Shell bereitet sich auf eine turbulente Hauptversammlung vor. Das Unternehmen hat die Tagesordnung für das AGM im Mai 2026 veröffentlicht — und die Klimafrage steht dabei im Mittelpunkt.
Aktivisten gegen den Vorstand
Die Aktivistengruppe „Follow This" bringt erneut einen Klimaantrag ein. Sie fordert detailliertere Strategieangaben zu Szenarien mit sinkender Öl- und Gasnachfrage. Der Vorstand empfiehlt, dagegen zu stimmen. Seine Begründung: Die bestehende Klimastrategie sei für Governance-Zwecke ausreichend.
Kein Wunder, dass das Thema Sprengstoff birgt. Shell steht seit Jahren unter Druck, konkretere Dekarbonisierungsziele zu nennen. Eine Niederlage beim Aktionärsvotum wäre ein klares Signal — auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering bleibt.
Parallel beantragt der Vorstand die Genehmigung, bis zu 565,55 Millionen Stammaktien zurückzukaufen. Zuletzt hat Shell bereits 2,48 Millionen Aktien über die Londoner Börse und Euronext Amsterdam erworben und eingezogen. Der volumengewichtete Durchschnittspreis lag bei 33,99 Pfund in London und 39,12 Euro in Amsterdam.
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Produktion schwächelt, Handel gleicht aus
Operativ läuft es im ersten Quartal nicht reibungslos. Technische Störungen an der Pearl-GTL-Anlage in Katar drücken die Flüssiggasproduktion auf 880.000 bis 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag — unter dem ursprünglichen Ziel. Das Management erwartet jedoch, dass starke Ergebnisse im Öl-Trading diesen Rückgang weitgehend ausgleichen. Die Handels- und Optimierungssparte profitiert von hoher Rohstoffpreisvolatilität, die Margen für integrierte Energiekonzerne typischerweise stützt.
Die Aktie notiert aktuell bei 45,05 USD und liegt damit knapp vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 46,91 USD. Der RSI von 83 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Situation — ein Niveau, das Rücksetzer begünstigen kann.
Südafrika-Verkauf und steigende Schulden
Auf der Portfolioseite rückt ein milliardenschwerer Deal näher. Shell verhandelt offenbar über den Verkauf seines südafrikanischen Tankstellennetzes an ADNOC für rund eine Milliarde US-Dollar. Das passt zur Strategie, Randaktivitäten abzustoßen und Kapital in wachstumsstärkere Bereiche umzuschichten.
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Weniger erfreulich: Die Nettoverschuldung könnte im ersten Quartal um bis zu vier Milliarden US-Dollar steigen. Ursache sind Änderungen bei langfristigen Schifffahrtsleasingverträgen. Die vollständigen Q1-Zahlen erscheinen ebenfalls im Mai — zusammen mit der Hauptversammlung wird der Monat zeigen, ob Shell Aktivisten, Analysten und Aktionäre gleichzeitig überzeugen kann.
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