Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Blockadepolitik
17.04.26 05:35
dpa-AFX
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Blockadepolitik:
"Sollte sich die Blockade von Schifffahrtsstraßen als neues Mittel zur Erreichung geopolitischer Ziele etablieren, könnten die Folgen für die Weltwirtschaft verheerend sein. So setzt China jetzt Barrieren ein, um die Kontrolle über den Zugang zum Scarborough-Riff im Südchinesischen Meer zu sichern. Und es gibt viele solcher kritischen Verkehrswege. Die Straße von Malakka gehört dazu, ebenso der Zugang zum Suezkanal über den Golf von Aden, den Teherans Verbündete im Jemen, die Huthi-Rebellen, versperren könnten. Oder warum nicht den Panamakanal, der ohnehin zur Einflusssphäre der USA gehört, erobern und als erpresserisches Mittel einsetzen, wie es Trump offenbar vorschwebt? Die neue erpresserische Blockade-Manie ist nichts weiter als ein weiteres Symptom für den allgemeinen Sittenverfall in der Weltpolitik, angetrieben nicht nur von Wladimir Putin und Co., sondern auch vom amerikanischen Präsidenten höchstpersönlich."/yyzz/DP/he








