Stinnes Geschäftseinbruch




13.11.01 09:04
GMB Research & Consulting

Wie die Analysten von GMB Research & Consulting berichten, wiesen sie in ihrer August-Studie auf die hohen makroökonomischen Risiken des Geschäftsmodells von Stinnes AG (WKN 726430) hin.

Im dritten Quartal habe sich lediglich die Chemiesparte der weltweiten Abschwächung entziehen können. Der Konzern wolle sich nunmehr hinsichtlich der Umsatzprognose 2001 (12,8 Mrd. Euro) nicht mehr festlegen, halte aber überraschenderweise am EBIT-Wachstum von 25% fest. Mit ihrer Schätzung der EBIT-Marge von 2,4% bleiben die Analysten von GMB Research & Consulting unterhalb der zum 30.09. realisierten von 2,6% (3 Quartal: 2,5%).

Ein Vergleich der Q3-Zahlen mache deutlich, welchen Geschäftseinbruch nicht nur die Folgen des 11. September im Luftfrachtgeschäft, sondern vorrangig der globale Nachfragerückgang bewirkt hätten. Im Bereich Werkstoffe sei das Umsatzvolumen von 426 Mio. auf 360 Mio. Euro zurückgegangen. Im Europäischen Landverkehr seien die Q3-Erlöse gegenüber Vorjahr um 8,4% auf 771 Mio. Euro geschrumpft. Im 9- Monatsvergleich schneide Stinnes hingegen auf operativer Ebene gut ab.

Der um Desinvestitionen bereinigte Umsatz von 9,4 Mrd. Euro (+17,6%) und das EBIT von 243,7 Mio. Euro (+19,8%) seien vorwiegend von den H1-Zahlen positiv geprägt worden. Der Jahresüberschuss habe sich aufgrund ausgelaufener Verlustvorträge und steuerlich nicht anerkannter Goodwill-Abschreibungen um 11,5% auf 112 Mio. Euro zurück gebildet.

Die EBIT-Zielmarge von 3% im Geschäftsjahr 2002 sei aufgrund der schwer quantifizierbaren Unsicherheiten in weite Ferne gerückt. Konzernchef Bernotat halte indessen an der CFROI-Vorgabe von 15% fest. Umfangreiche Restrukturierungsprogramme sowie eine Reduzierung des Working capital sollten eine durchschnittliche Kostenreduktion von 10% herbeiführen.

Die aus der Verschmelzung von HCI auf Brenntag geplanten Synergien von 18 bis 20 Mio. Euro dürften sich im Jahr 2002 in den Büchern niederschlagen. Die im 3. Quartal hauptsächlich durch die Übernahme erzielte Umsatzsteigerung von 51% (1,15 Mrd. Euro) sei von einem EBIT-Anstieg von 27,3 Mio. Euro (+34,5%) begleitet worden.








 
 
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