Unfall auf Transrapid-Strecke
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neuester Beitrag: 13.10.06 14:05
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| eröffnet am: | 22.09.06 12:02 von: | boersenjunky | Anzahl Beiträge: | 34 |
| neuester Beitrag: | 13.10.06 14:05 von: | Dr.UdoBroemme | Leser gesamt: | 3716 |
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Unfall auf Transrapid-Strecke
Auf der Transrapid-Versuchsstrecke im Emsland sind bei einem Unfall mehr als 20 Menschen verletzt worden. Die führerlose Schwebebahn sei mit rund 200 Stundenkilometern auf offener Strecke auf einen Werkstattwagen geprallt. Ob es auch Tote gegeben hat, konnte ein Sprecher des Kreises Emsland zunächst nicht sagen. Ein Großaufgebot von Rettungskräften sei an der Strecke zwischen Lathen und Melstrup, um die Passagiere zu bergen, sagte der Kreissprecher. Die Magnetschwebebahn fährt auf der Versuchsstrecke mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 450 Stundenkilometern.
Servus
boersenjunky
-- reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.--
dadurch dachte ich, es wäre noch nicht lange her.
ps: pornstar, wie kann man so blöd sein, mit einem bungee-seil zu springen, daß reißt?
oder mit einer achterbahn zu fahren, die aus der führung hüpft??
Doch eher Geld bekommen. Aber ich würds einfach nie machen.
Warum soll ich mich denn auf testsachen einlassen??
der Unfall beim Transrapid war ja eindeutig auf einer Teststrecke !!!
z.B. wenn Airbus Probanden sucht für Testflüge, dann kriegen die dafür Geld, dann werden die auch auf das Risiko hingewiesen.
Ich weiss nicht, ob die beim Transrapid auch was unterschrieben haben, kann ich mir aber gut vorstellen.
Wer für Tests bezahlt, ist genauso doof, wie jemand der ein T-shirt mit Reklame anzieht
Trotzdem für die Angehörigen der toten Opfer tuts mir wirklich leid
Und für die Schwerverletzten noch viel mehr
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Alles was ich hier poste, ist eine Satire.
Nichts ist wahr, Alles ist nur eine Geschichte.
Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Ähnlichkeit mit Tatsachen sind reiner Zufall.
Charts oder andere Meinungen sind keine Kaufempfehlungen.
Alles was ich hier schreibe sind reine Fiktionen.
Ein Bezug aus dieser virtuellen Welt zur realen Welt ist rein zufällig, nie intendiert und unterliegt der Täuschung des Lesers.
Mitschweben für 18 Euro
Seit Jahren schon können Interessierte an einer Transrapid-Testfahrt durchs Emsland teilnehmen. 18 Euro kostet eine Fahrt - Hunderttausende nutzten die Möglichkeit in den vergangenen Jahren.
"Noch bis zum 28. Oktober 2006 können Sie auf der Transrapid-Versuchsanlage in Lathen an Bord des Transrapid-Versuchsfahrzeugs 08 im Rahmen des Testbetriebs jeweils von Mittwoch bis Samstag mitschweben", verkündet eine freundliche Männerstimme auf der Service-Hotline.
Hunderttausende Technikinteressierte nutzten die Möglichkeit, an Bord der Magnetbahn eine Runde durchs Emsland zu drehen. Beim Transrapid 06 zählte der Streckenbetreiber IABG von 1983 bis 1989 nach eigenen Angaben 21.000 Fahrgäste, mit dem TR07 fuhren zwischen 1989 und 1999 knapp 260.000 Menschen. Den TR08, die neueste Transrapid-Generation, testeten bis Ende Juni 2006 492.000 Interessierte.
An den Fahrtagen (Mittwoch bis Samstag) startet der Transrapid zu sieben Testfahrten. Die erste Fahrt findet laut IABG- Webseite um 10.40 Uhr statt - die Letzte startet um 14.45 Uhr.
Erwachsene zahlen für eine Fahrt 18 Euro, Kinder bis zum 6. Lebensjahr fahren kostenfrei. Ermäßigungen gibt es für Kinder bis zum 16. Lebensjahr (Preis: 6 Euro) sowie für Schüler, Studenten und Auszubildende (9 Euro). Mitfahrten waren laut IABG-Webseite noch bis zum 28. Oktober 2006 geplant.
TÖDLICHER UNFALL IM EMSLAND
Die Horrorfahrt des Transrapid
Es ist der schlimmste Unfall einer Magnetschwebebahn: Im Emsland hat es 23 Todesopfer gegeben, als der Transrapid auf der Teststrecke in einen Werkstattwagen raste. Die Insassen fuhren sehenden Auges in ihr Verderben. Die Ursache ist noch unklar, es wird menschliches Versagen vermutet.
Lathen - Es muss die Hölle für die Menschen an Bord gewesen sein. Es war 9.30 Uhr, der führerlose Transrapid beschleunigte gerade, nachdem er vom Versuchsbahnhof in Lathen losgefahren war. Durch die Panorama-Frontscheiben müssen die Passagiere wahrgenommen haben, wie sie sich mit steigender Geschwindigkeit dem mit zwei Personen besetzten Werkstatt-Wagen näherten. Der Arbeitswagen ist jeden Morgen im Einsatz, um die Strecke von Ästen und Schmutz zu befreien. Beim Aufprall hatte der Transrapid eine Geschwindigkeit von etwa 170 Stundenkilometern.
Bei dem schweren Unglück wurden nach einer korrigierten Bilanz 23 Menschen getötet. Das teilte die Polizei am späten Abend mit. Wegen der unübersichtlichen Lage waren die Behörden zwischenzeitlich von 25 Toten ausgegangen. Zehn Menschen haben die Katastrophe den Angaben zufolge schwer verletzt überlebt.
Am Abend wurden die Bergungs- und Aufräumarbeiten unterbrochen. Bis dahin waren den Angaben zufolge alle Unfallopfer aus den Zugtrümmern geborgen worden. "Wir gehen davon aus, dass es keine weiteren Opfer mehr gibt", sagte ein Polizeisprecher. Bei Tageslicht am Samstag soll der Einsatz weitergehen.
Am Nachmittag hatten die Helfer noch verzweifelt nach Überlebenden gesucht: Spürhunde werden eingesetzt, da man vermutet, Verunglückte seien aus dem Wagen herausgeschleudert worden. Rund 200 Rettungskräfte und 160 Polizisten sind im Einsatz. Feuerwehrwagen, Ambulanzen und Hubschrauber stehen am Unglücksort, zwischen einem Waldstück und einem welken Rapsfeld gelegen. Bis hierher schrammte der Zug nach dem Zusammenstoß bei Tempo 200 weiter - 300 Meter getrieben von Tausenden PS. Die unvorstellbare Gewalt des Aufpralls ist überall sichtbar: Das Führerhaus ist vom Rumpf des Zuges abgerissen und liegt aufgeschlitzt in einem Graben neben den Stelzen, auf denen die Bahn normalerweise mit bis zu 450 Stundenkilometern entlangschwebt.
Der Boden ist übersät mit Trümmerteilen. Sitze, glänzende elektronische Platinen und ein Gewirr aus Kabelsträngen liegen überall verstreut. Auch ein großes Teil eines der Waggons ist darunter - aufgerissen und deformiert liegt es zwischen den vier Meter hohen Trassen-Stelzen.
Transrapid-Unglück: Tod auf der Teststrecke
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Mit Teleskopkränen arbeiten sich die Helfer voran. Einige versuchten, das Dach aufzuschweißen, um von oben an die Eingeschlossenen zu kommen. Aus dem hinteren Teil des Zuges hängt schlaff eine blaue Rettungsrutsche. Ob sich darüber jemand befreien konnte, weiß niemand zu sagen. Nur wenige Meter entfernt heben Feuerwehrleute einen weißen Sack auf den Boden herunter: Ein weiteres Opfer, das nur tot geborgen werden kann.
In dem Unglückszug befanden sich laut Polizei Angestellte des Energieversorgers RWE sowie Mitarbeiter der Versuchsstrecke. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um Beschäftigte des Regionalcenters Nordhorn, die aus den niedersächsischen Orten Nordhorn, Veldhausen und Meppen stammen. Weitere drei Passagiere sind der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge Mitarbeiter eines Papenburger Pflegedienstes. Warum diese Gruppe von Menschen im Zug mitfuhr, war zunächst nicht bekannt. Die Industrieanlagen Betriebsgesellschaft (IABG) als Betreiberin betonte, es habe sich nicht um eine Besucherfahrt, sondern um eine "Messfahrt" gehandelt. Weitere Einzelheiten nannte die Gesellschaft nicht.
Der niedersächsische Landesbrandmeister Karl-Heinz Schwarz sagte nach dem Besuch der Unglücksstelle: "Es ist ein schreckliches Bild für uns alle." Landrat Bröring sagte: "Ich habe die Gesichter der Feuerwehrleute gesehen, die brauchen einen Notfallseelsorger." Mehrere der Pastoren waren zur Anlage gekommen, um dort Angehörige der Opfer zu trösten und schockierten Helfern beizustehen.
Betreibergesellschaft vermutet menschliches Versagen
Laut Bröring hat die Staatsanwaltschaft den aufgezeichneten Funkverkehr zwischen Zug und Anlagenleitung beschlagnahmt. Zwei Staatsanwälte aus Osnabrück trafen am Unglücksort ein, um die Ermittlungen zu führen. Sie gehen von "menschlichem Verschulden" als Unglücksursache aus. Zusätzlich seien auch technische Fehler - etwa Funkprobleme - denkbar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Die Betreiber-Gesellschaft geht jedoch nicht davon aus, dass der Unfall in der Konstruktion des Transrapids begründet ist. Die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) erklärte in München: "Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand hat die Unfallursache keinen technischen Hintergrund, sondern ist auf menschliches Versagen zurückzuführen." Der Geschäftsführer der IABG, Rudolf Schwarz, betonte am Abend: "Bei Einhaltung aller Bestimmungen wäre dieser Unfall nicht möglich gewesen",
SPIEGEL ONLINEMit Bestürzung und Trauer hat Bundespräsident Horst Köhler auf das Transrapid-Unglück im Emsland reagiert. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und bei denen, die jetzt an der Unfallstelle im Rettungs- und Bergungseinsatz sind", erklärte das Staatsoberhaupt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel traf am Abend im Emsland ein. Sie hatte am Nachmittag alle weiteren Termine in Berlin abgesagt, um sich an der Unfallstelle ein Bild der Lage zu machen. Merkel sprach den Angehörigen der Opfer im Namen der Bundesregierung tiefes Beileid und Mitgefühl aus. "Ich bin aus traurigem Anlass hier", sagte sie in Lathen. "Ich habe mir ein Bild nach dem Unglück machen können", sagte Merkel sichtlich erschüttert. Sie bezeichnete den Transrapid nach derzeitigem Kenntnisstand aber als "sichere Technologie".
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee brach eine China-Reise ab und wird morgen in Lathen erwartet. Der Leiter des Krisenstabes, Staatssekretär Jörg Hennerkes, reiste den Angaben zufolge bereits heute an den Unglücksort. Tiefensee habe während eines Gesprächs mit dem chinesischen Eisenbahnminister von dem Unglück erfahren, sagte sein Sprecher Dirk Inger. Der Minister sprach den Angehörigen und Verletzten sein tiefes Mitgefühl aus. "Das ist eine schreckliche Katastrophe. Sie muss sofort vollständig aufgeklärt werden." Er habe auch von Peking aus telefonisch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das Unglück gesprochen.
Die Transrapid Versuchsanlage Emsland (TVE) erstreckt sich mit ihrer Länge von 31,8 Kilometern zwischen den Gemeinden Dörpen und Lathen im niedersächsischen Emsland nahe der holländischen Grenze und gilt als größte Testanlage für Magnetschwebefahrzeuge in der Welt. Die höchste auf der Versuchsstrecke erreichte Geschwindigkeit betrug 450 Kilometer pro Stunde.
Transrapid: Die Technik der Magnetschwebebahn
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-->Bereits im August hatte es einen Transrapid-Unfall gegeben. Die Magnetschnellbahn in Shanghai hatte während der Fahrt Feuer gefangen. Die Feuerwehr konnte den Brand nach kurzer Zeit löschen, verletzt wurde niemand. Die 30 Kilometer lange Trasse zwischen der Innenstadt der chinesischen Metropole und dem internationalen Flughafen ist die weltweit erste kommerzielle Transrapid-Strecke.
Im Herbst sollte über den Bau einer Flughafenanbindung in München entschieden werden. Der Transrapid wird von einem Konsortium aus Siemens und ThyssenKrupp gebaut. Ein Siemens-Sprecher sagte, zunächst müsse nun der Unfall geklärt werden, bevor Rückschlüsse gezogen werden könnten. "Die Klärung läuft natürlich." Von der ThyssenKrupp Technologies war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten
TRANSRAPID
Desaster für "sicherstes Verkehrssystem der Welt"
Von Holger Dambeck und Stefan Schmitt
Das Unglück auf der Teststrecke im Emsland ist ein herber Rückschlag für den Transrapid. Die Herstellerfirmen hatten die Magnetschwebebahn als sicherstes Verkehrssystem der Welt angepriesen - bei dem Zusammenstöße ausgeschlossen sind.Der Transrapidhersteller hatte Dutzende Verkaufsargumente für seine Magnetschwebebahn: die "erste grundlegende Innovation in der Bahntechnik" seit dem Bau der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth, ein berührungsfreies elektromagnetisches Antriebssystem, verschleißfreie Elektronik statt Mechanik. Der Transrapid - eine der größten Erfindungen, die deutsche Ingenieure je hervorgebracht haben - so lautete die Botschaft.
Transrapid-Unglück: Tod auf der Teststrecke
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-->Besonderen Wert legte das Konsortium von Siemens und Thyssen-Krupp auf die hohe Sicherheit der Bahn: "Trotz der hohen Geschwindigkeit sind die Passagiere im Transrapid sicherer als in jedem anderen Verkehrssystem", heißt es auf der Firmen-Webseite. Weil das Fahrzeug den Fahrweg umgreife, könne es nicht aus der Spur geraten. Da der Antrieb im Fahrweg liege, sei "ein Zusammenstoß mit anderen Transrapid-Fahrzeugen ausgeschlossen". Durch die Streckenführung könne nichts seinen Weg kreuzen. Perfekte Sicherheit, also.Die Aussagen zur Sicherheitstechnik der Magnetbahn stimmen sogar weiterhin - auch nach dem heutigen tragischen Unglück. Aber trotzdem kam es zu einer folgenschweren Kollision. Mit Tempo 200 raste ein Transrapid in einen Gerätewagen, der sich auf der Teststrecke befand.
"Keine Bedenken" gegen den Betrieb
Es war Hightech gegen Lowtech: Die Betreiber der Teststrecke beteuern ebenso wie Kenner der Transrapid-Technik, dass offenbar nicht die Technik, sondern der Mensch versagt habe. Dass sich am Morgen auf der Trasse im Emsland ein gewöhnlicher Werkstattwagen befand, ist ein tragischer Fehler. Gleichzeitig zeigt sie eine Lücke, die in der feinen Überwachungstechnik des Zugs klafft.
"Es ist mir absolut unerklärlich, wie ein Wartungsfahrzeug und ein Transrapid gleichzeitig auf der Strecke sein können", sagte Herbert Jansen, Geschäftsführer der Kölner TÜV InterTraffic GmbH, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Der TÜV-Ableger überwacht seit 1980 gemeinsam mit dem TÜV Nord die Sicherheit der Versuchanlage - bislang ohne große Beanstandungen.
So kamen zwei seiner Mitarbeiter in zwei Gutachten Anfang 2005 zu dem Schluss, dass die vorgenommenen Umbauten an der Strecke "nicht die Sicherheit des Versuchs- und Demonstrationsbetriebs" gefährden. Auch gegen die Durchführung des Automatikbetriebs bestünden keine Bedenken. Nach einer Umrüstung ist der Transrapid auch fahrerlos auf der Strecke unterwegs.
Transrapid: Die Technik der Magnetschwebebahn
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-->TÜV-Experte Jansen kann sich den Unfallhergang bislang nicht erklären: "In der Bahntechnik ist es grundsätzlich so, dass ein Streckenabschnitt gesperrt sein muss, wenn sich darin ein Fahrzeug befindet." In der Tat werden Streckenabschnitte bei der DB AG erst dann für einen Zug zur Einfahrt freigegeben, wenn sich kein anderes Fahrzeug mehr darin befindet.Nach derzeitigem Erkenntnisstand habe der Unfall keinen technischen Hintergrund, sagte Rudolf Schwarz, Geschäftsführer der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG), die die Teststrecke betreibt. "Wir sind tief betroffen über diesen Vorfall und werden schnellstmöglich die genauen Hintergründe klären."
Helmut Holzapfel, Verkehrswissenschaftler aus Kassel, wo der Transrapid auch hergestellt wir, sagte, der Transrapid sei grundsätzlich ein sicheres Verkehrsmittel. "Das Problem ist aber die hohe Geschwindigkeit. Wenn der Zug mit Tempo 500 auf ein Hindernis prallt, ist das wie eine Kanonenkugel", sagte Holzapfel. Bei diesen Geschwindigkeiten sei es auch kaum möglich, auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Am Vormittag hatte eine Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern genügt, um Menschenleben zu fordern und großen Schaden anzurichten.
Sicher reisen wie im Flugzeug - Gefahr durch Hindernisse
Holzapfel gehörte in den neunziger Jahren einer Expertengruppe an, die sich mit möglichen Gefahren für die damals geplante Transrapid-Strecke zwischen Hamburg nach Berlin befasste. Grundsätzlich werde unter Wissenschaftlern darüber diskutiert, wie anfällig das Transrapid-Konzept für Anschläge sei. "Der Zug ist mit hoher Geschwindigkeit auf einer hochgestellten Fahrbahn unterwegs. Wer es schafft, dort ein Hindernis aufzubauen, kann eine Tragödie verursachen", sagte Holzapfel. Das sei allerdings eine Gefahr, die für fast alle Verkehrssysteme gelte.
Der Grund für die heutige Katastrophe ist dagegen viel trivialer: Ein gewöhnlicher Wartungswagen, der selbst kein Magnetschwebezug war, versperrte die Strecke. Das sei eine Gefahr, die niemals ausgeschlossen werden könne, sagte Holzapfel. "Allerdings muss man sich auch deutlich machen, dass dieser Unfall der erste in dem jahrzehntelangem Testbetrieb ist", sagte der Wissenschaftler.
Zumindest Zusammenstöße zweier Transrapidzüge sind durch die Antriebstechnik ausgeschlossen. "Das Magnetfeld bewegt sich immer nur in eine Richtung", sagte ein Siemens-Unternehmenssprecher SPIEGEL ONLINE. "Zwei Bahnen können auf einer Spur also schon technisch gesehen nie aufeinander zufahren, und es ist auch nicht möglich, dass eine fahrende Bahn auf eine stehende trifft." Anders sei dies, wenn ein herkömmliches Fahrzeug auf dem Fahrweg stehe. "Ein solcher Wagen ist von dem Magnetfeld völlig unbeeinflusst."
Aus einer Einschätzung des TÜV Rheinland vom Herbst vergangenen Jahres - also nachdem der Transrapid die Genehmigung für den führerlosen Betrieb erhalten hatte - geht hervor: Im Vergleich der sogenannten Risikogrenzwerte schneidet der Transrapid tatsächlich besser ab, als der gewöhnliche Eisenbahnverkehr.
Der abstrakte mathematische Wert mit dem gegenständlichen Namen "Todesrate" bezeichnet das Risiko eines tödlichen Unfalls pro Passagier und Reisestunde. Die Magnetschwebetechnik stuften die Autoren hier mit demselben niedrigen Wert (10-9) ein, wie ihn die Joint Aviation Authorities für den "loss of aircraft"-Fall in der zivilen Luftfahrt als Obergrenze fordern - für die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes.
mit dpa, AP
(Freigabe = wenn alle Fahrzeuge von der Strecke). Da hat jemand gepennt und war schon gedanklich im Wochende. Die Kommentare im TV waren nur lachhaft. Am Transrapid ist nicht auszusetzen, es freuen sich natürlich die Gegner.
Hier wir das Problem auf den Transrapid geschoben. Wenn z.B. eine Strasse aufgerissen wird, weil eine Pipeline verlegt werden muss, so muss der Autofahrer durch Umleitungsschilder etc. gewarnt werden und nicht das Auto muss erkennen das gleich eine Baustelle kommt. Analog zum Unglück im Emsland würde das bedeuten, das man dem Autohersteller die Schuld gibt wenn jemand mit dem Auto in die Baustelle rast.
Selbst der erst letztes Jahr abgeschaffte Fahrer hätte noch zumindest etwas abbremsen und den aufprall mildern können.
Samstag, 23. September 2006, 19:20 Uhr
Transrapid-Unglück: Leitstelle war über Werkstattwagen informiert
Die für den Transrapid verantwortliche Leitstelle hätte nach Angaben der Staatsanwaltschaft über einen Protokollbucheintrag und ein Ortungssystem vom Halten des Werkstattwagens auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke wissen müssen. „Das Sonderfahrzeug wurde vom System in der Leitstelle richtig auf der Strecke bei Stütze 120 angezeigt“ und habe sich auch zu Recht dort befunden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, in Lathen. Außerdem gehe aus einem Eintrag in einem Protokollbuch hervor, dass der Werkstattwagen noch auf der Trasse gestanden habe. Retemeyer: „Die Mitarbeiter in der Leitstelle sind persönlich dafür verantwortlich, ob Fahrzeuge auf der Strecke sind“.
Servus
boersenjunky
-- reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.--
FOCUS | 24.09.06, 17:38 |
Der Bundesverkehrsminister hat eingeräumt, dass es bei dem schweren Transrapid-Unglück im Emsland erhebliche Sicherheitslücken gegeben hat.
Dies hätten die Vertreter der Industrie bei einem Gespräch im Ministerium eingeräumt, sagte Wolfgang Tiefensee (SPD) am Sonntag nach dem Treffen. Tiefensee und der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) wollen jetzt gemeinsam ein Gutachten in Auftrag geben, um Sicherheitsfragen klären zu lassen. Die Erkenntnisse sollten für die künftige Transrapid-Technik genutzt werden. Zudem werde das Eisenbahn-Bundesamt mit in die Untersuchungen eingeschaltet. „Ein solcher Unfall, ein solches Unglück, darf sich nie wieder ereignen“, sagte der Minister.
Zeitplan für München auf der Kippe
Die Vertreter des Transrapid-Konsortiums aus Siemens und ThyssenKrupp hätten versichert, ein derartiges Unglück wie im Emsland bei der geplanten Magnetschwebebahn in München nicht passieren könne, erklärte Tiefensee. Allerdings will sich der Bund nach der Katastrophe nicht mehr auf den Zeitplan für den Entscheid zum Bau der Münchner Transrapid-Strecke festlegen lassen.
Ob die Entscheidung noch wie geplant im Herbst fallen könne, ließ Tiefensee nach dem Treffen mit Huber offen. Für ihn stehe die Sicherheitsfrage „absolut im Vordergrund“. Der Minister betonte aber, es sei nicht der Zeitpunkt, die Technologie insgesamt in Frage zu stellen.
Huber will anderes Sicherheitskonzept
Huber sagte, ein Gutachten könne in sechs bis acht Wochen vorliegen. München werde ein anderes Sicherheitskonzept auf höherem Niveau haben, wo etwa die gesamte Strecke elektronisch überwacht werde.
In München sollte im Herbst über den Bau einer rund 37-Kilometer langen Flughafenanbindung entschieden werden. Die Finanzierung des etwa 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro-Projekts ist aber noch unklar.
Beim Zusammenprall des Transrapids auf der Teststrecke im Emsland mit einem Wartungsfahrzeug waren am Freitag 23 Menschen getötet und zehn verletzt worden. Unklar ist vor allem, warum der Zug gestartet ist, obwohl sich das andere Fahrzeug noch auf der Strecke befand.
Fehlendes Abstandswarnsystem
Der Kasseler Verkehrswissenschaftler Helmut Holzapfel kritisierte ein fehlendes A b s t a n d s w a r n s y s t e m auf der Teststrecke. Anders als die Strecke in Schanghai, wo die Magnetschwebebahn im kommerziellen Einsatz ist, sei die Strecke im Emsland mit abgespecktem Sicherheitsstandard betrieben worden, sagte Holzapfel. Eine ständige elektronische Kontrolle der Strecke auf Hindernisse sei machbar, koste aber viel Geld.
Beim Abbremsen des Transrapid müsse mit Rücksicht auf die Passagiere ein längerer Bremsweg eingeplant werden. „Das sind schon ein paar Kilometer, wenn der 500 Stundenkilometer fährt.“ Der Kasseler Wissenschaftler gehörte nach eigenen Worten in den 90er-Jahren einer Expertengruppe an, die sich mit Gefahren für die damals geplante Transrapid-Strecke zwischen Hamburg nach Berlin befasste.
(abi/dpa/Reuters)
MfG
kiiwii
Sogar die Wuppertaler Schwebebahn, die 100 Jahre lang das sicherste Verkehrsmittel der Welt war, wurde vor einigen Jahren von einem Unglück ereilt, weil Monteure nach Reparaturarbeiten vergessen hatten, auf die Schiene geschraubte Blockier-Schuhe, die dem Schutz der Monteure während der Reparatur dienten, wieder zu entfernen.
Folge: Eine Bahn raste in das Hindernis und stürzte in die Wupper. Gab auch Tote...
MfG
kiiwii
Transrapid-Unglück: Leitstand im Visier
Lathen (dpa) - Menschliches Versagen in der Leitstelle hat wahrscheinlich den schweren Transrapid-Unfall in Lathen (Emsland) mit 23 Toten ausgelöst. Es gebe keine Hinweise auf einen technischen Defekt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, am Sonntag.
Alles deute darauf hin, dass die Mitarbeiter der Leitstelle dem Transrapid am Freitagmorgen freie Fahrt gaben, obwohl noch ein Werkstattwagen auf der Strecke stand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung in 23 Fällen. 10 Menschen hatten das Unglück am Freitag verletzt überlebt.
In der Region war die Bestürzung über den verheerenden Unfall groß. Hunderte Menschen gedachten am Sonntag der Opfer. Papst Benedikt XVI. sprach den Hinterbliebenen in einem Telegramm an den Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sein Beileid aus.
Politiker warnten unterdessen davor, vorereilig über die Zukunft der Transrapid-Technik zu urteilen. Bundesverkehrsminister Wolfang Tiefensee (SPD) traf sich am Sonntag zu Gesprächen mit Vertretern des Transrapid-Konsortiums um ThyssenKrupp und Siemens sowie mit seinem bayerischen Amtskollegen Erwin Huber (CSU) in Berlin.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft bekam der Werkstattwagen nicht wie üblich den Auftrag, in die Parkbucht zurückzukehren. "Der Wagen wurde laut Leitstandbuch bei Stütze 120 abgestellt. Eine weitere Eintragung findet sich nicht", sagte Retemeyer.
Danach stehe im Protokollbuch nur noch der Fahrauftrag für den Transrapid. Die beiden Fahrdienstleiter konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht befragen, weil sie psychisch sehr angeschlagen sind. "Wir wollen erst alle Fakten zusammenstellen, bevor wir Aussagen zu Verantwortlichen machen", betonte Retemeyer.
Der Werkstattwagen sei mit einem so genannten GPS-Sender ausgestattet gewesen, über den seine Streckenposition abgelesen werden könne.
Bei ihren Ermittlungen setzt die Staatsanwaltschaft auch auf zwei Gutachten der Technischen Universität Braunschweig und des Eisenbahnbundesamtes. Die Auswertung der Gutachten könne sich aber noch Monate hinziehen.
Unter den Todesopfern des verheerenden Unglücks sind zehn Mitarbeiter des RWE-Regionalcenters Nordhorn, ein weiterer überlebte schwer verletzt. Unter den 31 Fahrgästen waren zudem fünf technische Mitarbeiter, darunter drei Zugführer, zwei US-Bürger, Altenpfleger aus Papenburg und zwei Auszubildende, die die Fahrt als Auszeichnung bekommen haben.
Politiker und Behörden warnten derweil vor voreiligen Schlüssen über den Transrapid, so lange die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. "Wir wollen jetzt erst mal die Lage sondieren", sagte Tiefensee vor Beginn der Krisensitzung in Berlin. Neben der Frage nach neuen Erkenntnissen gehe es um die Unfallursache.
Zu klären sei, "ob das Sicherheitskonzept in Ordnung war und ob die (Betreiber) sich optimal daran gehalten haben". In einem weiteren Schritt sei zu klären, "ob es weitere Konsequenzen gibt", sagte Tiefensee. Bei dem Gespräch ging es auch um den weiteren Fahrplan für das geplante Münchner Magnetschwebebahn-Projekt.
Unterdessen gedachten mehrere hundert Menschen in Lathen und viele tausend in der gesamten Region in Gottesdiensten der Toten. "Es gibt viele Zeichen der Verbundenheit und Nähe, dass keiner isoliert bleibt vor der Kälte des Todes und der Trauer", sagte Pfarrer Gerhard Ortmann in seiner Andacht. Ortmann hatte die Familien-Messe in der St. Antonius Kirche spontan zu einem Gedenkgottesdienst gemacht. Am kommenden Mittwoch (27.9.) ist noch ein zentraler Gedenkgottesdienst in Lathen geplant. Daran wollen auch Tiefensee und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) teilnehmen.
Ob und wann der Betrieb auf der Teststrecke im Emsland wieder aufgenommen wird, ist derzeit völlig offen. Die Staatsanwaltschaft hat die komplette Unfallstelle abgesperrt und beschlagnahmt.
Der zertrümmerte Transrapid steht noch immer auf den Stelzen hoch oben über dem Boden. Ohnehin war der Zug nach Angaben der Polizei das einzige Exemplar des TR 08 in Lathen. Vom nächsten Frühjahr an sollte dann das Nachfolgemodell TR09 getestet werden, das derzeit in Kassel gebaut wird und für die geplante Strecke in Bayern vorgesehen ist.
Das Transrapid-Projekt ist nach Worten des Bürgermeisters von Lathen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. "Durch den Transrapid haben wir jährlich ein Auftragsvolumen von etwa drei Millionen Euro, die beispielsweise der Infrastruktur zu Gute kommen", sagte Bürgermeister Karl-Heinz Weber am Sonntag der dpa.
Es hätten sich zahlreiche Zulieferbetriebe in Lathen und Umgebung angesiedelt, die viele Arbeitsplätze geschaffen hätten. Allein fast 60 Arbeitsplätze seien an der Teststrecke entstanden, die hauptsächlich mit Menschen aus Lathen besetzt wurden.
Auf der weltweit einzigen kommerziellen Transrapid-Strecke zum Flughafen in Schanghai lief der Betrieb nach dem tragischen Unglück im Emsland am Wochenende normal weiter.
Chinesische Zeitungen berichteten rein nachrichtlich mit Bildern über das Unglück auf der Versuchsstrecke im Emsland. Es fehlten Kommentare in den staatlich kontrollierten Medien oder Reaktionen von Behörden, da die Ursache auch noch nicht ermittelt ist.
:)))
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Experten werten Transrapid-Funkverkehr aus
Lathen (dpa) - Drei Tage nach dem verheerenden Transrapid- Unglück im Emsland ist die Spurensicherung an der Trasse abgeschlossen. Die Ermittler konzentrierten sich am Montag auf die Suche nach möglichen Verantwortlichen.
"Jetzt wird der Funkverkehr ausgewertet", sagte Polizeisprecher Ewald Temmen in Lathen. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Wochenende technisches Versagen weitgehend ausgeschlossen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Nachmittag Details zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen. Erwartet werden auch Aussagen darüber, wann der Betrieb in Lathen wieder aufgenommen werden soll.
Bereits am Sonntag hatten die meisten der zehn Verletzten die Krankenhäuser verlassen können. "Wir haben aber noch niemanden vernommen", sagte Temmen. Wann dies möglich sei, würden die Betreuer der Überlebenden entscheiden. Auch der Zeitpunkt der Freigabe der Toten für ihre Beerdigung stehe noch nicht fest.
Die Trümmerteile neben der Hochgeschwindigkeitsstrecke waren am Sonntag beseitigt worden. Noch aber steht der Transrapid, der mit einer Plane abgedeckt wurde, auf der Trasse. Es sei noch unklar, wann die Staatsanwaltschaft ihn zum Abbau freigeben werde.
Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber (CSU) kündigte im Radiosender Antenne Bayern in München an, dass der Zeitplan für die geplante Transrapid-Trasse in der bayerischen Landeshauptstadt nach dem Unfall in Lathen nicht gefährdet sei. Jedoch könnte das Projekt wegen zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen noch teurer werden, als die bisher kalkulierten 1,6 Milliarden Euro.
Im Laufe des Tages wurde auch ein Gutachter des Eisenbahnbundesamtes an der Unglücksstelle erwartet. Sein Gutachten und das eines Sachverständigen der Technischen Universität Braunschweig sollen Aufschluss darüber geben, warum der Zug am Freitagmorgen mit etwa Tempo 170 auf einen Werkstattwagen, der auf der Strecke stand, zusammenprallte. Der für den Zug zuständige Leitstand hätte eigentlich einem Protokollbucheintrag zufolge und laut Daten eines Ortungssystems wissen müssen, dass der Werkstattwagen noch auf der Strecke steht. Der Transrapid hätte nach Angaben der Staatsanwaltschaft eigentlich gar nicht losfahren dürfen.

Verunglückter Transrapid (Foto: dpa)26. September 2006
Bewusster Verzicht auf Transrapid-Sicherheit
Inhaber der Betriebserlaubnis unbekanntDer Betreiber der emsländischen Transrapid- Teststrecke hat bewusst auf ein modernes Sicherheitskonzept verzichtet. Ein entsprechendes Anliegen des Personals sei seinerzeit verworfen worden, räumte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Betreibergesellschaft IABG, Rudolf Schwarz, am Dienstag ein. Das Testpersonal an der Versuchsstrecke in Lathen, auf der sich Ende vergangener Woche ein schwerer Unfall ereignete, habe "vor ein bis zwei Jahren" den Wunsch nach verbesserter Sicherheit geäußert. Die Betreiber hätten jedoch darauf verwiesen, dass es sich in Lathen um eine Versuchsanlage, nicht aber um eine zur Praxisanwendung handele, sagte Schwarz.
Inhaber der Betriebserlaubnis unbekannt
Zum fraglichen Zeitpunkt habe die IABG jedoch auch nicht über entsprechende Maßnahmen entscheiden können. Sie habe damals lediglich ein Vorschlagsrecht gehabt, betonte der Geschäftsführer. Zuständig sei der Inhaber der Betriebserlaubnis gewesen. Wer das zum Zeitpunkt der Ablehnung gewesen sei, lasse sich derzeit nicht nachvollziehen. Schwarz bezeichnete die Forderung nach mehr Sicherheit auf der Strecke als nachvollziehbar: Neben den Versuchsfahrten habe es in den vergangenen Jahren auch Fahrten mit insgesamt 750.000 Transrapid-Touristen gegeben. Sie hätten dafür auch einen Fahrpreis entrichtet.
23 Tote, zehn Verletzte
Am vergangenen Freitag war ein Transrapid mit Tempo 170 auf einen 60 Tonnen schweren Werkstattwagen geprallt. Bei dem Unfall kamen 23 Menschen ums Leben. Zehn weitere wurden verletzt. Die Strecke im Emsland wurde von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Versuchsanlage genehmigt. Eine Praxisanwendung war demnach nicht vorgesehen. Die verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen müssen daher von Menschen koordiniert werden. Mitarbeiter im Leitstand kommunizieren per Funk mit der Besatzung von Werkstattwagen und müssen sich so vergewissern, dass die Strecke frei ist. Auf Strecken mit regulärem Personentransport wie in Schanghai oder künftig möglicherweise in München sind dagegen Sonderfahrzeuge mit in die technische Zugsicherung eingebunden. "Das ist zweifellos eine Verbesserung gegenüber Lathen", sagte Schwarz. (nz)
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem
Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
Rivarol

Transrapidunfall in Lathen 26. September 2006
Gegenwind aus München für den Transrapid
Zu teuerMünchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sieht neben der Finanzierung der Münchener Transrapid- Strecke vor allem die Sicherheit als Hauptproblem des Projekts. Das Argument sei allerdings nicht erst nach dem jüngsten Unglück auf der Transrapid- Teststrecke im Emsland aufgekommen, sagte er der "Frankfurter Rundschau". "Wir weisen aber schon lange darauf hin, dass das Sicherheitskonzept grobe Lücken enthält."
Um diese Lücken zu schließen, sei "noch viel mehr Geld" nötig, als bislang eingestanden, ergänzte Ude. Insbesondere die Sicherheitssituation in einem drei Kilometer langen Tunnel der geplanten Trasse sei nach derzeitigem Kenntnisstand unklar. Der Transrapid soll den Tunnel künftig mit Höchstgeschwindigkeit durchfahren. "Das ist eine absolute Extremsituation", sagte Ude. "Wir haben hier nach den Rettungsmöglichkeiten, nach dem Bergungskonzept gefragt, aber keine befriedigenden Antworten bekommen."
Zu teuer
Ude gilt als Gegner des geplanten Transrapid-Trasse, die den Hauptbahnhof der bayerischen Landeshauptstadt mit dem Flughafen im Erdinger Moos verbinden soll. Bislang stand jedoch vor allem die Finanzierung des Projekts im Zentrum der Kritik. Die Strecke würde nach Schätzungen rund 1,8 Milliarden Euro kosten. Zugesagt ist bislang jedoch nur etwa die Hälfte der Summe.
Die Transrapid-Planung sei nicht weitsichtig genug, kritisierte Ude. Es verbessere lediglich die Verbindung zum Flughafen. "Unser Gegenmodell einer Express-S-Bahn zum Flughafen hingegen würde dazu beitragen", warb der Münchener OB für sein Modell.
Untersuchung der Trasse
Er sei auch dann gegen den Bau einer Transrapid-Strecke, wenn der Bund und Bayern die fehlenden finanziellen Mittel zur Verfügung stellen würden, betonte Ude: "Es wären Steuermittel, die für andere Vorhaben fehlen würden." Er argumentierte, dass mit einer guten halben Milliarde Euro die gesamte Express-S-Bahn gebaut werden könne. "Deswegen darf hier kein Geld verplempert werden", mahnte Ude.
Unterdessen prüfen Experten des Eisenbahnbundesamtes das Sicherheitskonzept der emsländischen Versuchsanlage, um Rückschlüsse auf ein mögliches Genehmigungsverfahren für die Münchner Transrapid-Trasse zu gewinnen. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob das Sicherheitskonzept für München verfeinert werden müsse. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte das Eisenbahnbundesamt in die Ermittlungen zur Unfallursache im Emsland eingeschaltet und ein Gutachten in Auftrag gegeben. (nz, N24.de)
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem
Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
Rivarol
Das bestätigte eine Sprecherin des Eisenbahn-Bundesamtes der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Am 10. Dezember 2004 waren demnach zwei Werkstattwagen zusammengestoßen. Die Fahrzeuge seien bei Nebel gleichzeitig und in entgegengesetzter Richtung auf dem Rundkurs unterwegs gewesen. Sie seien mit erheblicher Geschwindigkeit aufeinander geprallt. Dabei sei hoher Sachschaden entstanden, Menschen wurden nicht verletzt.
Schon damals seien bei den Mitarbeitern Fragen aufgekommen, ob dieser Unfall nicht durch technische Sicherungen hätte vermieden werden können, berichtet die Zeitung. Forderungen nach zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen seien vom Betreiber unter Hinweis auf die begrenzten finanziellen Mittel abgelehnt worden. Dass sich die Wagen 2004 auf Kollisionskurs befanden, sei am Leitstand klar erkennbar gewesen. Beide Wagen sendeten über Satellitennavigationssystem ein Dauerlicht.
Nach Ansicht von Experten hätte dieser Zusammenstoß sowie das schwere Unglück vom 22. September mit 23 Toten vermieden werden können, wenn es ein automatisches Sicherungssystem auf der Strecke gegeben hätte.

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
Es muss die absolute Hölle auf Erden gewesen sein immer und immer wieder die gleiche Strecke Tag um Tag im Kreis zu fahren... Kein Wunder das irgendwann niemand mehr seiner
Aufsichspflicht nachgekommen ist...
So könnte die Hölle aussehen, auf einer Spielzeug Mini Eisenbahn festgeschnallt die immer im Kreis fährt.... *uhhhhhh*
Ich glaube, da hat das Becksteinsche Ministerium zur Rettung der menschlichen Unterwürfigkeit seine Finger drin ... (formerly known as CSU)
Wenn, ich wiederhole: WENN die bayerische Staatsregierung ankündigt, den Transrapid zu bauen, und wir alle wissen, daß sie es sich nicht leisten kann, was kann ihr besseres passieren?
Und nachgeholfen hat man immer gerne von Bayern aus ...
aber ansonsten bin ich ein positiv denkender Mensch ...
Spätestens seitdem man Besuchergruppen befördert und weg vom reinen Testbetrieb ging ein absolutes Muss.
Von wegen "Menschliches Versagen" - Bullshit!

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.














