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Philippinen ein Explorations-Eldorado




04.02.05 14:25
GOLDINVEST.de daily

Auf der Bergbaukonferenz in Manila stellten die Regierungsvertreter die Chancen in ihrem Land rosarot dar, berichten die Experten von "GOLDINVEST.de daily".

Auch die ausländischen Vertreter der Bergbaubranche würden in dieselbe Kerbe schlagen. Aus dem neuen Bewusstsein der Philippinen auf sein Rohstoff-Potenzial würden sich gute langfristige Investmentchancen ergeben. 800 Mrd. USD, rund 615 Mrd. EUR: So hoch schätze die Regierung der Philippinen den Wert der Rohstoff-Ressourcen des Landes ein. Eine enorme Größe im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt, das 2004 gerade einmal 88 Mrd. USD erreicht habe.

Da nun auch die Rechtssicherheit in dem Inselstaat in Bezug auf den Erwerb von heimischen Minen und Gesellschaften deutlich gestiegen sei, nachdem die obersten Gerichte solche Käufe als gültig erklärt hätten, sollte das Land in der ersten Reihe für Explorationsvorhaben stehen. Umso mehr, da bisher nur sechs Prozent der Philippinen exploriert worden seien. Angesichts dieser Vorgaben verwundere es nicht, dass auf der Minenkonferenz in Manila (vom 2. bis 4. Februar) zahlreiche Vertreter von Rohstoffkonzernen hohe Investitionen auf den Philippinen bekannt gegeben hätten.

So würden allein die australischen Explorationsgesellschaften rund 800 Mio. USD in den nächsten Jahren investieren wollen. Aushängeschild sei dabei der Melbourner Konzern Indophil Resources. Indophils Managing Direktor Tony Robbins wolle 650 Millionen Dollar ausgeben, um eine Kupfer-Mine auf der Insel Mindanao auszubauen.

Weitere australische Konzerne die auf den Philippinen investieren wollten seien Climax Mining, die rund 85 Mio. USD für die Erschließung eines Gold-Kupfer-Vorkommens in Nord-Luzon springen lassen würden, und Lafayette Mining, die eine Lagerstätte mit verschiedenen Metallvorkommen in Süd-Luzon entdeckt hätten und für diese 42 Mio. USD würden aufwenden wollen. Die entstehende Rapu Rapu-Mine dürfte für rund 300 Mio. EUR Gold, Silber, Kupfer und Zink beherbergen. Gehe es nach den Plänen des Managements voran, so könnte Rapu Rapu die erste von Ausländern erschlossene Mine seit 35 Jahren werden.

Aus den Reihen der kanadischen Konkurrenz würden vor allem zwei Namen hervor stechen: Crew Gold und Mindoro Resources. Crew, die vor allem in Grönland ihre Aktivitäten besitzen würden, wolle nach Nickel-Projekten noch eine dritte Mine aufbauen. Mindoro besitze über das Land verteilt sechs äußerst aussichtsreiche Gold- und Kupfer-Explorationsprojekte.

Auch chinesische Bergbaukonzerne seien auf den Philippinen schon vorstellig geworden. Der philippinische Chef der Vereinigung von Bergbaugesellschaften Philip Romualdez habe auf der Konferenz bekannt gegeben, dass chinesische Unternehmen planen würden, rund 1,3 Mrd. USD - eine Mrd. Euro - in heimische Projekte zu investieren. Da dies unter anderem mit philippinischen Partnern geschehen dürfte, seien auch die heimischen Konzerne interessant.

Zu den größten börsennotierten würden Atlas Consolidated Mining & Development, die bereits mit Chinesen über Kupfervorkommen verhandeln würden, Benguet Corp., deren Vorstand Philip Romualdez sei, Lepanto Consolidated Mining, die die größte Minengesellschaft des Landes sei und von der kanadischen Ivanhoe Mines finanzielle Unterstützung erhalte, Manila Mining und Philex Mining gehören.

Da vor allem die philippinischen Konzerne extrem spekulativ seien - viele würden noch mit Verlust arbeiten - sollte nur vorsichtig und am besten mit kleineren Beträgen in mehrere investiert werden, um das Risiko zu vermindern. Auch die australischen und kanadischen Vertreter würden überdurchschnittlich hohes Investmentrisiko besitzen.








 
 

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