Die Übernahme durch den Ölkonzern aus Abu Dhabi ist abgeschlossen, nun folgt das finale Kapitel für die freien Aktionäre. Der neue Eigentümer XRG hat die kritische Schwelle überschritten und macht ernst: Die verbliebenen Kleinanleger sollen per Zwangsausschluss aus dem Unternehmen gedrängt werden. Was bedeutet dieser radikale Schnitt für das Depot?
Hier sind die Fakten zur aktuellen Lage:
* Dominanz: XRG hält bereits 95,10 % der Anteile.
* Maßnahme: Einleitung des Squeeze-out-Verfahrens.
* Börsenplatz: Rückzug aus dem Prime Standard beantragt.
* Termin: Entscheidung auf der Hauptversammlung am 15. April 2026.
Der Weg zum Zwangsausschluss
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme im Dezember 2025 fackelt der neue Mehrheitsaktionär nicht lange. XRG (vormals ADNOC International) teilte der Covestro AG am 9. Januar mit, dass die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung auf den Hauptaktionär übertragen werden sollen.
Rechtlich ist der Weg frei: Mit einer Beteiligung von gut 95 Prozent erfüllt XRG die gesetzlichen Voraussetzungen für diesen Schritt gemäß § 327a Aktiengesetz. Für die verbliebenen Anleger im Streubesitz gibt es keine Wahlmöglichkeit – sie werden ihre Anteile verlieren. Die zentrale Unbekannte bleibt die Höhe der Abfindung. Diese Summe steht noch nicht fest und wird maßgeblich bestimmen, ob der aktuelle Kurs von 60,56 Euro noch Aufwärtspotenzial bietet oder ob das Ende der Fahnenstange erreicht ist.
Rückzug auf Raten
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Parallel zum Squeeze-out fährt das Management die börsenrechtlichen Verpflichtungen herunter. Der Vorstand beschloss am 22. Januar, die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu widerrufen. Künftig soll die Notierung im weniger streng regulierten General Standard erfolgen.
Dieser Wechsel reduziert den administrativen Aufwand und die Kosten für das Unternehmen erheblich – ein logischer Schritt, da der Streubesitz nur noch bei marginalen 4,9 Prozent liegt. Der Widerruf wird drei Monate nach der offiziellen Entscheidung der Börsengeschäftsführung wirksam.
Das Warten auf den Preis
Charttechnisch spiegelt sich die Situation in einer gewissen Starre wider. Die Aktie notiert mit 60,56 Euro zwar stabil, liegt aber doch spürbar unter dem 52-Wochen-Hoch von 66,00 Euro, das noch im Dezember markiert wurde. Die Volatilität ist mit rund 38 Prozent vergleichsweise hoch, was die Unsicherheit über die genaue Höhe des Abfindungsangebots reflektiert.
Anleger blicken nun auf den 15. April 2026. An diesem Datum soll die Hauptversammlung den Squeeze-out final absegnen. Bis dahin muss XRG die konkrete Barabfindung nennen, die dann von einem gerichtlichen Sachverständigen geprüft wird.
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