398 Nettobestellungen in einem Quartal — und trotzdem steht Airbus unter Druck. Am Dienstag, 28. April, legt der Flugzeugbauer seine Erstquartalszahlen vor. Der Markt erwartet keine Glanzleistung.
Weniger Auslieferungen, mehr Gegenwind
Das zentrale Problem ist bekannt: Airbus lieferte im ersten Quartal 2026 nur 114 Maschinen aus, nach 136 im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei der A320neo-Familie aus — 81 Flugzeuge statt zuvor 106. Das drückt die Fixkostenabsorption und belastet den freien Cashflow, der zusätzlich durch einen geplanten Lageraufbau für die Produktionshochlauf-Phase leidet.
Erschwerend kommt der Währungseffekt hinzu. Eine Verschlechterung des FX-Hedgekurses um einen US-Cent schlägt sich auf Jahresbasis mit rund 150 Millionen Euro auf das Ergebnis nieder. Hinzu kommen steigende Forschungs- und Entwicklungsausgaben gegenüber 2025.
Triebwerksproblem bremst Hochlauf
Ein strukturelles Thema dürfte die Analysten beim Call besonders beschäftigen: Pratt & Whitney liefert nicht die zugesagte Triebwerksmenge, was Airbus' Produktionshochlauf bei der A320-Familie direkt bremst. Als Folge rechnet Airbus damit, die Schmalrumpf-Produktion erst Ende 2027 auf 70 bis 75 Flugzeuge pro Monat zu steigern — mit einer Stabilisierung bei 75 Stück danach.
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Das Jahresziel steht dennoch: rund 870 Auslieferungen, ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro und ein freier Cashflow vor Kundenfinanzierung von rund 4,5 Milliarden Euro. Ob das Management diese Guidance am Dienstag bestätigt oder anpasst, ist die entscheidende Frage des Abends.
Orderbücher als Gegengewicht
Was die kurzfristige Schwäche relativiert: Die Nachfrage ist ungebrochen. AerCap orderte 100 zusätzliche A320neo-Maschinen — die größte Einzelbestellung des Leasingriesen bei Airbus für diesen Typ. China Eastern Airlines buchte 101 weitere Jets, Juneyao Air 25. Delta Air Lines sicherte sich neben 34 A321neos auch 16 A330-900s und 15 A350-900s, Atlas Air bestätigte 20 A350-Frachter. Der Auftragsbestand nähert sich damit 8.800 Flugzeugen.
Einen partiellen Ergebnispuffer bieten die Sparten Defence & Space und Helicopters, die im ersten Quartal Umsatzwachstum von rund 8 beziehungsweise 4 Prozent erzielen sollen.
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Die Aktie notiert rund 13 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn knapp 16 Prozent verloren — der Markt hat die Erwartungen also bereits deutlich zurückgeschraubt. Ob der Dienstag eine Bodenbildung einleitet, hängt vor allem davon ab, wie klar das Management den Weg zur Jahreszielerfüllung skizziert.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 48,99 $ | 48,73 $ | 0,26 $ | +0,53% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US0092791005 | A1XBMK | 64,35 $ | 38,86 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
| Frankfurt | 41,20 € | +0,98% | 24.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 48,99 $ | +0,53% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 41,60 € | +0,48% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 41,60 € | +0,48% | 24.04.26 |
| München | 41,80 € | 0,00% | 24.04.26 |
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