CA2908761018 - Emera Inc.
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neuester Beitrag: 12.04.26 18:06
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| eröffnet am: | 28.06.23 00:07 von: | MrTrillion3 | Anzahl Beiträge: | 10 |
| neuester Beitrag: | 12.04.26 18:06 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 4971 |
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Über diesen Artikel im Motley Fool wurde ich auf Emera Inc. aufmerksam. Ein kanadischer Versorger (Strom, Gas), der allerdings einen Großteil seiner Umsätze in den USA erwirtschaftet.
Interessante Dividendenrendite.
Ich nehm den Titel mal auf die Watchlist und lese mich weiter dazu ein.
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Wertpapier:
Emera Inc |
Der Titel ist bei der Trade Republic besparbar. Sollte ich mich zum Einstieg entscheiden, dann vermutlich auf diesem Weg. Aber soweit ist es (bei mir) noch nicht.
Emera Incorporated Receives Moderate Buy Rating from Bloomberg Ratings and Shows Potential for Growth
by Roberto Liccardo
June 9, 2023
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Wertpapier:
Emera Inc |
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Wertpapier:
Emera Inc |
Emera Incorporated: Positive Analyst Sentiment and Strong Financial Performance Point to Potential Upside
by Yasmim Mendonça
July 5, 2023
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Wertpapier:
Emera Inc |
01. März 2024
Der weltweite Energiebedarf ist wie erwartet weiter gestiegen und hat Experten zufolge ein Rekordniveau erreicht. Der Verbrauch ist bei sämtlichen Energieträgern mit Ausnahme von Erdgas deutlich gewachsen, wie aus einer Energiestudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hervorgeht.
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Wertpapier:
Emera Inc |
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Wertpapier:
Emera Inc |
Toronto
Währung in
CAD
47,51 CAD
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Wertpapier:
Emera Inc |
10.4.2024
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Wertpapier:
Emera Inc |
Emera ist aus meiner Sicht kein spektakulärer Wachstumswert, sondern ein ziemlich klassischer nordamerikanischer Qualitätsversorger: reguliert, kapitalintensiv, dividendenorientiert und stark von Florida getragen. Genau das ist die Stärke und zugleich die Grenze der Aktie. Wer hier das nächste Kurswunder sucht, ist falsch. Wer über 5 bis 15 Jahre ein robustes Infrastrukturgeschäft mit vernünftiger Visibilität, ordentlicher Ausschüttung und moderatem Gewinnwachstum sucht, kann sich Emera sehr gut ansehen. Zum Stand 10. April 2026 notierte die Aktie an der TSX bei 73,95 CAD. Auf Basis des bereinigten EPS 2025 von 3,49 CAD entspricht das einem KGV von rund 21,2; bei einer annualisierten Dividende von 2,93 CAD liegt die Dividendenrendite bei knapp 4,0 %. (investors.emera.com)
Zur Geschichte: Emera wurde am 23. Juli 1998 in Nova Scotia gegründet und ist im Kern aus dem Umfeld von Nova Scotia Power hervorgegangen, das bis heute die Gründungsgesellschaft im Konzern ist. Der strategisch wichtigste Schritt in der Unternehmensentwicklung war die Übernahme von TECO Energy im Jahr 2016 für rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Damit bekam Emera den heute entscheidenden Zugang zum Wachstumsmarkt Florida über Tampa Electric und Peoples Gas. 2025 folgte dann noch die Notierung an der NYSE, was für die Kapitalmarktbreite und den US-Zugang relevant ist, operativ aber kein Gamechanger. (SEC)
Operativ ist Emera heute ein nordamerikanischer Energieversorger mit Schwerpunkt auf regulierten Strom- und Gasnetzen. Zum Jahresende 2025 wies der Konzern 44,8 bis 45 Milliarden CAD Vermögenswerte, 8,8 Milliarden CAD Umsatz, 2,7 Millionen Kunden und rund 7.800 Mitarbeiter aus. 95 % des bereinigten Ergebnisses stammen aus regulierten Versorgern; 72 % des bereinigten Ergebnisses kommen aus Florida. Genau das ist der Investment Case in einem Satz: Emera ist faktisch ein Florida-lastiger regulierter Utility mit kanadischem Sitz und einigen kleineren Nebenbaustellen. Für konservative Anleger ist das attraktiv, weil regulierte Netze und Versorger planbarere Cashflows liefern als freie Erzeuger oder Commodity-nahe Energieunternehmen.
Die Zahlen für 2025 waren stark. Emera meldete bereinigten Nettogewinn von 1,045 Milliarden CAD und ein bereinigtes EPS von 3,49 CAD nach 2,94 CAD im Vorjahr, also plus 19 %. Das war ein Rekordjahr. Treiber waren vor allem Tampa Electric, Emera Energy Services und New Mexico Gas; gebremst wurde das durch schwächere Ergebnisse bei Nova Scotia Power, höhere Konzernkosten und den Wegfall von Beiträgen aus dem bereits verkauften Labrador-Island-Link-Anteil. Man sollte diese 19 % aber nicht einfach linear fortschreiben. Das war kein normalisiertes Dauerwachstum, sondern ein sehr gutes Jahr mit mehreren Sondereffekten und günstigen operativen Impulsen. Für die Zukunft ist die Management-Zielgröße von 5 bis 7 % durchschnittlichem bereinigtem EPS-Wachstum deutlich realistischer als ein Rückschluss aus 2025 allein. (s205.q4cdn.com)
Fundamental ist Emera solide, aber nicht billig und auch nicht schuldenarm. Der operative Cashflow lag 2025 bei 1,802 Milliarden CAD, während 3,482 Milliarden CAD investiert wurden. Das ist typisch für einen Versorger mit großem Ausbauprogramm: Das Geschäft ist kapitalhungrig und muss laufend über Cashflow, Schulden, Hybridkapital und Eigenkapitalmaßnahmen finanziert werden. Die gesamte langfristige Verschuldung inklusive kurzfristiger Fälligkeiten lag Ende 2025 bei 19,654 Milliarden CAD. Parallel dazu sind die Aktienzahlen gestiegen; die durchschnittliche Zahl ausstehender Aktien lag 2025 bei 299,2 Millionen nach 289,1 Millionen im Vorjahr. Im Investor-Deck ist zudem offen ausgewiesen, dass im Forecast im Schnitt rund 400 Millionen CAD pro Jahr über DRIP- und ATM-Programme als Eigenkapital hereinkommen sollen. Das ist kein Detail, sondern wichtig: Emera wächst, aber ein Teil dieses Wachstums wird durch Verwässerung mitfinanziert.
Die Bilanz ist damit der Punkt, den man nüchtern sehen muss. Emera ist kein Bilanzmonster im negativen Sinn, aber auch kein Versorger mit ultrakonservativer Kapitalstruktur. Die Kreditratings liegen bei Fitch BBB mit stabilem Ausblick, bei S&P BBB- mit stabilem Ausblick und bei Moody’s bei Baa3 mit negativem Ausblick. Das ist noch klar Investment Grade, aber eben nur im unteren Bereich. Für einen regulierten Versorger ist das tragbar, doch es lässt wenig Spielraum für operative Fehltritte, regulatorische Rückschläge oder deutlich höhere Zinsen über längere Zeit. Dass das Management den Finanzierungsmix so klar kommuniziert, zeigt auch: Die Kapitaldisziplin bleibt hier kein Nebenthema, sondern zentral für die Equity Story. (investors.emera.com)
Die Dividende bleibt attraktiv, aber man sollte sie richtig einordnen. Emera hat 19 Jahre in Folge die Dividende erhöht. Im September 2025 wurde die Quartalsdividende auf 0,7325 CAD angehoben, also auf 2,93 CAD annualisiert. Bezogen auf das bereinigte EPS 2025 ergibt das eine Ausschüttungsquote von rund 84 %. Das ist hoch, aber für einen regulierten Versorger noch nicht untypisch. Wichtig ist etwas anderes: Das Management verspricht inzwischen nur noch 1 bis 2 % Dividendenwachstum pro Jahr. Das ist eine klare Botschaft. Emera priorisiert Investitionen, Bilanzschutz und Kreditqualität höher als eine aggressive Dividendenerhöhung. Für Einkommensinvestoren ist das grundsätzlich vernünftig, aber man darf die Aktie dann eben nicht als dynamischen Dividendenwachstumswert verkaufen. Sie ist eher ein ordentlicher Zahler mit gedrosseltem Wachstumstempo. (investors.emera.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre sprechen vor allem vier Dinge für Emera. Erstens der starke Schwerpunkt in Florida, wo Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum Nachfrage nach Strom- und Gasinfrastruktur treiben. Zweitens der 20-Milliarden-CAD-Kapitalplan für 2026 bis 2030, mit 7 bis 8 % erwartetem Rate-Base-Wachstum bis 2030 und rund 80 % des Plans in Florida. Drittens die hohe Quote regulierter Erträge, die Ergebnisvolatilität begrenzt. Viertens die Modernisierung der Netze und Erzeugungsstruktur, also Solar, Batteriespeicher, Netzresilienz, Sturmhärtung und Brennstoffwechsel. Genau solche Investitionen sind für Versorger attraktiv, weil sie oft regulatorisch in die Rate Base aufgenommen werden und damit zukünftige Renditen tragen. (investors.emera.com)
Es gibt aber auch Risiken, und die sind real. In Nova Scotia ist das regulatorische Umfeld politisch und gesellschaftlich sensibler als in Florida; dort geht es um Netzzuverlässigkeit, Investitionsbedarf und Bezahlbarkeit. Außerdem bleibt der Konzern wetteranfällig: Stürme können kurzfristig Kosten treiben, selbst wenn sie langfristig teils regulierungsfähig sind. Hinzu kommt das Zinsrisiko eines hochverschuldeten Infrastrukturmodells. Und dann ist da noch das New-Mexico-Gas-Thema: Der Verkauf wurde 2024 vereinbart und soll in der ersten Hälfte 2026 schließen; bis zum endgültigen Abschluss bleibt ein gewisser Vollzugs- und Ergebniseffekt. Kurz gesagt: Emera ist defensiv, aber nicht risikofrei. Die großen Risiken sind nur andere als bei Industrie- oder Technologiewerten.
Bei den Kurszielen muss man sauber zwischen Marktpreis und fairem Wert unterscheiden. Mein Basisszenario für die kommenden 12 bis 24 Monate liegt bei 76 bis 84 CAD. Das unterstellt, dass Emera sein 5–7 %-EPS-Wachstum glaubhaft untermauert, die Finanzierung des Kapitalplans geordnet bleibt und der Markt bereit ist, für einen qualitativ ordentlichen Versorger weiter etwa 20- bis 22-faches bereinigtes Ergebnis zu zahlen. Ein bullishes Szenario sehe ich bei 88 bis 95 CAD, falls Florida weiter sehr stark läuft, regulatorische Verfahren konstruktiv bleiben und die Zinsseite entspannter wird. Ein bearishes Szenario liegt für mich bei 62 bis 68 CAD, falls höhere Kapitalkosten, Verwässerung, regulatorische Enttäuschungen oder ein strengerer Bewertungsmaßstab für Utilities die Multiple drücken. Das sind keine Analystenziele, sondern meine eigene Bewertung aus Gewinnprofil, Bilanz, Dividende und Kapitalbedarf. (investors.emera.com)
Mein Fazit ist daher klar: Emera ist für langfristige, konservative Anleger eine gute, aber keine offensichtliche Schnäppchenaktie. Die Qualität des Geschäfts ist ordentlich bis gut, vor allem wegen des regulierten Charakters und der starken Florida-Position. Die Dividende ist attraktiv und wirkt derzeit tragfähig, aber ihr Wachstum ist bewusst klein gehalten. Der größte Haken ist die Kombination aus hoher Kapitalintensität, unterem Investment-Grade-Rating und laufender Eigenkapitalfinanzierung. Das macht die Aktie weniger elegant, als es die schöne Versorgerstory auf den ersten Blick vermuten lässt. Wer Stabilität, planbare Ausschüttung und moderates Wachstum sucht, bekommt hier ein vernünftiges Paket. Wer niedrige Verschuldung, starke operative Hebel und deutliches Bewertungspotenzial sucht, findet vermutlich attraktivere Titel. Unterm Strich halte ich Emera auf dem Niveau vom 10. April 2026 für einen soliden Halten-bis-moderat-Kaufen-Wert, aber nicht für einen klar unterbewerteten Ausnahmekauf.
Autor: ChatGPT
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