EQS-News: Intelligenzia loading? (deutsch)




17.02.26 09:00
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EQS-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges


Intelligenzia loading?



17.02.2026 / 09:00 CET/CEST


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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Intelligenzia loading?



Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb


Wertpapierhandelsbank AG



Der Investitionsboom bei Unternehmen, die sich mit künstlicher Intelligenz


beschäftigen ist beeindruckend. Und der explodierende Einsatz sowie die


Auswirkungen auf das Leben ebenfalls. Vor allem die astronomisch hoch


bewerteten US-Unternehmen sind hier in Ermangelung regulatorischer Zügel in


einem ebenso astronomischen Wachstumsloop.



Die Auswirkungen auf das Leben bestehen aber nicht nur aus Zahlen. KI kann


Nutzer manipulieren, durch Deepfakes politische Diskussionen beeinflussen.


Algorithmen können Nutzerverhalten analysieren, um beispielsweise Preise


dynamisch anzupassen. Ein bekannter Vorwurf ist, dass Fahrdienst-Apps höhere


Preise verlangen könnten, wenn der Akkustand des Smartphones niedrig ist, um


die Dringlichkeit auszunutzen. KI-gesteuerte Empfehlungsalgorithmen in


sozialen Medien verstärken oft bestehende Ansichten. Bias und


Diskriminierung durch voreingenommene Trainingsdaten führt dazu, dass KI


diese Vorurteile als "Fakten" wiedergibt. Identitätsbetrug oder sexuelle


Diskriminierung durch Erstellung von nicht einvernehmlichen pornografischen


Inhalten. So erregte zuletzt eine neue Bild- und Videogenerierungsfunktion


von Elon Musks Grok weltweites Aufsehen.



Darüber hinaus hatten rund 100.000 User von OpenAis ChatGPT 40 den


Hersteller per Petition aufgefordert die Version nicht durch eine neue


abzulösen. Begründung war u.a. ein Mangel an "normalen" Therapieplätzen


sowie: "Es geht nicht nur um das Schreiben oder Unterhaltung - es geht um


Unterstützung, Orientierung und das Gefühl, gehört zu werden. Die emotionale


Verbundenheit und Unterstützung, die ChatGPT 40 bietet, kann nicht einfach


durch eine neuere Version ersetzt werden, die weniger auf die emotionalen


Bedürfnisse eingeht." Wie sang R2D2 schon 1978? Schalt mal Dein Herz auf


Empfang.



Nicht zuletzt gibt es mehrere dokumentierte Fälle, in denen KI-Chatbots


Menschen in Suizidabsichten bestärkt oder diese durch manipulative


Interaktionen indirekt gefördert haben.



Der Trend, künstliche Intelligenz (KI) für Investmententscheidungen


einzusetzen, hat sich mittlerweile von einer Nischentechnologie zu einem


zentralen Standard entwickelt. Und zwar nicht nur bei institutionellen


Anlegern (mwb verwendet ebenfalls zunehmend und auch erfolgreich Algorithmen


und künstliche Intelligenz im Market Making). Auch Privatanleger können


einfach Unmengen an Datenpunkten Ratings, Performance- oder Kostenvergleiche


analysieren. Diese Rechenleistungen beschleunigen aber weltweit die Märkte,


da bestimmte Sachverhalte wie günstige oder hohe Bewertungen einfach


aufgedeckt werden können. Allerdings gilt weiterhin das alte Motto der


Finanzanalysten, wenn sie Ihre Rechenmodelle befüllen: "Garbage in, Garbage


out".



Es bleibt also eine wichtige Bedingung, alles, was diese Roboter ausspucken


zu hinterfragen. Wir wollen unsere Leser sicher nicht zurück in die Höhle


ans Lagerfeuer bitten. Im Gegenteil, das Thema wird uns zunehmend begleiten


und die Entwicklung wird fortschreiten. Aber wir glauben, dass Bäume


vielleicht erstmal nur in den Himmel wachsen. Aber nicht in den Orbit.



Denn nach einer Umfrage von PwC aus dem Januar 2026 bestätigen die Hälfte


von 4.454 befragten CEOs das ihre Unternehmen bis dato keinen finanziell


messbaren Nutzen aus dem Einsatz der KI zieht. https://bit.ly/4kFMcsy .


Lediglich 30 % erkennen eine Umsatzsteigerung während 56 % dies verneinen


und auch keine signifikante Kostenersparnis sehen. Nach einer Studie von


Gartner bit.ly/4qCJMfm konnten nur 20 % der befragten Unternehmen im


Servicesektor die Belegschaft durch den Einsatz reduzieren. Aber 50 % der


Unternehmen planen die abgebauten Stellen im Jahr 2027 wieder zu besetzen.



Der seit 2010 bekannte "Cold-Fusion" youtube channel veröffentlichte gerade


den verlinkten Bericht https://youtu.be/z3kaLM8Oj4o zu einer Studie, bei der


die Ergebnisse von KI nicht in Simulation sondern real gegen die Ergebnisse


von Menschen bei derselben Aufgabenstellung getestet wurde. Hier schnitt die


KI in 96,25 % aller Fälle schlechter ab als die Lösung durch einen Menschen.


Im Ergebnis bestätigt die Studie das KI zu relevanter Zeitersparnis führt


aber derzeit ein Ersatz des Menschen keine guten Ergebnisse zeigt. Gute


Erfolge zeigte die KI lediglich bei Bild- und Filmbearbeitung.



Am (US-) Aktienmarkt sorgen die KI Unternehmen derweil für reichlich


Turbulenz. Zum einen werden Aktien von Unternehmen in Mitleidenschaft


gezogen, deren Geschäftsmodelle durch den Einsatz von disruptiver KI


zunehmend in Frage stehen. Auf der anderen Seite beginnen sich die Zweifel


das die absurd hohen Investitionen, der Unternehmen in die Technologie sich


in absehbarer Zeit auszahlen werden in die Köpfe der Anleger zu fressen. Mit


Hinblick auf die gigantische Verschuldung und den weiteren


Finanzierungsbedarf kein vertrauenerweckendes Szenario. So planen alleine


Microsoft, Amazon, Meta, and Alphabet Investitionen von mehr als USD 600


Mrd. in 2026.



So begannen die Kurse der Aktien und der sie reflektierende Index Nasdaq 100


langsam zu erodieren. Analysten prognostizieren für OpenAI einen Verlust von


USD 14 Mrd. im Jahr 2026. Bis 2029 wird OpenAI demzufolge rund USD 115 Mrd.


verbrennen. Die extremen Kosten entspringen dem unermesslichen Hunger nach


Rechenleistung. Schätzungen zufolge gibt OpenAI für jeden eingenommenen


Dollar etwa drei Dollar aus, hauptsächlich für Serverkapazitäten und


Forschung.



Der angekündigte IPO von OpenAI dürfte ein lebenswichtiger Test für die


Finanzierung sein. Dass die Zweifel zunehmen, sieht man daran, dass


Chip-Star Nvidia im Rahmen eines strategischen langfristigen Rahmenvertrages


vom September 2025 eine monumentale Investition von schlappen USD 100 Mrd.


in seinen größten Kunden OpenAI geplant hatte. Nun ist das schon ganze 5


Monate her und so wurde die strategische Investitionssumme bereits auf die


"Kleinigkeit" von "nur" USD 20 Mrd. eingedampft, da innerhalb von Nvidia


Zweifel am Geschäftsmodell von OpenAI und Bedenken hinsichtlich einer


"zirkulären Finanzierung" laut wurden. "Zirkuläre Finanzierung"? Ja so kann


man die "Kreislaufwirtschaft" innerhalb der KI Industrie wohl nennen.


https://bit.ly/46c9VKS .



Die Akteure im "AI Money Loop" (Achtung, die Beschreibung kommt von Googles


KI):



Die Geldgeber (z. B. Microsoft, Nvidia): Diese Unternehmen investieren


Milliarden in KI-Entwickler wie OpenAI. Oft fließen diese Investitionen


nicht als Bargeld, sondern in Form von Cloud-Guthaben oder direkten


Kapitalbeteiligungen. 1.5.19



Die Entwickler (z. B. OpenAI): Diese nutzen das erhaltene Kapital (oder die


Cloud-Guthaben), um enorme Rechenleistung zu mieten.



Die Infrastruktur-Provider (z. B. Microsoft Azure, Oracle): OpenAI bezahlt


diese Firmen für die Serverzeit. Ein Großteil des Geldes landet also wieder


bei den ursprünglichen Investoren. 1.5.17



Die Hardware-Lieferanten (Nvidia): Die Infrastruktur-Provider wiederum


nutzen das Geld, um die neuesten KI-Chips von Nvidia zu kaufen. Schließt


sich der Kreis, wenn Nvidia selbst investiert, kauft der Empfänger (OpenAI)


mit Nvidias Geld effektiv Nvidia-Chips.



Diese Thematik betrifft sehr wohl auch die Anleihemärkte. So hat allein


Oracle geschätzte Gesamtschulden (Total Debt) von etwa 130 Milliarden


US-Dollar. Anfang Februar 2026 kündigte Oracle an, im laufenden Jahr bis zu


50 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital durch Schulden und Eigenkapital


aufzunehmen.



Und die ganze Show wäre ja nicht perfekt, wenn es nicht noch einen Wettlauf


zwischen OpenAI und Elon Musks xAI über den jeweils früheren IPO geben würde.


Musk plant zusätzlich xAI mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX zusammen an


die Börse zu bringen, um die Erfolgswahrscheinlichkeiten zu erhöhen.


Natürlich gibt es dafür auch eine Equity-Story, die sich der Motorsägen DOGE


ausgedacht hat: Orbitale Rechenzentren.



SpaceX soll die Hardware (Satelliten, Starship) liefern, während xAI die


KI-Modelle darauf betreibt, um Latenzzeiten zu minimieren und globale


KI-Infrastruktur unabhängig von Bodenstationen zu schaffen. Denn der Mangel


an Wasserkapazitäten zur Kühlung auf der Erde ist ein zentrales Motiv für


Elon Musks Plan, Rechenzentren in den Orbit zu verlagern.



Große KI-Rechenzentren wie das von xAI betriebene "Colossus" in Memphis


verbrauchen täglich Millionen Liter Wasser (teils bis zu 20 Millionen


Liter), um die enorme Hitze der Grafikprozessoren abzuführen. Dies führt


zunehmend zu Konflikten mit lokalen Gemeinden, da die Anlagen mit der


Trinkwasserversorgung und der Landwirtschaft konkurrieren. Kritiker werfen


Elon Musk vor, das Projekt, ohne die erforderlichen Genehmigungen und


Umweltverträglichkeitsprüfungen gestartet zu haben.



Im All sollen die geplanten orbitalen Rechenzentren Radiative Cooling nutzen


- sie "schwitzen" die Hitze als Infrarotstrahlung direkt in das All ab, ohne


einen Tropfen Wasser zu verbrauchen. Somit würde man auf der Erde auch


keinen Strom mehr einsetzen. Die Energie käme von der Sonne.



Wenn das alles klappen sollte, plant man eine Rekord-Bewertung: Das


fusionierte Unternehmen wird bereits vor dem IPO mit etwa 1,25 Billionen


US-Dollar bewertet. Ein erfolgreicher Börsengang könnte SpaceX zum ersten


"Billionen-Dollar-IPO" der Geschichte machen.



Wir empfehlen einen kühlen Kopf ohne orbitale Gedanken und ein waches Auge.


Das Leben, das Portfolio und der Planet sollten es danken.



Zu mwb:



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für


Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister


mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt


und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der


Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE000A3EYLC7, WKN A3EYLC) an der


Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den


Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart.


Unsere Dienstleistungen umfassen Emissionsberatung & Listings,


Zahlstellenfunktion, Designated Sponsoring und institutionelle


Kundenbetreuung. Im Wertpapierhandel betreut mwb gut 46.000 Orderbücher für


deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um


Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds.


Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.



Kontakt und weitere Informationen:


mwb Wertpapierhandelsbank AG


Kai Jordan


Kleine Johannisstrasse 4


D-20457 Hamburg


Tel: +49 40-360995-20


E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com



Disclaimer:



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Herausgeber des vorliegenden


Dokumentes. Obwohl die Informationen in diesem Dokument aus Quellen stammen,


die die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für zuverlässig erachtet,


kann für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument keine Gewähr


übernommen werden.



Dieses Dokument stellt keinen Prospekt dar und ist nicht geeignet, als


Grundlage zur Beurteilung der in dem Dokument vorgestellten Wertpapiere


herangezogen zu werden. In diesem Dokument enthaltene Schätzungen und


Meinungen stellen ausschließlich der Beurteilungen der mwb fairtrade


Wertpapierhandelsbank AG, zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes dar


und können zu jedem Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung geändert werden.



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG oder ihre verbundenen Unternehmen


können von Zeit zu Zeit Bestände an den in diesem Dokument genannten


Wertpapieren oder an darauf basierenden derivaten Finanzinstrumenten halten,


können andere Dienstleistungen (einschließlich solcher als Berater) für


jedes in diesem Dokument genannte Unternehmen erbringen oder erbracht haben,


und können - soweit gesetzlich zulässig - die hierin enthaltenen


Informationen oder die Recherchen, auf denen sie beruhen, vor ihrer


Veröffentlichung verwendet haben.



Ein wie auch immer geartetes Beratungsverhältnis zwischen der mwb fairtrade


Wertpapierhandelsbank AG und dem Empfänger dieses Dokumentes wird durch die


Übersendung oder Weitergabe dieses Dokuments nicht begründet. Jeder


Empfänger muss eigene Anstrengungen unternehmen und Vorkehrungen zu treffen,


um die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Anlageentscheidung unter


Berücksichtigung seiner persönlichen und wirtschaftlichen Belange zu prüfen.


Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haftet weder für Konsequenzen aus


dem Vertrauen auf in diesem Dokument enthaltenen Meinungen oder Aussagen


noch für Unvollständigkeiten in diesem Dokument. Jede US-Person, die dieses


Dokument erhält und Transaktionen mit hierin genannten Wertpapieren tätigen


möchte, ist verpflichtet, dies durch einen in den USA zugelassenen


Dienstleister zu tun.




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Sprache: Deutsch


Unternehmen: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG


Rottenbucher Straße 28


82166 Gräfelfing


Deutschland


Telefon: +49 (0)89 858 52-305


Fax: +49 (0)89 858 52-5 05


E-Mail: investor-relations@mwbfairtrade.com


Internet: www.mwbfairtrade.com


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Börsen: Freiverkehr in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München


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