Die Aktie des Chemieriesen BASF litt in den vergangenen Handelswochen deutlich unter dem Krieg im Nahen Osten. Denn zum einen bescherte dieser kräftig gestiegene Preise für die in der Chemieindustrie enorm wichtigen Rohstoffe Öl und Gas. Zum anderen sorgt er natürlich für reichlich Verunsicherung und eine schleppende Entwicklung der Weltwirtschaft.
Allerdings könnte der Ludwigshafener DAX-Konzern auch teilweise von der Blockade der Straße von Hormus profitieren. Darauf verwies nun James Hooper, Experte vom US-Analysehaus Bernstein Research. So haben die vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass einige der Probleme mit Überkapazitäten im globalen Chemiesektor (zu denen in gewisser Weise nun auch BASF durch die Eröffnung des neuen Verbundstandorts in China zusätzlich beiträgt, mehr dazu lesen Sie hier) nun gelöst worden sind. Und Hooper geht in seiner am vergangenen Freitag veröffentlichten Branchenstudie davon aus, dass diese Effekte noch länger anhalten dürften. Selbst wenn die Straße von Hormus in Kürze wieder sowohl vom Iran als auch von den USA geöffnet werde, dürfte der angelaufene Rückstau bei vielen Lieferketten dazu führen, dass es bei einigen Chemieproduzenten kurzfristig zu positiven Ergebnisüberraschungen kommen dürfte. Der Analyst denkt dabei etwa an Arkema oder auch an den DAX-Konzern BASF. Deshalb hat er das Kursziel für die Chemie-Titel von 53,00 auf 61,00 Euro erhöht. Darüber hinaus hat er sein Anlagevotum erneut mit "Outperform" bestätigt.
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