ECHOIQ: 17.000 Studien validieren HF-Software




23.04.26 15:20
Börse Global

ECHOIQ: 17.000 Studien validieren HF-Software

EchoIQ lässt die Phase der reinen klinischen Erprobung hinter sich. CEO Dustin Haines treibt die Kommerzialisierung der KI-gestützten Herzdiagnostik voran, wobei der Fokus nun auf dem US-Markt liegt. Die Weichen für eine breite Anwendung in Kliniken sind gestellt.


Das Herzstück der Strategie bildet die Plattform EchoSolv. Während die Software zur Erkennung von Aortenstenosen bereits zugelassen ist, wartet das Modul für Herzinsuffizienz (EchoSolv HF) auf grünes Licht der US-Gesundheitsbehörde FDA. Eine Validierungsstudie mit der Mayo Clinic unterstrich zuletzt das Potenzial: In einem Datensatz von 17.000 Echokardiogrammen identifizierte die KI Hochrisikopatienten, die bei herkömmlichen Untersuchungen unentdeckt geblieben wären.


Vertriebskanal über die Mayo Clinic

Für den Markteintritt nutzt EchoIQ eine Kooperation mit der Mayo Clinic. Über deren „Solutions Studio Program“ soll die Software nicht nur in eigenen Häusern, sondern auch bei Partner-Gesundheitsdienstleistern implementiert werden. Dieser Weg umgeht technische Hürden, da das System direkt in bestehende Krankenhaus-Workflows integriert wird, ohne Zugriff auf Rohbilddaten zu benötigen.

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Parallel dazu festigt das Unternehmen seine institutionelle Basis. Im März 2026 erfolgte die Aufnahme in den S&P/ASX All Ordinaries Index, was die Sichtbarkeit am Kapitalmarkt deutlich erhöhte. Im Zuge routinemäßiger Kapitalmaßnahmen beantragte das Unternehmen zudem die Notierung von rund 2,6 Millionen neuen Aktien aus der Wandlung von Finanzinstrumenten.


Fokus auf US-Abrechnungscodes

Die kommenden Monate stehen im Zeichen der regulatorischen Entscheidung. Das Management rechnet zeitnah mit dem Abschluss der FDA-Prüfung für das Herzinsuffizienz-Modul. Indes konzentriert sich der Vertrieb bei der bereits zugelassenen Anwendung für Aortenstenosen auf große Kliniknetzwerke. Hierbei nutzt EchoIQ etablierte Abrechnungscodes im US-System, die eine direkte Monetarisierung der Diagnosen ermöglichen.


Dieser Fokus auf bestehende Erstattungsstrukturen soll die Umsatzgenerierung beschleunigen, sobald die vollständige Produktpalette für den US-Markt freigegeben ist. Die Integration in das Netzwerk der Mayo Clinic dient dabei als zentraler Hebel für die internationale Skalierung.


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