Kolumnist: Karsten Kagels

EUR/USD Prognose heute, morgen & nächste Woche und darüber hinaus




02.11.24 17:32
Karsten Kagels

Euro Dollar Prognose: die wichtigsten Trends

  • Kurzfristige EUR/USD Prognose: Vom Septemberhoch aus läuft der Kurs in einer deutlichen Korrektur und hat nach Bruch des Juli-Hochs nun auch die 200-Tage-Linie abgegeben. Die Verlustserie stützt sich zunächst am Augusttief, wobei eine Entscheidung im ringen um den GD200 abzuwarten bleibt.
  • Mittelfristige EUR/USD Prognose 2025-2026: Der übergeordnete Abwärtstrend könnte die Erholung am Vorjahreshoch beendet haben und bei Bruch der nächsten Unterstützungen wieder Ziele bei 1,04 und 1,02 ansteuern.
  • Langfristige EUR/USD Prognose 2030: Auch langfristig zeigt das Währungspaar fallende Notierungen und hat 2022 sogar die Parität unterschritten. Aktuelle Preise bilden lediglich eine Korrektur im aktiven Abwärtstrend ab, so dass bis 2030 erneut Kurse unter 1,00 zu erwarten wären.
EUR/USD Prognose für Montag

Update der EUR/USD-Prognose & Chartanalyse: 02.11.24 (10:30 Uhr) bei 1,0834


Mögliche Tagesspanne: 1,0810 bis 1,0860


Euro Dollar Chartanalyse anhand des Stundencharts: In der vergangenen Woche hat sich der Kurs vom Augusttief erholt und Notierungen bei 1,09 angelaufen. Dort zeigt sich Widerstand, so dass in diesem Bereich der Deckel für weitere Erholungen liegen dürfte. Zum Wochenstart am Montag könnten sich in Erwartung der US-Wahlen zunächst nur geringe Impulse zeigen.



 


Nächste Widerstände: 1,0905 = Vorwochenhoch | 1,0948 = Julihoch
Wichtige Unterstützungen: 1,0777 = Augusttief | 1,0769 = Vorwochentief | 1,0723 = Dezember’23-Tief
GD20 (Std): 1,0859


Die Börsentermine für die nächsten Tage
Quelle: investing.com


Montag
09:55 Uhr Deutschland Einkaufsmanagerindex
Dienstag
11:00 Uhr USA Präsidentschaftswahl (!)
15:45 & 16:00 Uhr Einkaufsmanagerindex
Mittwoch
09:55 Uhr Deutschland Einkaufsmanagerindex
16:30 Uhr USA Rohöllagerbestände
Donnerstag
14:30 Uhr USA Arbeitsmarktdaten
19:00 Uhr FED Zinsentscheid
20:00 Uhr FOMC Statement
20:30 Uhr FED Pressekonferenz


Eine ausführliche Rückschau des Chartverlaufs mit wichtigen Kursmarken gibt es im Ausblick des Monatscharts.


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EUR/USD Prognose für Dienstag

Mögliche Tagesspanne: 1,0750 bis 1,0840 alternativ 1,0830 bis 1,0920


Aus der Chartanalyse heraus dürfte nach Re-Test des 200-Tage-Durchschnitts weitere Schwäche auf dem Plan stehen. Mit den Ergebnissen aus der US-Präsidentenwahl sind stärkere Impulse in beide Richtungen zu erwarten, wobei die Preise am Dienstag nicht zwingend als Richtungsweisend zu betrachten wären. Die nachfolgende Tendenz könnte hingegen den Trend für das kommende Jahr vorgeben.


EUR/USD Prognose für diese Woche

Mögliche Wochenspanne: 1,0720 bis 1,0920


Ergänzend zum Stundenchart hat der EUR/USD infolge der jüngsten Verlustserie auch den 200-Tage-Durchschnitt unterschritten. Der überwiegende Widerstand deutet auf ein nächstes Kursziel im 1,07er-Bereich. Erst eine Erholung zurück über das Juli-Hoch würde den negativen Ausblick drehen. Im Zuge der US-Wahl ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen, so dass Bewegungsspitzen auch übertriebene Werte erreichen können.


EUR/USD Prognose für nächste Woche

Mögliche Wochenspanne: 1,0690 bis 1,0810 alternativ 1,0860 bis 1,0980


In der Woche nach der Wahl dürfte sich eine Entscheidung um die 200-Tage-Linie ergeben, wobei der übergeordnete Abwärtstrend wieder an Fahrt aufnehmen und auf das Februar-Tief zielen könnte. Im Gegenzug wäre bei einer deutlichen Erholung die 1,10er-Marke wieder als Kursziel im Spiel.


GD20: ⬇️ 1,0866 GD50: ⬇️ 1,1004 GD200: ➡️ 1,0868



Tageschart: EUR/USD Prognose diese & nächste Woche (Chart: TradingView)


 


EUR/USD Prognose für 2025

Mittelfristige Euro Dollar Prognose anhand des Wochencharts: Aus der Abwärtsbewegung der Jahre 2021 und 2022 ist der Kurs vom Septembertief 2022 in eine Erholung übergegangen. Das Widerstandscluster am 2020er Tief konnte danach ebenfalls überwunden werden, wo sich zuletzt Unterstützung gezeigt hat.


In der aktuellen Situation konnte sich der Kurs von der Pendelbewegung um die gleitenden Durchschnitte lösen und wurde am 61,8 % Fibonacci-Level zurückgewiesen. Vor diesem Widerstand bleibt eine Seitwärtsphase zu erwarten, die das Chartbild in einem neutralen Ausblick halten würde (grauer Pfad).


Eine stärkere Erholungsphase mit Zielen bei 1,20 wäre hingegen möglich, wenn der Widerstand im 1,12er-Bereich überwunden wird. Der übergeordnete Abwärtstrend im EUR/USD dürfte jedoch erst nach einer signifikanten Trendumkehr und Notierungen bei 1,30 beendet sein.



EUR/USD Prognose 2024 (Wochenchart: TradingView)


Nächste Widerstände: 1,1216 = Jahrestief 2018 | 1,1274 = 61,8 % Fibo-Level
Nächste Unterstützung: 1,0636 = Tief 2020 | 1,0610 = 38,2 % Fibo-Level | 1,020 & 1,000 = nächste runde Marken
SMA20: 1,0942 SMA50: 1,0876


Euro-Dollarkurs Prognose für 2026

Mittelfristige Euro Dollar Prognose anhand des Monatscharts: Der Bruch am Kreuz der Trendlinien bei circa 1,1150 hat ein stark negatives Signal generiert. Die Erholung ist an der langfristigen Aufwärtstrendlinie zunächst auf Widerstand gestoßen, so dass im weiteren Verlauf bis 2025 eine Schiebephase über 1,06 möglich bleibt.


Ein Rückfall unter 1,05 dürfte hingegen zu weiterer Schwäche mit Zielen im Bereich von 0,9200 führen.



EUR/USD Prognose Monatskerzen (Chart: TradingView)


Widerstand: 1,1139 | 1,1275 | 1,1350
Unterstützung: 1,0636 | 1,0459


Chartanalyse und Rückschau im Monatschart:

Das Währungspaar EUR/USD ist im August 2020 über die langfristige Abwärtstrendlinie ausgebrochen. Im März 2021 hat sich der Kurs nach dem guten Jahresstart schwächer gezeigt, konnte sich bis in den Mai wieder etwas erholen. Der Juni dagegen hat jedoch bis unter das Tief aus dem Mai nachgegeben und bei 1,1855 geschlossen.


Damit ist der Ausbruchsversuch ermüdet. Nachdem sich auch der September 2021 nicht über 1,1600 stabilisieren konnte, zeigte sich der Oktober ebenfalls mit Verlusten und hat am Tief der vorangegangenen Kerze geschlossen. November hat im Tief bei 1,1186 gedreht und konnte über der 1,1300er Marke schließen. Zum Jahresende ’21 wurde dieser Bereich noch verteidigt, was im Januar des Jahres 2022 nicht mehr gelungen ist. Das Jahr 2023 stand im Zeichen eines Re-Tests, welcher jedoch Widerstand an der gebrochenen Unterstützungslinie offenbart hat.


Jahresverlauf 2022

Der Februar hat die grüne Unterstützungslinie bereits getestet, der Monat März ist deutlich darunter gebrochen, konnte sich vom Tief bei 1,0806 jedoch wieder an den Kreuzungspunkt erholen. April ist schwach gestartet und hat bis unter das Tief aus dem Jahr 2020 abgegeben. Der Monat Mai konnte sich am Tief aus 2017 stützen und wieder etwas Boden gut machen, der Juni hat die Marke ebenfalls getestet und bei 1,0480 geschlossen.


Der Juli ist schwach gestartet und hat im Tief bei 0,9952 die Parität angetestet, konnte am Ende die Marke von 1,02 halten. Im Monat August hat der Kurs vom Hoch bei 1,0368 wieder an das Vormonatstief nachgegeben, der September hat an die Schwäche angeknüpft und ist deutlich unter das Juli-Tief gebrochen, der Oktober um diesen Bereich gependelt. Im November konnte sich der Kurs zurück über 1,04 kämpfen und dort schließen. Der Dezember konnte mit Schlussnotierungen an der 1,07 zumindest die Tiefs der vergangenen Jahre retten.


EUR/USD im Jahr 2023

Die im vergangenen Jahr gestartete Erholung konnte sich im Vergleich zum Abwärtstrend der Vorjahre eindrucksvoll über die 1,00er Marke zurückmelden und weiteres Terrain gewinnen. In der zweiten Jahreshälfte ist der Kurs von seinem Hoch bei 1,1275 jedoch zurückgekommen und hat eine Schiebephase ausgebildet.


Euro/Dollar Chartanalyse und Prognose zur Entwicklung bis 2030

Euro Dollar Prognose bis 2030 anhand des Quartalscharts: Wir blicken auf ein negatives Chartbild. Die wichtigste Unterstützung für die Seitwärtsphase – das Tief aus 2017 bei 1,0340 – wurde zum Ende des dritten Quartals 2022 per Schlusskurs abgegeben. Damit bliebe noch weitere Schwäche zu erwarten.


Das dritte Quartal ’23 konnte sich im Hoch bis an die 1,1275 erholen. Nun ist die Aufwärtstrendlinie wieder im Spiel, die sich aber als Widerstand entpuppt hat. Sollte der Kurs erneut nachgeben, wären im weiteren Verlauf bis in das Jahr 2030 Kurse um 0,8000 zu erwarten. Im Gegenzug könnte ein Ausbruchsszenario das Währungspaar zurück über das Jahreshoch aus 2021 führen und Ziele bei 1,2500 anvisieren.



EUR/USD Prognose 2030 (Chart: TradingView)


Widerstand: 1,1275 | 1,2349
Unterstützung: 1,0636 | 1,0340 | 0,9535


Kurze Einordnung zum Quartalschart: Der EUR/USD konnte im vierten Quartal 2020 die Abwärtstrendlinie (grau gestrichelt) überwinden. Der Anlauf in Richtung 1,25 ist jedoch gescheitert, danach wurde die langfristige Unterstützungslinie abgegeben. Im dritten Quartal 2022 hat nun auch das letzte lokale Tief aus 2017 seine Unterstützungsfunktion verloren. Ebenso wurde die Parität unterschritten und der Schlusskurs lag bei 0,98. Die von dort eingesetzte Erholung hat sich bis an ein Zwischenhoch bei 1,1275 fortgesetzt, wo erneut Abgabedruck entstanden ist.


Euro Dollar Chartanalyse und Prognose zur Entwicklung bis 2050

Langfristige EUR/USD Prognose anhand des Jahrescharts: Der langfristige Aufwärtstrend im Chartbild ist gefährdet. Im Schlusskurs des Jahres 2022 konnte das Tief aus 2020 jedoch gehalten werden.


Das große Bild deutet nun eine Fortsetzung der Seitwärtsphase an, der Kurs könnte in den nächsten Jahren die Grenzen zwischen 0,80 und 1,25 (graue Zone) ausloten. Bei einem Ausbruch nach unten wären bis zum Jahr 2050 Notierungen bei 0,60 möglich. Auf der Oberseite könnte eine Rückkehr in den Aufwärtstrend die 1,60 wieder auf den Plan bringen.



EUR/USD Prognose: Langfristiger Aufwärtstrend in Gefahr (Chart: TradingView)


Widerstand: 1,1275 | 1,2349
Unterstützung: 1,0636 | 1,0340


Kurze Einordnung zum Jahreschart: In einem langfristigen Aufwärtstrend hat die vom Hoch des Jahres 2008 gelaufene Korrektur im Jahr 2017 an der langfristigen Unterstützungslinie ihren Tiefpunkt gefunden. In den letzten sechs Jahren hat sich das Forex-Paar Euro-Dollar in einer Trading Range seitwärts bewegt.


Die Jahreskerze 2020 zeigt eine deutliche Erholung vom Tief und konnte im Schlusskurs das 2015er Hoch von 1,2107 überbieten. Im Jahr 2021 wurden diese Kursgewinne größtenteils wieder abgegeben und der EURUSD hat bei 1,1366 geschlossen. Das Jahr 2022 ist schwach gestartet, unter die langfristige Unterstützungslinie gebrochen und hat auch die Parität im Jahrestief bei 0,9535 deutlich getestet. Am Ende konnte sich der Kurs zurück an die 1,07 retten. Das Jahr 2023 ist weniger volatil verlaufen, deutet im Hoch jedoch Widerstand an der gebrochenen Unterstützungslinie an.






 

 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
EU0009652759 965275 1,20 1,11
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
FXCM
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EZB 1,1782 +0,02%  16.04.26
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