ASML steht im Zentrum des nächsten Investitionsschubs der Chipindustrie. Größere Ausbaupläne bei TSMC in den USA und steigende Investitionen im Speichersegment nähren die Hoffnung auf einen anhaltenden Auftragsboom. Gleichzeitig ist die Bewertung bereits sehr ambitioniert. Entscheidend wird nun, ob die kommenden Zahlen die hohe Erwartungshaltung rechtfertigen.
TSMC und SK Hynix drehen Capex-Schraube hoch
Auslöser der positiven Neubewertung sind neue Berichte zu den Investitionsplänen großer Kunden von ASML. TSMC will seinen Campus in Arizona deutlich ausbauen. Laut einer Analyse von Morningstar vom 8. Januar hat der Konzern weiteres Land erworben, um die Zahl der US-Fabs von sechs auf acht zu erhöhen.
Damit einher geht eine angehobene Prognose für die Investitionsausgaben von TSMC: Für 2026 werden nun rund 45 Milliarden US‑Dollar Capex erwartet, deutlich über dem bisherigen Konsens von 40 bis 42 Milliarden US‑Dollar. Ein größerer Teil dieser Budgets fließt traditionell in Lithografie-Anlagen – ein Kernsegment, in dem ASML dominierend ist.
Parallel zieht auch die Nachfrage aus dem Speicherbereich an. Berichten zufolge plant SK Hynix aus Südkorea, bis 2027 insgesamt 20 EUV-Lithografie-Anlagen zu bestellen. Hintergrund ist der anhaltende Engpass bei High Bandwidth Memory (HBM), der für KI-Beschleuniger benötigt wird. Mehr EUV-Kapazität bei Speicherherstellern bedeutet zusätzliche Nachfrage nach ASML-Systemen.
Analysten schieben Kursziele nach oben
Die optimistische Stimmung passt zu Bank of America Securities, die bereits zu Wochenbeginn ihr positives Votum bekräftigt hat. Analyst Didier Scemama bleibt bei seiner Kaufempfehlung und hat am 6. Januar das Kursziel für ASML von 1.331 auf 1.385 US‑Dollar angehoben. Begründung: die faktische Monopolstellung des Unternehmens bei den Werkzeugen für die nächste Generation von KI-Chips.
Auch aus Branchensicht fügt sich das Bild: Der Sektor für Halbleiterfertigungsanlagen profitiert von einer synchronen Erholung in Logik- und Speichermarkt. Während die Nachfrage nach Logikchips schon länger robust ist, sorgt der Übergang des Speichermarktes in eine Expansionsphase – signalisiert durch die EUV-Bestellungen von SK Hynix – für einen zweiten Wachstumstreiber.
Ein wichtiger Hebel sind dabei die High-NA-EUV-Systeme von ASML. Diese Anlagen kosten jeweils mehr als 350 Millionen Euro und gelten als künftiger Standard für Strukturen bei 2‑Nanometer-Prozesstechnologien und darunter. Gelingt hier der breite Rollout, könnte das Umsatz- und Margenprofil des Konzerns nochmals deutlich skalieren.
Bewertung und Marktlage
Trotz der starken Fundamentaldaten tut sich die Aktie kurzfristig schwer, deutlich weiter zuzulegen. Nach den jüngsten Rekordmarken konsolidiert der Titel und notiert aktuell bei rund 1.035 Euro, was einem Plus von gut 5 % seit Jahresbeginn entspricht. Damit liegt die Aktie klar über ihrem 200‑Tage-Durchschnitt und preist bereits einen anhaltenden KI-getriebenen „Superzyklus“ ein.
Auf Basis der aktuellen Schätzungen wird ASML mit einem vorausschauenden KGV von rund 46 gehandelt. Laut Morningstar liegt der Kurs damit über dem angehobenen Fair-Value-Ansatz. Das signalisiert eine Bewertungsprämie, die nur dann gerechtfertigt bleibt, wenn der erwartete Nachfrageanstieg in Logik- und Speicherchips auch tatsächlich in stabile, hohe Auftragseingänge mündet.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Der nächste zentrale Termin ist die Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr am 28. Januar 2026. Dann wird sich zeigen, ob die erhöhten Capex-Pläne von TSMC und die aggressiven EUV-Bestellungen der Speicherkonzerne bereits in Form konkreter Buchungen in der Auftragsbilanz von ASML auftauchen.
Besonderes Augenmerk dürfte auf dem Auftragseingang für EUV- und High‑NA‑Systeme, der Auslastung der Fertigung sowie der Umsatz- und Margenprognose für 2026 liegen. Bestätigt das Management die Signale eines breiten KI-Investitionszyklus und untermauert sie mit belastbaren Zahlen, hätte die Aktie trotz hoher Bewertung Spielraum, die jüngste Konsolidierungsphase in eine weitere Aufwärtsbewegung zu drehen.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 8. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1.241 € | 1.216,6 € | 24,40 € | +2,01% | 24.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NL0010273215 | A1J4U4 | 1.327 € | 573,00 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
1.241 € | +2,01% | 24.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 1.471,48 $ | +4,73% | 24.04.26 |
| München | 1.253,6 € | +3,38% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 1.240,8 € | +2,78% | 24.04.26 |
| Hamburg | 1.246,2 € | +2,75% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 1.240 € | +2,67% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 1.249,4 € | +1,81% | 24.04.26 |
| Hannover | 1.246,6 € | +1,50% | 24.04.26 |
| Xetra | 1.245 € | +1,45% | 24.04.26 |
|
| Antw. | Thema | Zeit |
| 416 | ASML Holding | 26.04.26 |
| 9 | VanEck Vectors Semiconductor. | 25.04.21 |








