Ist alles auch ne Frage der Kompliziertheit. Im Prinzip geht es nicht an, dass einer, der 20 Mio. im Jahr an Zinsen und Dividenden verdient, mit 25% Abgeltung davonkommt, während einer, der 3-4000 Brutto durch Arbeit verdient, auf allen Ebenen des Steuer- und Sozialsystems geschröpft wird und die finanzielle Hauptlast für den "sozialen Frieden" trägt, damit der 20-Mio.-Fritze ungeschoren davonkommt.
Aber andererseits war das, was wir früher hatten, auch ein verdammt aufwendiges Verfahren. Inzwischen ist ja dank EDV wesentlich Einfacheres möglich, idem die Depotbank einem eine Steuerbescheinigung ausstellt, die man pauschal einreichen kann. Ich hatte noch Zeiten, da musste man jede einzelne Transaktion selbst auflisten und bewerten... Das bitte nie mehr.
Ich bin für ein - Vorsicht! Jetzt gibts was zu brüllen -"einfacheres und DAMIT gerechteres Steuersystem" insgesamt. In der Regel führt "Gerechtigkeitswahn" hinsichtlich des Steuersystems zu ausufernder Sondergesetzgebung. Wenn aber die Ermittlung des Einkommens sowie des Steuersatzes einigermaßen einfach und transparent gestaltet wird - und dafür gibt es Modelle -, dann ist nix, aber auch gar nix dagegen einzuwenden, wenn auch Zins- und Kapitaleinkünfte wie jedes andere Einkommen behandelt wird. Der "Sozialversicherungsgerechtigkeit" kann man dann damit genüge tun, indem man einen hgöheren Anteil an Steuerfinanzierung einführt. ----------- Ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel ueberschwaenglicher Willkommenskultur! |