Starke Zahlen, ein vervielfachter Aktienkurs und trotzdem das Aus. Bei Leonardo erzwingt die italienische Regierung einen harten Schnitt an der Unternehmensspitze. Der Rauswurf von CEO Roberto Cingolani sorgt am Markt für spürbare Unruhe und ruft nun institutionelle Großinvestoren auf den Plan.
Strategiewechsel an der Spitze
Das italienische Wirtschaftsministerium hält gut 30 Prozent der Anteile an dem Rüstungskonzern. Für die anstehende Hauptversammlung präsentierte Rom nun eine eigene Kandidatenliste. Lorenzo Mariani soll den Chefposten übernehmen, Francesco Macrì rückt als neuer Aufsichtsratschef nach.
Branchenkenner sehen in der Personalie eine klare strategische Weichenstellung. Während Cingolani den Fokus zuletzt auf digitale und nicht-kinetische Systeme legte, gilt Mariani als klassischer Rüstungsmanager. Er verantwortete zuvor den Vertrieb beim Raketenbauer MBDA. Die Regierung bevorzugt offenbar diesen traditionellen Kurs angesichts steigender europäischer Verteidigungsbudgets.
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Kampflos geben die freien Aktionäre die bisherige Strategie nicht auf. Eine Koalition aus Vermögensverwaltern, darunter Schwergewichte wie Amundi und BNP Paribas, reichte eine alternative Kandidatenliste ein. Unter Cingolani kletterte der operative Gewinn im Gesamtjahr 2025 um 18 Prozent, die Auftragseingänge stiegen um 15 Prozent.
Die Börse quittierte den drohenden Führungswechsel prompt mit Verkäufen. Der Kurs rutschte ab und notiert aktuell bei 57,19 Euro. Auf Monatssicht verlor das Papier knapp elf Prozent und fiel unter den 50-Tage-Durchschnitt.
Strenge Auflagen für das Aktionärstreffen
Das Aufeinandertreffen der Anteilseigner findet unter strengen Auflagen statt. Der Vorstand ordnete an, dass Stimmrechte aufgrund der geopolitischen Sicherheitslage ausschließlich über einen benannten Vertreter ausgeübt werden dürfen. Neben der brisanten Personalentscheidung steht auch eine Dividende von 0,63 Euro je Aktie zur Abstimmung.
Im Mai fällt auf der Hauptversammlung die endgültige Entscheidung über die künftige Führungsmannschaft. Das operative Fundament für den neuen Vorstand steht bereits fest: Bis 2030 plant Leonardo mit jährlichen Auftragseingängen von 32 Milliarden Euro und einem massiven Umsatzsprung auf 30 Milliarden Euro.
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IT0003856405 | A0ETQX | 66,24 € | 42,51 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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58,88 € | +1,76% | 13:16 |
| Düsseldorf | 58,84 € | +2,22% | 12:31 |
| Xetra | 58,84 € | +2,19% | 12:35 |
| Stuttgart | 58,98 € | +2,09% | 13:31 |
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| Hannover | 57,88 € | +0,29% | 08:03 |
| Hamburg | 57,87 € | +0,28% | 08:03 |
| Nasdaq OTC Other | 67,905 $ | +0,24% | 16.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 43 | Leonardo Aktie in der Analyse | 12.03.26 |
| 41 | Leonardo-Finmeccanica deutlich . | 17.03.22 |
| meine gegenläufer heute | 03.03.14 | |
| 7 | Italenische Stattsbeteiligungen s. | 18.03.13 |








