Unfall auf Transrapid-Strecke
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neuester Beitrag: 13.10.06 14:05
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| eröffnet am: | 22.09.06 12:02 von: | boersenjunky | Anzahl Beiträge: | 34 |
| neuester Beitrag: | 13.10.06 14:05 von: | Dr.UdoBroemme | Leser gesamt: | 3716 |
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Experten werten Transrapid-Funkverkehr aus
Lathen (dpa) - Drei Tage nach dem verheerenden Transrapid- Unglück im Emsland ist die Spurensicherung an der Trasse abgeschlossen. Die Ermittler konzentrierten sich am Montag auf die Suche nach möglichen Verantwortlichen.
"Jetzt wird der Funkverkehr ausgewertet", sagte Polizeisprecher Ewald Temmen in Lathen. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Wochenende technisches Versagen weitgehend ausgeschlossen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Nachmittag Details zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen. Erwartet werden auch Aussagen darüber, wann der Betrieb in Lathen wieder aufgenommen werden soll.
Bereits am Sonntag hatten die meisten der zehn Verletzten die Krankenhäuser verlassen können. "Wir haben aber noch niemanden vernommen", sagte Temmen. Wann dies möglich sei, würden die Betreuer der Überlebenden entscheiden. Auch der Zeitpunkt der Freigabe der Toten für ihre Beerdigung stehe noch nicht fest.
Die Trümmerteile neben der Hochgeschwindigkeitsstrecke waren am Sonntag beseitigt worden. Noch aber steht der Transrapid, der mit einer Plane abgedeckt wurde, auf der Trasse. Es sei noch unklar, wann die Staatsanwaltschaft ihn zum Abbau freigeben werde.
Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber (CSU) kündigte im Radiosender Antenne Bayern in München an, dass der Zeitplan für die geplante Transrapid-Trasse in der bayerischen Landeshauptstadt nach dem Unfall in Lathen nicht gefährdet sei. Jedoch könnte das Projekt wegen zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen noch teurer werden, als die bisher kalkulierten 1,6 Milliarden Euro.
Im Laufe des Tages wurde auch ein Gutachter des Eisenbahnbundesamtes an der Unglücksstelle erwartet. Sein Gutachten und das eines Sachverständigen der Technischen Universität Braunschweig sollen Aufschluss darüber geben, warum der Zug am Freitagmorgen mit etwa Tempo 170 auf einen Werkstattwagen, der auf der Strecke stand, zusammenprallte. Der für den Zug zuständige Leitstand hätte eigentlich einem Protokollbucheintrag zufolge und laut Daten eines Ortungssystems wissen müssen, dass der Werkstattwagen noch auf der Strecke steht. Der Transrapid hätte nach Angaben der Staatsanwaltschaft eigentlich gar nicht losfahren dürfen.

Verunglückter Transrapid (Foto: dpa)26. September 2006
Bewusster Verzicht auf Transrapid-Sicherheit
Inhaber der Betriebserlaubnis unbekanntDer Betreiber der emsländischen Transrapid- Teststrecke hat bewusst auf ein modernes Sicherheitskonzept verzichtet. Ein entsprechendes Anliegen des Personals sei seinerzeit verworfen worden, räumte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Betreibergesellschaft IABG, Rudolf Schwarz, am Dienstag ein. Das Testpersonal an der Versuchsstrecke in Lathen, auf der sich Ende vergangener Woche ein schwerer Unfall ereignete, habe "vor ein bis zwei Jahren" den Wunsch nach verbesserter Sicherheit geäußert. Die Betreiber hätten jedoch darauf verwiesen, dass es sich in Lathen um eine Versuchsanlage, nicht aber um eine zur Praxisanwendung handele, sagte Schwarz.
Inhaber der Betriebserlaubnis unbekannt
Zum fraglichen Zeitpunkt habe die IABG jedoch auch nicht über entsprechende Maßnahmen entscheiden können. Sie habe damals lediglich ein Vorschlagsrecht gehabt, betonte der Geschäftsführer. Zuständig sei der Inhaber der Betriebserlaubnis gewesen. Wer das zum Zeitpunkt der Ablehnung gewesen sei, lasse sich derzeit nicht nachvollziehen. Schwarz bezeichnete die Forderung nach mehr Sicherheit auf der Strecke als nachvollziehbar: Neben den Versuchsfahrten habe es in den vergangenen Jahren auch Fahrten mit insgesamt 750.000 Transrapid-Touristen gegeben. Sie hätten dafür auch einen Fahrpreis entrichtet.
23 Tote, zehn Verletzte
Am vergangenen Freitag war ein Transrapid mit Tempo 170 auf einen 60 Tonnen schweren Werkstattwagen geprallt. Bei dem Unfall kamen 23 Menschen ums Leben. Zehn weitere wurden verletzt. Die Strecke im Emsland wurde von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Versuchsanlage genehmigt. Eine Praxisanwendung war demnach nicht vorgesehen. Die verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen müssen daher von Menschen koordiniert werden. Mitarbeiter im Leitstand kommunizieren per Funk mit der Besatzung von Werkstattwagen und müssen sich so vergewissern, dass die Strecke frei ist. Auf Strecken mit regulärem Personentransport wie in Schanghai oder künftig möglicherweise in München sind dagegen Sonderfahrzeuge mit in die technische Zugsicherung eingebunden. "Das ist zweifellos eine Verbesserung gegenüber Lathen", sagte Schwarz. (nz)
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem
Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
Rivarol

Transrapidunfall in Lathen 26. September 2006
Gegenwind aus München für den Transrapid
Zu teuerMünchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sieht neben der Finanzierung der Münchener Transrapid- Strecke vor allem die Sicherheit als Hauptproblem des Projekts. Das Argument sei allerdings nicht erst nach dem jüngsten Unglück auf der Transrapid- Teststrecke im Emsland aufgekommen, sagte er der "Frankfurter Rundschau". "Wir weisen aber schon lange darauf hin, dass das Sicherheitskonzept grobe Lücken enthält."
Um diese Lücken zu schließen, sei "noch viel mehr Geld" nötig, als bislang eingestanden, ergänzte Ude. Insbesondere die Sicherheitssituation in einem drei Kilometer langen Tunnel der geplanten Trasse sei nach derzeitigem Kenntnisstand unklar. Der Transrapid soll den Tunnel künftig mit Höchstgeschwindigkeit durchfahren. "Das ist eine absolute Extremsituation", sagte Ude. "Wir haben hier nach den Rettungsmöglichkeiten, nach dem Bergungskonzept gefragt, aber keine befriedigenden Antworten bekommen."
Zu teuer
Ude gilt als Gegner des geplanten Transrapid-Trasse, die den Hauptbahnhof der bayerischen Landeshauptstadt mit dem Flughafen im Erdinger Moos verbinden soll. Bislang stand jedoch vor allem die Finanzierung des Projekts im Zentrum der Kritik. Die Strecke würde nach Schätzungen rund 1,8 Milliarden Euro kosten. Zugesagt ist bislang jedoch nur etwa die Hälfte der Summe.
Die Transrapid-Planung sei nicht weitsichtig genug, kritisierte Ude. Es verbessere lediglich die Verbindung zum Flughafen. "Unser Gegenmodell einer Express-S-Bahn zum Flughafen hingegen würde dazu beitragen", warb der Münchener OB für sein Modell.
Untersuchung der Trasse
Er sei auch dann gegen den Bau einer Transrapid-Strecke, wenn der Bund und Bayern die fehlenden finanziellen Mittel zur Verfügung stellen würden, betonte Ude: "Es wären Steuermittel, die für andere Vorhaben fehlen würden." Er argumentierte, dass mit einer guten halben Milliarde Euro die gesamte Express-S-Bahn gebaut werden könne. "Deswegen darf hier kein Geld verplempert werden", mahnte Ude.
Unterdessen prüfen Experten des Eisenbahnbundesamtes das Sicherheitskonzept der emsländischen Versuchsanlage, um Rückschlüsse auf ein mögliches Genehmigungsverfahren für die Münchner Transrapid-Trasse zu gewinnen. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob das Sicherheitskonzept für München verfeinert werden müsse. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte das Eisenbahnbundesamt in die Ermittlungen zur Unfallursache im Emsland eingeschaltet und ein Gutachten in Auftrag gegeben. (nz, N24.de)
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem
Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
Rivarol
Das bestätigte eine Sprecherin des Eisenbahn-Bundesamtes der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Am 10. Dezember 2004 waren demnach zwei Werkstattwagen zusammengestoßen. Die Fahrzeuge seien bei Nebel gleichzeitig und in entgegengesetzter Richtung auf dem Rundkurs unterwegs gewesen. Sie seien mit erheblicher Geschwindigkeit aufeinander geprallt. Dabei sei hoher Sachschaden entstanden, Menschen wurden nicht verletzt.
Schon damals seien bei den Mitarbeitern Fragen aufgekommen, ob dieser Unfall nicht durch technische Sicherungen hätte vermieden werden können, berichtet die Zeitung. Forderungen nach zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen seien vom Betreiber unter Hinweis auf die begrenzten finanziellen Mittel abgelehnt worden. Dass sich die Wagen 2004 auf Kollisionskurs befanden, sei am Leitstand klar erkennbar gewesen. Beide Wagen sendeten über Satellitennavigationssystem ein Dauerlicht.
Nach Ansicht von Experten hätte dieser Zusammenstoß sowie das schwere Unglück vom 22. September mit 23 Toten vermieden werden können, wenn es ein automatisches Sicherungssystem auf der Strecke gegeben hätte.

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
Es muss die absolute Hölle auf Erden gewesen sein immer und immer wieder die gleiche Strecke Tag um Tag im Kreis zu fahren... Kein Wunder das irgendwann niemand mehr seiner
Aufsichspflicht nachgekommen ist...
So könnte die Hölle aussehen, auf einer Spielzeug Mini Eisenbahn festgeschnallt die immer im Kreis fährt.... *uhhhhhh*
Ich glaube, da hat das Becksteinsche Ministerium zur Rettung der menschlichen Unterwürfigkeit seine Finger drin ... (formerly known as CSU)
Wenn, ich wiederhole: WENN die bayerische Staatsregierung ankündigt, den Transrapid zu bauen, und wir alle wissen, daß sie es sich nicht leisten kann, was kann ihr besseres passieren?
Und nachgeholfen hat man immer gerne von Bayern aus ...
aber ansonsten bin ich ein positiv denkender Mensch ...
Spätestens seitdem man Besuchergruppen befördert und weg vom reinen Testbetrieb ging ein absolutes Muss.
Von wegen "Menschliches Versagen" - Bullshit!

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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