Möbel Walther Entwicklung abgeflacht




14.11.00 00:00
aktiencheck.de

Der Möbelhandel in Deutschland kommt auch im Jahr 2000 nicht in Schwung. Nach einem positiven Jahresbeginn für die Möbel Walther AG (WKN 662093) mit einem Plus beim Auftragseingang von 9,4 Prozent im ersten Quartal hat sich die Entwicklung im Verlaufe des zweiten und dritten Quartals deutlich abgeflacht. Per 30.09.2000 meldet der Vorstand der Möbel Walther AG einen Auftragseingang (brutto) von 1.165,6 Mio. DM, das ist ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Der Auftragsbestand (brutto) liegt bei 193,6 Mio. DM und damit 12,6 Mio. DM über 1999. Der fakturierte Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2000 um 2,4 Prozent auf 948,7 Mio. DM (flächenbereinigt minus 3,0 Prozent).

Zum 30.09.2000 weist die Möbel Walther AG einen Gewinn vor Steuern von 7,3 Mio. DM aus (Vorjahr 11,0 Mio. DM). Damit konnte das Unternehmen den Ergebnisrückstand vom Halbjahr etwas reduzieren, da das Ergebnis des dritten Quartals um 1,7 Mio. DM besser ausfiel als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insbesondere bei Mutschler setzten sich die Fortschritte gegenüber 1999 fort: Der Verlust des Vorjahres konnte um 24 Prozent reduziert werden. Auch das 1998 eröffnete Haus in Schwetzingen zeigt eine deutliche Aufwärtsentwicklung: der Verlust hat sich mehr als halbiert.

Im laufenden Geschäftsjahr ist die Möbel Walther AG einen großen Schritt vorwärts gekommen bei der Neustrukturierung des Konzern zum "Multi Channel Player". Seit 11. August ist der Internet-Shop "welcomeliving.de" am Netz. Auch im Ausbau des Auslandsgeschäftes war das Unternehmen erfolgreich: Im September eröffnete der erste Sconto-Markt in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Damit ist die Möbel Walther AG in drei Ländern Osteuropas tätig: in Tschechien, Polen und Ungarn.

Für das Gesamtjahr 2000 erwartet der Vorstand keine Verbesserung der Situation. Nachdem das dritte Quartal 2000 im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen wurde, riss die Nachfrageentwicklung im Oktober spürbar ab. Die Stimmungsverschlechterung der Konsumenten als Folge des drastischen Anstiegs der Energiepreise äußerte sich in einer deutlichen Kaufzurückhaltung, so dass der Auftragseingang im Oktober um 6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück blieb. Der Vorstand geht deshalb für das Gesamtjahr 2000 nur von einem leichten Anstieg bei Auftragseingang und Umsatz aus. Der ursprünglich prognostizierte Wert von Plus 3 Prozent und der Vor-Steuer-Gewinn des Jahres 1999 in Höhe von 43,2 Mio. DM können nach augenblicklichem Erkenntnisstand nicht erreicht werden.






 
 
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