Der Flug KAL 007 flog von New York nach Seoul (Hauptstadt von Südkorea) mit einem Zwischenstopp auf dem Flughafen Anchorage (Alaska). Um 13 Uhr GMT (5 Uhr Ortzeit) steuerte der Pilot Chun Byung-in das Flugzeug auf einen abweichenden Kurs, der die Maschine über Kamtschatka, das Ochotskisches Meer und schließlich nach Sachalin führte.
Die Halbinsel Kamtschatka war bis 1990 Militärisches Sperrgebiet, was in seiner Bedeutung für die Spionage und den Schutz vor Spionage (durch Flugzeuge) begründet war. Als die KAL 007 in den Luftraum der Sowjetunion eindrangen hielt man sie nach offiziellen Angaben für eine RC-135, ein Spionageflugzeug der USA. Man vermutete das dieser Spionageflug Radaranlagen ausspähen sollte um Schwachstellen zu finden.
Zwei Abfangjäger vom Typ Suchoi Su-15 stiegen auf. Der Spiegel schrieb zum Ablauf: "Die russischen Piloten flogen vor die Nase, dann wieder ganz nahe parallel des koreanischen Flugzeuges, aber die koreanischen Piloten reagierten nicht, taten, als sähen sie die Russen nicht. Sie waren so nahe parallel geflogen, dass sie die Gesichter beider koreanischen Piloten sehen konnten. Die russischen Piloten waren direkt mit Funkkontakt ihres Verteidigungsministers - der letztlich den Befehl zum Abschuss gab. Die Koreaner hatten auf keinerlei Zeichen reagiert, ebensowenig auf die internationale Notfrequenz umgeschaltet. Auch dazu gibt es ein Aufforderungszeichen per Flugzeug. (z.B.Flügelwackeln bedeutet: follow! Sonst wirst du abgeschossen!)."
Um 18:26 Uhr (GMT) wurde KAL 007 vom Piloten Major Wassili Kasmin mit zwei Luft-Luft-Raketen abgeschossen.
Viele der Dokumente der sowjetischen Seite wurden nach 1991 zugänglich, von der Seite der USA werden allerdings noch wichtige Akten zurückgehalten.
----------- Vision ist die Kunst, Unsichtbares zu sehen - Jonathan Swift |