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Studie: Deutsche Industrie bei KI-Einsatz vorn




17.04.26 06:26
dpa-AFX

HANNOVER (dpa-AFX) - Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug in die Industrie und kommt immer öfter real zum Einsatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Netzwerk-Ausrüsters Cisco vor der am Montag beginnenden Hannover Messe (20. bis 24. April). Fast zwei Drittel der deutschen Industriebetriebe setzen KI demnach bereits in laufenden Industrieprozessen ein.



Die Technologie komme damit aus dem Experimentierstadium heraus. "KI wird Realität", sagte Cisco-Manager Christian Korff der Deutschen Presse-Agentur. "KI hält Einzug in die Produktion, um Produktionsprozesse zu verbessern."



Deutsche Unternehmen seien hier sogar führend. Mit 65 Prozent liege der Anteil der Industrieunternehmen, die KI aktiv einsetzen, hier deutlich höher als im Rest Europas. Und auch höher als im weltweiten Durchschnitt. Europaweit liegt der Wert den Angaben zufolge nur bei 56 Prozent. Und auch weltweit waren es mit 61 Prozent weniger als in Deutschland.



KI soll Produktivität steigern und Kosten senken



Für die Untersuchung hatte Cisco weltweit mehr als 1.000 Führungskräfte aus Unternehmen in 19 Ländern befragt, davon rund 500 Manager in Europa und etwa 100 aus Deutschland. Am häufigsten genannt wurden dabei der Einsatz von KI-Assistenten, den fast drei von vier deutschen Industriebetrieben zumindest untersuchen. Wichtigste Ziele hinter der KI-Offensive: Verbesserung der Produktivität, gefolgt von Kostensenkung.



"Die Reise hat vor zwei, drei Jahren begonnen - und jetzt ernten wir die Früchte", sagte Korff. "Am Anfang dieser KI-Welle war noch eine hohe Erwartungshaltung da. Es wurden fast panikartig Projekte initiiert." Jetzt sei das Thema im realen Betrieb angekommen. "Da ist wahnsinnig viel Neugier im Spiel. Neugier und die Erkenntnis, wie leistungsfähig das ist."



Investitionen machen sich binnen zwei Jahren bezahlt



Das mache sich nun bezahlt. "KI ist angekommen, wird genutzt, hat auch einen betriebswirtschaftlichen Nutzen und löst das Versprechen ein, dass sich diese Investition auch lohnt." Genau das würden Unternehmen auch erwarten - dass sich Investitionen bezahlt machen, "idealerweise innerhalb von ein bis maximal zwei Jahren", so Korff. Und das sei "mittlerweile absolut realistisch".



Allerdings zeige die Studie auch: Viele Firmen würden bei dem Thema noch hinterherhinken. Rund 40 Prozent der Firmen hätten die Zusammenarbeit von IT und Betriebsteam noch nicht vollzogen, berichtet Korff. Hier müsse dringend nachgebessert werden. "Wir können es uns eigentlich nicht leisten, dass über ein Drittel der Unternehmen abgehängt wird."/fjo/DP/zb










 
 
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