KR7066570003 - LG Electronics
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neuester Beitrag: 26.04.26 00:36
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| eröffnet am: | 26.04.26 00:36 von: | MrTrillion3 | Anzahl Beiträge: | 1 |
| neuester Beitrag: | 26.04.26 00:36 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 192 |
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LG Electronics KR7066570003 – Einschätzung zum Stand 26.04.2026
LG Electronics ist einer der großen südkoreanischen Elektronik- und Haushaltsgerätehersteller. Die Stammaktie hat die ISIN KR7066570003, WKN 570238 und wird in Seoul unter 066570 gehandelt. Sie ist Teil des KOSPI. Daneben gibt es handelbare Hinterlegungsscheine beziehungsweise DR/DRC-Strukturen, etwa mit ISIN US50186Q2021, WKN 576798 und deutschen Symbolen wie LGLG beziehungsweise 6657q; diese sind aber nicht identisch mit der südkoreanischen Originalaktie und können in Deutschland deutlich andere Liquidität, Spreads und Stückelungen haben. Die Originalaktie notierte zuletzt am 24.04.2026 in Seoul bei 127.500 KRW, bei einer 52-Wochen-Spanne von 68.300 bis 151.900 KRW. (Investing.com)
Das Sortiment ist breit und geht weit über Fernseher hinaus. LG Electronics gliedert sich im Kern in Haushaltsgeräte, Home Entertainment, Fahrzeugkomponenten, B2B-Lösungen, Eco-/HVAC-Lösungen sowie LG Innotek. Konkret umfasst das Angebot Kühlschränke, Waschmaschinen, Staubsauger, Klimaanlagen, Fernseher, Monitore, PCs, Signage, Telematik, Infotainment, Motoren, Inverter, Kameramodule, Substratmaterialien und Sensoren. Damit ist LG kein reiner Konsumelektroniker, sondern eine Mischung aus Hausgerätehersteller, TV-Anbieter, Automobilzulieferer, Klimatechnik-Anbieter und Plattform-/Serviceunternehmen. (justetf.com)
Historisch stammt LG Electronics aus GoldStar, gegründet 1958 von Koo In-hwoi. Der Name LG Electronics wurde 1995 eingeführt; der Konzern sitzt in Seoul. LG gehört zum südkoreanischen LG-Konglomerat, also zu einem klassischen Chaebol-System. Familienbasiert ist die Struktur indirekt: Die Aktie von LG Electronics selbst ist nicht mehr „Familienunternehmen“ im engeren Sinne, aber LG Corp. hält zum 31.12.2025 rund 32 % an LG Electronics. Die Kontrolle über die LG-Gruppe ist historisch und strukturell mit der Gründerfamilie Koo verbunden. Die Aktionärsstruktur von LG Electronics bestand zum Jahresende 2025 laut Unternehmen aus LG Corp. 32 %, ausländischen Investoren 31 % und inländischen Investoren 37 %. (justetf.com)
Fundamental sieht LG Electronics besser aus, als der langfristige Aktienchart vermuten lässt, aber nicht makellos. 2025 erzielte der Konzern 89,201 Billionen KRW Umsatz, nach 87,728 Billionen KRW im Jahr 2024 und 82,263 Billionen KRW im Jahr 2023. Das operative Ergebnis fiel dagegen von 3,420 Billionen KRW 2024 auf 2,478 Billionen KRW 2025. Der Nettogewinn stieg von 591 Milliarden KRW 2024 auf 1,220 Billionen KRW 2025. Die Bilanzsumme lag Ende 2025 bei 68,620 Billionen KRW, das Eigenkapital bei 28,552 Billionen KRW und die Verbindlichkeiten bei 40,068 Billionen KRW. Die Eigenkapitalquote liegt damit überschlägig bei gut 41 %, was für einen kapitalintensiven Industriekonzern solide ist. (LG PL)
Die operative Marge 2025 war mit rund 2,8 % niedrig. Das ist der zentrale Schwachpunkt: LG ist groß, technologisch stark und global sichtbar, aber die Margen sind in Teilen des Geschäfts zyklisch und hart umkämpft. Haushaltsgeräte und HVAC sind strukturell attraktiver als klassische TV-Hardware. Fahrzeugkomponenten, Plattformdienste, Abomodelle, webOS/Content, B2B, Rechenzentrums- und Klimatechnik können die Qualität des Geschäfts verbessern. Aber der Konzern bleibt anfällig für Rohstoffpreise, Frachten, Wechselkurse, Zölle, schwache Konsumnachfrage und Preisdruck durch Samsung, chinesische Anbieter, Whirlpool, Haier, Midea und andere.
Der Start ins Jahr 2026 war stark. LG meldete für das erste Quartal 2026 vorläufig 23,73 Billionen KRW Umsatz und 1,67 Billionen KRW operativen Gewinn. Das war laut Unternehmen der höchste Q1-Umsatz der Unternehmensgeschichte; der operative Gewinn lag über den Markterwartungen. LG nennt als Treiber unter anderem robuste Kernbereiche, Wachstum im B2B-Geschäft einschließlich Vehicle Solutions, Kostensenkungen, Produktionsoptimierung gegen Zollrisiken sowie wachsende Plattform-, Abo- und Online-Umsätze. (LG PL)
Die Bewertung ist gemischt. Bei 127.500 KRW Kurs, einem TTM-Gewinn je Aktie von rund 5.377 KRW und einer Marktkapitalisierung von etwa 21,73 Billionen KRW ergibt sich überschlägig ein KGV von rund 24. Das ist für einen zyklischen Elektronik- und Industriekonzern nicht billig, wirkt aber weniger anspruchsvoll, wenn die Q1-2026-Erholung nachhaltig ist. Der Buchwert je Aktie wird mit rund 132.659 KRW angegeben; daraus ergibt sich ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 1,0. Das spricht nicht für eine überzogene Substanzbewertung, aber auch nicht automatisch für Unterbewertung, weil die Kapitalrenditen historisch nicht durchgehend hoch waren. (Investing.com)
Die Dividende ist vorhanden, aber sie ist kein Hauptargument für die Aktie. Für 2025 zahlte LG Electronics insgesamt 1.350 KRW je Stammaktie, bestehend aus 500 KRW Zwischendividende und 850 KRW Schlussdividende. Das Unternehmen hat für 2024 bis 2026 eine Ausschüttungspolitik von mehr als 25 % des bereinigten Konzerngewinns, mindestens aber 1.000 KRW je Stammaktie pro Jahr, angekündigt. Zusätzlich läuft 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden KRW sowie eine kleine Einziehung eigener Aktien. Bei einem Kurs um 127.500 KRW liegt die Dividendenrendite nur um etwa 1 %. (LG PL)
Die Analysten sind mehrheitlich positiv, aber das Kurspotenzial wirkt nach dem jüngsten Kursanstieg begrenzt. MarketScreener nennt 26 Analysten, Konsens „Buy“, ein durchschnittliches Kursziel von 129.230,77 KRW, ein Hoch von 170.000 KRW und ein Tief von 85.000 KRW. Investing nennt ähnlich ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 130.600 KRW, mit 170.000 KRW oben und 85.000 KRW unten. Bei einem Kurs um 127.500 KRW ist das mittlere Kursziel also kaum über dem aktuellen Kurs; der Markt hat einen Teil der Erholung bereits eingepreist. (MarketScreener)
Für die nächsten fünf Jahre hängt viel davon ab, ob LG die Transformation vom zyklischen Hardwarehersteller zum höherwertigen Industrie-, Plattform- und Serviceanbieter schafft. Positiv sind die starke Marke, die globale Präsenz, die gute Stellung bei Haushaltsgeräten, der wachsende Fahrzeugkomponentenbereich, HVAC/Klimatechnik und die Möglichkeit, über webOS, Services und Abo-Modelle wiederkehrendere Umsätze zu erzeugen. Negativ sind die niedrigen Margen, der zyklische TV-Markt, die Abhängigkeit von Konsumlaune, Rohstoffen und Lieferketten sowie geopolitische Risiken. Meine Einschätzung: Auf Sicht von fünf Jahren ist LG Electronics ein solider, aber nicht herausragender Qualitätswert. Die Aktie ist eher ein Turnaround-/Value-/Industrie-Technology-Mix als ein klassischer Dividendentitel.
Auf Sicht von zehn bis fünfzehn Jahren ist das Bild interessanter. Haushaltsgeräte werden smarter, Klimatisierung und Energieeffizienz werden wichtiger, Fahrzeuge werden elektronischer, und B2B-Lösungen könnten strukturell wachsen. LG hat in diesen Feldern reale Kompetenz. Trotzdem ist das kein Selbstläufer: Südkoreanische Konglomerate werden am Markt oft mit Governance- und Konglomeratsabschlägen bewertet, und LG Electronics muss erst beweisen, dass die besseren Geschäftsfelder dauerhaft hohe Margen liefern. Als Langfristinvestment wäre die Aktie für mich eher ein Beimischungstitel als eine Kernposition. Sie kann gut laufen, wenn Margen, Fahrzeugkomponenten und HVAC stärker werden; sie kann aber enttäuschen, wenn das Geschäft wieder in klassische Hardware-Margen zurückfällt.
Zur Handelbarkeit: Am saubersten handelbar ist die Aktie an der Korea Exchange in Seoul unter 066570 in KRW. In Deutschland findet man teils Kurse zu DR/DRC-Strukturen, etwa über Stuttgart, Frankfurt oder gettex, aber mit oft kleinen Stückzahlen und großen Spreads. Onvista zeigte zuletzt etwa Stuttgart, Frankfurt und gettex für die LG-Electronics-DR-Aktie US50186Q2021/WKN 576798; die Spreads waren dabei sichtbar hoch. Für größere Orders wäre die Originalbörse Seoul grundsätzlich die bessere Referenz, sofern der Broker den Handel dort ermöglicht. (Investing.com)
Ariva führt eine Seite zur LG-Electronics-Aktie mit WKN 570238 und ISIN KR7066570003, zeigt dort aber „Keine aktuellen Kursdaten verfügbar“ und „Dieses Wertpapier ist nicht mehr handelbar“. Offenbar hat Ariva also den Stammdatensatz, aber keine aktuellen oder nutzbaren Handelsplatzdaten für diese Ausprägung.
Mein Fazit: LG Electronics ist operativ deutlich besser aufgestellt, als viele Anleger bei einem alten TV- und Haushaltsgerätehersteller vermuten würden. Die Aktie bietet Substanz, globale Marke, eine solide Bilanz, moderate Ausschüttungen und echte Zukunftsfelder in Vehicle Solutions, HVAC, B2B und Plattformdiensten. Gleichzeitig ist sie kein einfacher Buy-and-Hold-Dividendenwert: Die Rendite ist niedrig, die Margen sind schwankungsanfällig, und nach dem starken Kursanstieg bis April 2026 ist das durchschnittliche Analystenkursziel fast erreicht. Für ein breit gestreutes Depot kann LG Electronics als asiatischer Industriekonsum- und Technologiebaustein interessant sein. Als Hauptposition würde ich sie nicht wählen. Attraktiver würde sie, wenn der Kurs wieder deutlich unter Buchwert fällt oder wenn das Unternehmen über mehrere Quartale zeigt, dass Q1 2026 kein Ausreißer war, sondern der Beginn dauerhaft höherer Profitabilität.
Autor: ChatGPT
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Wertpapier:
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