Ab heute kommuniziert TKMS kaum noch mit dem Kapitalmarkt. Die sogenannte Quiet Period läuft bis zum Halbjahresbericht am 12. Mai — und genau in dieses Schweigefenster fällt eine der wichtigsten Weichenstellungen für das Unternehmen.
Am 29. April läuft die Frist für überarbeitete Angebote im kanadischen U-Boot-Programm ab. Ottawa sucht ein Dutzend arktistaugliche U-Boote — ein Programm mit einem Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro. TKMS bewirbt sich mit dem Typ 212CD und konkurriert dabei noch gegen den südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean. Um die kanadischen Anforderungen an lokale Partnerschaften zu erfüllen, schloss TKMS zuletzt mehrere Kooperationsvereinbarungen: mit Finkl Steel-Sorel für strategische Materialien sowie mit BlackBerry-Tochter QNX für eingebettete Softwarelösungen.
Auftragsbestand über 20 Milliarden Euro
Die fundamentale Ausgangslage ist solide. Im ersten Quartal 2026 erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. CFO Paul Glaser bestätigte, dass der Gesamtauftragsbestand — inklusive eines Folgeauftrags aus Norwegen — die Schwelle von 20 Milliarden Euro überschritten hat. Das Management hob die Jahreswachstumsprognose auf bis zu fünf Prozent an.
Der Halbjahresbericht am 12. Mai wird zeigen, ob sich die verbesserte Marge verstetigt — und damit, wie profitabel der Rekord-Auftragsbestand tatsächlich abgearbeitet werden kann.
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Wismar, F127 und Europa-Strategie
Parallel baut TKMS seine Kapazitäten aus. Für den Standort Wismar sind Investitionen von über 200 Millionen Euro geplant, darunter eine neue Produktionslinie für U-Boote. Bis Ende 2029 sollen schrittweise bis zu 1.500 Arbeitsplätze entstehen — vorausgesetzt, die Auftragslage rechtfertigt den Hochlauf.
Im Heimatmarkt gilt TKMS als einzig verbliebener Bieter für das F127-Fregattenprogramm, das auf rund 26 Milliarden Euro geschätzt wird. Der Bundestags-Haushaltsausschuss soll am 24. Juni über die Finanzierung abstimmen. Auf europäischer Ebene unterzeichnete TKMS ein Memorandum of Understanding mit dem spanischen Staatsunternehmen Navantia, das eine mögliche Produktion von TKMS-Designs in spanischen Werften vorsieht.
Kurs unter Druck, Spin-off als Ziel
An der Börse notiert TKMS mit 83,60 Euro rund 16 Prozent unter dem Jahreshoch von 100,60 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von gut 20 Prozent zu Buche.
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Der Halbjahresbericht am 12. Mai ist dabei mehr als ein regulärer Zwischenbericht: Er bildet die Grundlage für die geplante Abspaltung der Marinesparte. Starke Margen und ein positives Signal aus Kanada würden den Weg für diesen Spin-off erheblich ebnen — beides entscheidet sich innerhalb der nächsten drei Wochen.
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| 82,90 € | 84,80 € | -1,90 € | -2,24% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000TKMS001 | TKMS00 | 107,00 € | 57,00 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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83,60 € | -1,99% | 22.04.26 |
| München | 84,50 € | -1,63% | 22.04.26 |
| Xetra | 82,90 € | -2,24% | 22.04.26 |
| Frankfurt | 83,80 € | -2,33% | 22.04.26 |
| Stuttgart | 83,80 € | -2,44% | 22.04.26 |
| Düsseldorf | 83,60 € | -2,90% | 22.04.26 |
| Hamburg | 83,50 € | -4,46% | 22.04.26 |
| Hannover | 83,60 € | -6,17% | 22.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 202 | TKMS, ThyssenKrupp Marine S. | 22.04.26 |








