Das liest sich immer so lässig im großen Wurf. Konkret fand dort von 1998 bis 2002 ein extremster Wohlstandsverfall, gegen den das, was derzeit in Griechenland los ist, nach wie vor ein reines Zuckerschlecken darstellt.
Das Pro-Kopf-Bip GRs laq 2011 noch bei 26000 Dollar. Im goldenen Argentinien liegt es nach mehreren Jahren hohen Wachstums noch immer bei 10.000 und damit nur unwesentlich höher als 1998. Das Land kommt von sehr weit unten, hat ungeheure natürliche Ressourcen, mittels derer es sich auf diesem niedrigen Niveau relativ leichter aus dem Tief schaufeln konnte, als dies bei einem Land möglich ist, das dies mit Produktion und Wertschöpfung und von einem - relativ - höheren Niveau schaffen kann. Nominal sind 10% mehr auf niedrigem Niveau leichter zu schaffen, vor allem, wenn man über reichlich natürliche Ressourcen verfügt.
Kein Mensch sagt, dass GR ÜBERHAUPT KEINE Wirtschaftsleistung erbringen kann. Aber das reale Nieveau liegt schlicht deutlich unter dem durch schuldenfinanziertem Staatskonsum azfgeblähten BIP. Selbst mi den drastischen Einsparungen der letzten Zeit haben sie erstens immer noch ein Primärdefizit und importieren immer noch deutlich mehr als sie exportieren. Heißt: Produktivität und Lebensstandard nähern sich an, liegen aber immer noch auseinander. Erst, wenn sie auf das Basis-Niveau ihrer aktuellen Leistungsfähigleit herunter sind, können sie auf eigenen Füßen stehen - selbst wenn alle Schulden nochmals restrukturiert werden. Erst dann könnten sich überhaupt die - m.E, geringen - positiven Auswirkungen einer eigenen, abgewerteten Währung entfalten. Solange jede Menge importierte Vorleistung notwendig ist, wird alles nur teurer durch Abwertung, was deren positiven Effekte wieder aufhebt.
Das sind nackte ökonomische Notwendigkeiten. ----------- Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche) |