Roche hat innerhalb von zwei Tagen gleich mehrere Neuigkeiten geliefert: positive Phase-III-Daten für ein Medikament ohne zugelassene Konkurrenz und ein Q1-Ergebnis, das operativ besser aussieht als auf den ersten Blick.
ENSPRYNG überzeugt bei seltener Nervenerkrankung
Die METEOROID-Studie ist das stärkste Signal. ENSPRYNG (Satralizumab) reduzierte das Rückfallrisiko bei MOGAD — einer seltenen Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems — um 68 % gegenüber Placebo. Nach 48 Wochen blieben 87 % der behandelten Patienten rückfallfrei, in der Kontrollgruppe waren es 67 %.
MOGAD hat bislang keine zugelassene Therapie. Das macht die Studiendaten strategisch wertvoll: Roche will die Ergebnisse zeitnah als Grundlage für Zulassungsanträge bei globalen Gesundheitsbehörden nutzen.
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Operatives Wachstum, aber Frankenstärke trübt das Bild
Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 6 % — getragen von neueren Medikamenten und Diagnostiklösungen, die den Rückgang bei Produkten mit abgelaufenem Patentschutz auffingen. In Schweizer Franken ausgewiesen schrumpfte der Umsatz hingegen um 5 %. Der starke Franken überlagerte die operative Dynamik vollständig.
Das Muster ist bei Roche nicht neu, aber es bleibt ein strukturelles Problem für die Berichterstattung: Wer nur auf den ausgewiesenen Franken-Umsatz schaut, unterschätzt die Geschäftsentwicklung.
Weitere Pipeline-Fortschritte in der Neurologie
Neben MOGAD meldete Roche Daten für Fenebrutinib bei schubförmiger Multipler Sklerose. Die Wirksamkeit wird mit statistisch einem Rückfall alle 17 Jahre beziffert — ein eindrucksvoller Wert, der allerdings noch regulatorische Hürden nehmen muss.
Ferner erhielt der Elecsys NfL-Bluttest zur Erkennung von Neuroinflammationen das CE-Kennzeichen. Parallel läuft bei der FDA die Prüfung eines Zulassungsantrags für Gazyva in der Indikation Lupus-Nephritis. Roche baut seinen Schwerpunkt in Immunologie und Neurologie damit konsequent aus — mit mehreren Kandidaten, die in den nächsten Quartalen regulatorische Entscheidungen erwarten.
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