Ein fast dreimonatiger Streik und der Rückzug aus Russland hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz von Jungheinrich. Das operative Ergebnis halbierte sich im ersten Quartal nahezu. Trotzdem hält der Hamburger Intralogistik-Konzern an seinen ambitionierten Jahreszielen fest. Das sorgt für geteilte Reaktionen am Markt.
Einmaleffekte drücken die Marge
Das operative Ergebnis (EBIT) brach zum Jahresstart auf 56,5 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum hatte Jungheinrich noch 104,5 Millionen Euro verdient. Die entsprechende Marge schrumpfte damit von 8,0 auf 4,4 Prozent.
Mehrere Faktoren belasteten das Ergebnis gleichzeitig. Ein Streik im Werk Lüneburg dauerte 85 Tage an und bremste die Produktion. Parallel dazu kostete der Verkauf der russischen Tochtergesellschaft rund 20 Millionen Euro. Hoher Preisdruck im Wettbewerb erschwerte die Lage zusätzlich.
Auftragseingang profitiert von Sondereffekten
Bei den Bestellungen zeigt sich ein anderes Bild. Der Auftragseingang kletterte auf 1,54 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 1,39 Milliarden Euro. Experten dämpfen jedoch die Euphorie über dieses Wachstum.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Jungheinrich?
Kunden bestellten offenbar früher, um geplanten Preiserhöhungen zu entgehen. Diese Vorzieheffekte blähten die Auftragsbücher künstlich auf. Der Umsatz sank leicht auf 1,27 Milliarden Euro, da die Produktion nicht voll ausgelastet war.
Analysten sehen Potenzial für Erholung
Trotz der schwachen Quartalszahlen bleiben viele Analysten optimistisch für die Aktie. Jefferies bestätigt die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 43 Euro. Die Bank sieht die fundamentale Substanz des Unternehmens weiterhin als stabil an.
Bernstein Research setzt das Kursziel sogar bei 46 Euro an. Die Experten erwarten für die kommenden Jahre nur geringe Korrekturen bei den Gewinnprognosen. Der Markt scheint den kurzfristigen Dämpfer bereits eingepreist zu haben.
Jungheinrich vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Der Vorstand hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Er peilt ein EBIT zwischen 380 und 450 Millionen Euro an. Das wäre eine deutliche Steigerung zum Vorjahr mit 228 Millionen Euro. Im Mai veröffentlicht Jungheinrich den vollständigen Quartalsbericht und lädt zur Hauptversammlung.
Jungheinrich-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Jungheinrich-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten Jungheinrich-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Jungheinrich-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Jungheinrich: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 25,04 € | 24,68 € | 0,36 € | +1,46% | 27.04./20:42 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0006219934 | 621993 | 42,76 € | 24,02 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
25,04 € | +1,46% | 20:42 |
| Düsseldorf | 25,18 € | +3,20% | 12:32 |
| Xetra | 24,90 € | +2,72% | 17:35 |
| Frankfurt | 25,06 € | +1,87% | 20:25 |
| Stuttgart | 25,02 € | +1,46% | 20:16 |
| Hamburg | 24,86 € | +0,97% | 16:34 |
| Hannover | 28,34 € | +0,07% | 24.04.26 |
| München | 24,68 € | -13,71% | 08:16 |
|
| Antw. | Thema | Zeit |
| 807 | Jung(e kauf)heinrich.Von diesem. | 11:28 |
| 4 | Jungheinrich Turnaround | 11.03.14 |
| 47 | UNSER VOTUM: KAUFEN: Jun. | 09.11.07 |








