Mittwoch, 17.09.2014
Diese Woche hat Saudi-Arabien 610.000 t Hartweizen im Rahmen einer Auktion eingekauft. Das teilte ein Sprecher der staatlichen saudischen Importagentur GSFMO mit. Gekauft wurde der Weizen in der Europäischen Union, in Nord- und Südamerika sowie in Australien. Genauere Angaben zu den Lieferländern werden von der saudischen Importagentur üblicherweise nicht gemacht. Zuletzt hatte Saudi-Arabien Mitte Juni 715.000 t Hart- und Weichweizen am Weltmarkt gekauft und davor 590.000 t im Mai. Hohe Qualitätsanforderungen, hohe Preise Der Lieferumfang des Hartweizens umfasst 8 Partien zu 60.000 t sowie zwei Partien mit 65.000 t. Geliefert wird der Weizen an die beiden wichtigsten saudischen Häfen Jeddah Port und Damman Port. Lieferzeitraum ist der 1te Dezember 2014 bis 30. Januar 2014. Die Preise für den gekauften Hartweizen lagen einschließlich Fracht (C&F) für den Hafen Jeddah zwischen 262,44 USD/t (202,50 Euro) und 267,5 USD/t (206,4 Euro) und für den Hafen Damman zwischen 276,0 USD/t (213 Euro) und 284,70 USD/t( 219,7 Euro). Der Proteingehalt für den von Saudi-Arabien gekauften Hartweizen liegt üblicherweise mindestens bei 12,5 %. Weitere Weizenimporte zu erwarten Der Gesamtimport Saudi-Arabiens für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2014/15 wird derzeit auf 3,25 Mio. t Weizen geschätzt, nach 3,43 Mio. t im letzten Wirtschaftsjahr sowie 1,9 Mio. t vor zwei Jahren. Nach Ägypten (10,3 Mio. t) und Algerien (7,0 Mio. t) sowie knapp hinter dem Jemen (3,45 Mio. t) ist Saudi-Arabiens der viertgrößte Weizenimporteur der Region. Darüber hinaus importiert Saudi-Arabien in diesem Wirtschaftsjahr noch etwa 7,5 Mio. t Gerste (Vj. 7,5 Mio. t) sowie etwa 2,9 Mio. t Mais (Vj. 2,6 Mio. t). Gigantische Weizenfelder und der größte Kuhstall der Welt: Saudi-Arabien hat mit riesigen Agrarprojekten seine Wasserspeicher komplett geleert. Das wird zum Sicherheitsproblem – auch für Europa. |