A-Tec Datum/Zeit: 25.06.2008 15:42 Quelle: keine Brief an A-Tec Industries AG: Fragen besorgter Anleger Rechtsanwalt veröffentlicht Fragen für A-Tec-Hauptversammlung
Der Anwalt Dr. Georg Vetter hat heute zur Vorbereitung auf die kommende A-Tec-Hauptversammlung im Auftrag mehrerer A-Tec-Anleger schriftlich Fragen an das Unternehmen gerichtet.
Einen Auszug der Fragen des Briefes finden Sie nachstehend. Der vollständige Brief kann auf Nachfrage gerne übermittelt werden.
1. Darlehen M.U.S.T. Privatstiftung:
Auf Seite 89 des Jahresfinanzberichtes 2007 wird darauf hingewiesen, dass ein Tochterunternehmen der M.U.S.T. Privatstiftung ein Darlehen an die Gesellschaft gegeben hat.
- Die durchschnittliche Verzinsung der Kreditverbindlichkeiten beträgt 6,2% (siehe Seite 6 des Jahresfinanzbericht 2007). Wieso ist das Darlehen mit 7,5% derart hoch verzinst?
2. Hohe Rechts- und Beratungsaufwendungen:
Auf Seite 3 des Jahresfinanzberichtes 2007 werden unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen 49,3 Mio. Euro für Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie Transportaufwendungen ausgewiesen.
- Wofür hat man diese Aufwendungen in diesem Ausmaß benötigt? - Sind das Kosten des gescheiterten NA-Deals?
3. Ungewöhnliche Bewertungen:
- Es ist zu erkennen, dass der Anstieg des Gesamtvermögens nur durch eine außergewöhnlich hohe Bewertung des immateriellen Vermögens erreicht wurde. - Auf Seite 78 des Jahresfinanzberichtes 2007 wird ausgewiesen, dass es durch die angegebene Neubewertungsrücklage zu einer Eigenkapital-Aufwertung um 68 Mio. Euro gekommen ist. Um welche Grundstücke handelt es sich?
4. Niedriger Cash-Flow:
Gemäß Seite 5 des Jahresfinanzberichtes 2007 ist der Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit auf niedrige 12 Mio. Euro gesunken.
- Heißt dies, dass das Unternehmen nicht aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert wird? - Wie verhält sich diese Tatsache zur Aussage auf Seite 6 des Jahresfinanzberichtes 2007, wonach die Gesellschaft "über einen stabilen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit" verfüge.
5. Zitat aus dem Risikobericht:
"Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, zum Beispiel der Tilgung von Finanzschulden, der Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen und den Verpflichtungen aus dem Finanzierungs-Leasing." (Seite 12 des Jahresfinanzberichtes 2007).
- Ist die Situation so dramatisch, wie es auf den ersten Blick erscheint?
6. Kosten für RTB-Bor:
Auf Seite 14 des Jahresfinanzberichtes 2007 wird erwähnt, dass durch den nichtzustandegekommen Kauf der RTB ein Pönale von 10 Mio. USD zu bezahlen war.
- Hat Dr. Kovats nicht im Jänner 2008 noch behauptet, die Finanzierung des Deals sei gesichert?
7. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen/Personen:
Auf Seite 108 des Jahresfinanzberichtes 2007 sind Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen ausgewiesen, so auch mit der im Miteigentum von M.U.S.T Privatstiftung stehenden Airo Tower Immobilienverwaltung GmbH und der Dr. Edelbacher & Partner GmbH.
- Welche Dienstleistungen wurden von diesen Gesellschaften bezogen? |