ASML baut die fortschrittlichsten Chipmaschinen der Welt, aber der wichtigste Kunde tritt auf die Bremse. Taiwan Semiconductor (TSMC) verschiebt den Einsatz der neuesten Anlagen um mehrere Jahre. Die Taiwaner wollen Kosten sparen und setzen vorerst auf bewährte Technik. Das zwingt den niederländischen Ausrüster, seine langfristige Roadmap neu zu justieren.
Jede der neuen High-NA-EUV-Maschinen kostet mehr als 350 Millionen Euro. TSMC-Manager Kevin Zhang machte deutlich, dass dieser Preis aktuell zu hoch sei. Für die kommende A13-Chipgeneration, die 2029 in Produktion geht, reicht dem Auftragsfertiger die bestehende Infrastruktur.
Die erste Marktreaktion fiel negativ aus, die ASML-Aktie gab nach der Ankündigung zeitweise spürbar nach. Inzwischen hat sich das Papier erholt und notiert am Freitag bei rund 1.220 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht damit weiterhin ein sattes Plus von gut 105 Prozent auf der Kurstafel.
Analysten sehen keinen Grund zur Panik
Experten werten die Verzögerung keineswegs als Katastrophe. Die Analysten von Bernstein bezeichnen den langsameren Hochlauf der neuen Technologie für ASML sogar als neutral bis leicht positiv. TSMC hatte bereits vor einem Jahr signalisiert, die teuren Anlagen vorerst nicht zwingend zu benötigen. Durch den längeren Einsatz der aktuellen Maschinen maximieren die Taiwaner ihre Gewinnmargen.
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Parallel dazu hält Konkurrent Intel an seiner Strategie fest. Die US-Amerikaner planen den Einsatz der High-NA-EUV-Systeme weiterhin für die Jahre 2027 und 2028. ASML profitiert in dieser Übergangsphase von seiner Monopolstellung im Bereich der extremen Ultraviolett-Lithografie.
Kerngeschäft brummt weiter
Abseits der Zukunftsdebatte läuft das operative Geschäft der Niederländer auf Hochtouren. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete der Konzern einen Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro. Der Vorstand hob die Jahresprognose an und peilt nun Erlöse von bis zu 40 Milliarden Euro an.
Hersteller von Speicherchips haben dem Ausrüster bereits signalisiert, dass ihre Produktionskapazitäten für das laufende Jahr vollständig ausgelastet sind. Lieferengpässe dürften sich bis ins nächste Jahr ziehen. ASML stützt sich in dieser Phase verstärkt auf sein bestehendes EUV-Portfolio und das lukrative Servicegeschäft, um den verzögerten Hochlauf der neuen Maschinengeneration abzufedern.
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Am heutigen Freitag rückt ein technischer Termin in den Fokus. Die ASML-Aktie wird an der Euronext Amsterdam ex-Dividende gehandelt. Die Hauptversammlung hat eine Gesamtdividende von 7,50 Euro je Aktie beschlossen. Die Auszahlung an die Aktionäre erfolgt am 5. Mai.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1.246 € | 1.216,6 € | 29,40 € | +2,42% | 24.04./18:01 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NL0010273215 | A1J4U4 | 1.327 € | 571,50 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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1.246 € | +2,42% | 18:01 |
| Stuttgart | 1.247,2 € | +3,26% | 17:34 |
| Hamburg | 1.247 € | +2,82% | 17:25 |
| Düsseldorf | 1.234,8 € | +2,29% | 16:31 |
| Frankfurt | 1.251,6 € | +1,99% | 17:17 |
| Hannover | 1.246,6 € | +1,50% | 17:25 |
| Xetra | 1.244,4 € | +1,40% | 17:30 |
| München | 1.226 € | +1,11% | 08:14 |
| Nasdaq OTC Other | 1.404,99 $ | -3,36% | 23.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 415 | ASML Holding | 20.04.26 |
| 9 | VanEck Vectors Semiconductor. | 25.04.21 |








