http://www.spiegel.de/panorama/justiz/...-familie-goman-a-961332.html
Bei einer ersten Kontaktaufnahme per Telefon, getarnt als Mitarbeiter eines Teppichhauses, bat man die alte Frau darum, einen Besuch abstatten zu dürfen. Man wolle einen kostenlosen Teppich als Geschenk abgeben. Aus der Visite wurden regelmäßige Besuche. Man fuhr Gertrud Bugus zum Einkaufen, trug ihr die Tüten und setzte sie immer wieder mit Geschichten über notleidende Verwandte oder vom Zoll beschlagnahmte Teppichlieferungen unter Druck.
Kontoauszüge zeigen die immensen Summen, die die Rentnerin den Tätern aushändigte. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich im Fall Bugus auf 40.000 Euro, in Protokollen abgehörter Telefonate spricht Betrüger Kwiatkowski, Spitzname Ricardo, gar von 60.000 Euro Beute. Das betagte Opfer blieb für den Rest seines Lebens schwer traumatisiert, 2012 verstarb Gertrud Bugus an einem aggressiven Magenkrebs. |