 10,2 Prozent auf 71,5 Millionen Euro, die Amerika-Region verlor 13,9 Prozent — belastet durch den Preisdruck im Öl- und Gassektor. Asien/Pazifik büßte 11,6 Prozent ein. Der Auftragsbestand schrumpfte auf 90,9 Millionen Euro, und da der Eingang erneut unter dem Umsatz lag, dürfte der Gegenwind auch 2026 anhalten.
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Hinzu kamen Einmalbelastungen von insgesamt 8,6 Millionen Euro — darunter 5,0 Millionen Euro Abfindungen für rund 80 abgebaute Stellen sowie 3,6 Millionen Euro sonstige Sonderaufwendungen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen auf 34,9 Millionen Euro.
Das NEXUS-Programm und seine Tücken
Mit dem im Februar gestarteten Zukunftsprogramm NEXUS will R. Stahl den Weg vom Komponentenlieferanten zum globalen Lösungsanbieter gehen — Zielumsatz bis 2030: rund 500 Millionen Euro. Das entspräche fast einer Verdoppelung gegenüber 2025. Die drei geplanten Phasen reichen von Stabilisierung (2026/2027) über den eigentlichen Umbau bis hin zu internationalem Wachstum und möglichen Zukäufen ab 2028.
Glaubwürdig ist die Ambition, die Hürden sind es auch. Für 2026 erwartet der Vorstand einen Umsatz zwischen 285 und 300 Millionen Euro — also einen weiteren Rückgang. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll auf 22 bis 27 Millionen Euro sinken, nach 34,4 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr. Das ist ein erheblicher Einbruch, der zeigt: Die Strukturkosten müssen erst schmerzhaft gesenkt werden, bevor Wachstum realistisch wird. Dazu braucht R. Stahl nach eigener Aussage auch frisches Kapital von außen — wie viel, bleibt vorerst offen.
Der nächste Datenpunkt kommt am 7. Mai 2026, wenn die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal erscheint.
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